Laufende Maßnahmen

Platz an der Schützenstraße

Realisierungswettbewerb

Pressemitteilung 27.06.2022

Haben Sie Anregungen zum Wettbewerbsergebnis?
Nutzen Sie die Gelegenheit gerne im Rahmen der Ausstellung oder schreiben Sie und an stadtplanung@dueren.de

1. Preis: KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung
3. Preis: Reepel Schirmer Landschaftsarchitektur
3. Preis: studio polymorph Landschaftsarchitekten

Ein „Grüner Erlebnisraum“ lädt zu Aufenthalt und Gedenken ein
Sieger im Wettbewerb „Neugestaltung Platz an der Schützenstraße“ gekürt



PRESSEMITTEILUNG

Düren. Bei einer der wichtigsten Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des Masterplans Innenstadt Düren ist eine richtungsweisende Entscheidung gefallen: Am Donnerstagabend (23.06.2022) hat das Preisgericht einen Sieger im Wettbewerbsverfahren „Neugestaltung Platz an der Schützenstraße“ gekürt. 

Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Rolf Westerheide empfiehlt der Stadt Düren einstimmig, den Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros KRAFT.RAUM aus Düsseldorf weiter auszuarbeiten und zu realisieren. 

Der Platz an der Schützenstraße wird aktuell als Parkplatz genutzt. Mit Geld aus Städtebaufördermitteln soll er zu einem attraktiven und grünen Stadtraum in unmittelbarer Nähe zu den Geschäften der Innenstadt umgebaut werden. Besondere Herausforderungen für die am Wettbewerb teilnehmenden Büros waren dabei die in dem Bereich stehenden Bäume und die vielen historischen Bezüge des Platzes, die bei der Neugestaltung mitberücksichtigt werden mussten. Genauso wie der Parkplatzbedarf und die beim Innenstadtforum Ende 2021 diskutierten Ziele für die Platznutzung. Insgesamt geht es um die Umgestaltung einer Fläche von etwa 4.500 Quadratmetern. 

An dem Wettbewerbsverfahren „Neugestaltung Platz an der Schützenstraße“ hatten sich acht Büros beteiligt. Die Jury bestand unter anderem aus erfahrenen Landschaftsarchitektinnen und -architekten, Stadtplanerinnen und -planern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Politik und der Verwaltung. Ausgezeichnet wurden ein erster Preisträger sowie zwei dritte Preisträger.

Der Sieger-Entwurf des Büros KRAFT.RAUM schafft entlang der Schützenstraße einen Erlebnisraum, der sich in vier Bereiche gliedert: Eine Café-Plaza am denkmalgeschützten Kiosk, einen Ort des Gedenkens mit der Rückriem-Stele im Baumhain unter den Plantagen, eine multifunktional nutzbare Aktivitäts-Plaza als Treffpunkt zum Beispiel für Jugendliche und eine Verbindung zum bereits umgestalteten Platz am Kölntor.

„Die Arbeit zeichnet sich durch eine klare Konzeption aus, die diesen besonderen Ort in Bereiche mit unterschiedlichen Atmosphären gliedert und dadurch diverse Aktivitäten ermöglicht“, lobt die Jury den Entwurf. „Gleichwohl werden die Bereiche positiv als zusammenhängendes Ganzes wahrgenommen.“ 

Im Besonderen hebt die Jury die gelungene Schaffung eines würdigen Ortes des Erinnerns an die frühere Synagoge hervor: „Die Platanenhalle vereint das historische Gedenken durch geschickte Setzung der Stele und angemessene Inszenierung des Weilerrondells, ohne andere Aktivitäten und Aneignungsformen auszuschließen. Es entsteht ein grüner Boulevard unterm Blätterdach, der zu Aufenthalt und Gedenken im kühlen Schatten einlädt.“ 

„Die Planung wird unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichtes jetzt weiter ausgearbeitet, bevor es in die Vorbereitung der Realisierung geht“, fasst Niels-Christian Schaffert, Technischer Beigeordneter der Stadt Düren, das weitere Vorgehen zusammen. Verkehrsingenieure werden sich zusätzlich mit der Umgestaltung der Schützenstraße befassen, um die dortigen Verkehrsverhältnisse zu optimieren.    

Die Ergebnisse des Wettbewerbs „Neugestaltung Platz an der Schützenstraße“ sind im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung ab sofort bis Freitag, dem 15. Juli, im Foyer des Rathauses zu sehen und werden in Kürze auch auf der Homepage der Stadt Düren eingestellt. 

 

   

 

Südlich Bahn

Pressemitteilung 06.07.2020

Düren. Als eines der wichtigsten Projekte des Masterplans Innenstadt und eine der größten Baumaßnahmen nach dem Wiederaufbau der Stadt Düren in den 50er Jahren wird in den nächsten Jahren zwischen Stadtzentrum und Bahnhof ein ganz neues Quartier entstehen. Jetzt wurde bei einem Ortstermin auf dem Abbruchgelände am Fritz-Keller-Weg der Startschuss für die erste Phase zur Umgestaltung des Geländes südlich der Bahnstrecke in Düren gegeben.

„Das ist ein gewaltiger Aufschlag für die weitere Dürener Stadtentwicklung!“, sagte Bürgermeister Paul Larue in seiner Ansprache zu den anwesenden Gästen aus Politik und Verwaltung. Er erinnerte an die über viele Jahrzehnte bestehende Funktion der Josef-Schregel-Straße als Eintrittsportal für die Stadt Düren, die mit dem Bau des Nord-Süd-Bahnsteigtunnels am Bahnhof an Bedeutung verloren hat. „Dass wir jetzt wieder einen attraktiveren Zugang zur Innenstadt erhalten und daneben noch ein modernes Stadtquartier mit innovativen Nutzungen entsteht, dafür danke ich allen Beteiligten.“, so Paul Larue.

Auch für den Technischen Beigeordneten der Stadt, Niels-Christian Schaffert, ist die Baumaßnahme mehr als nur ein Marathon. „Es ist ein Triathlon in allen Belangen, von der Planung bis zur Ausführung.“, betonte Schaffert. Er sei froh, dass es jetzt endlich losgehe, so der Beigeordnete. „Damit zeigt die Stadt, wie ernst es ihr ist!“

In der geplanten rund zehnjährigen Bauzeit wird sich das Areal entlang der Bahnstrecke vom Langemarckplatz bis hin zur Schoellerstraße komplett verändern, bekräftigten Marcus Steffens vom städtischen Amt für Stadtentwicklung und Dr. Harald Heinz vom Aachener Planungsbüro HJP Planer. Beide gaben einen kurzen Überblick über die zu erwartenden Maßnahmen. Bereits im Masterplanprozess, der 2014 in ein „Integriertes Handlungskonzept“ und in die Aufnahme des Stadtumbaugebiets Innenstadt Düren in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen führte, wurden für das „Zukunftsquartier Bahnhof Düren“ besondere Ziele formuliert. Der neue Stadtteil soll durch eine Promenade und eine dichte, gemischt genutzte Bebauung mit vielen Wohnungen die Verbindung zur Stadt herstellen. Im Bereich zwischen Lagerstraße und Schoellerstraße sind Nutzungen wie ein Berufskolleg und Forschungseinrichtungen geplant, die in Kooperation mit benachbarten Hochschulen und der regionalen Industrie entstehen werden. Für diesen Teil ist zudem eine besondere Fuß- und Radwegverbindung als Achse vorgesehen. Alle dort vorgesehenen Nutzungen werden so direkt mit dem südlichen Bahnhofsausgang verbunden. Als Auftakt im Norden des Gebiets soll an den dort geplanten Gebäuden zudem ein neuer Platz entstehen.

Auch erfordert der geplante neue Stadtteil zwischen Josef-Schregel-Straße und Schoellerstraße umfangreiche neue Entwässerungsanlagen. Eines der geplanten Rückhaltebecken soll westlich der Josef-Schregel-Straße im Bereich der heute dort verlaufenden Busspur unterirdisch angeordnet werden. Die benötigte Fläche beträgt etwa 1.400 qm.

Der Bau des Rückhaltebeckens kann dazu genutzt werden, die an dieser Stelle heute durch diverse Verkehrsanlagen zergliederte Fläche unter Einbezug des Langemarckparks zu einem attraktiven Stadtplatz umzugestalten. Dieser neue Platz bildet dann zusammen mit dem neuen südlichen Bahnhofsvorplatz und der Promenade einen attraktiven Eingang zur Innenstadt. Insgesamt ergibt sich somit zwischen Schoellerbrücke und Geschäftszentrum eine neue Verbindung für Fußgänger und Radfahrer mit einer interessanten Abfolge von Promenaden und drei neuen Plätzen.

In einem ersten Schritt werden jetzt bauliche Anlagen auf der östlichen Seite des Fritz-Keller-Weges sowie das schon lange leerstehende ehemalige Betriebsamt der Bahn an der Josef-Schregel-Straße zunächst auf Schadstoffe überprüft und dann abgerissen.

Poster Südlich Bahn

Innovationsquartier entlang der Bahn

 

Alle Informationen zum Projekt "Innovationsquartier Düren" finden Sie hier!