Masterplan Innenstadt

Kaum ein anderer Ort in Düren bündelt so viele Funktionen städtischen Lebens wie die Innenstadt. Sie dient als Versorgungszentrum nicht nur für die Stadt Düren selbst, sondern für die gesamte Region. Sie ist Wohnort, Arbeitsplatz, Zentrum für Bildung, Kultur und Freizeit und Sitz der Stadt- und Kreisverwaltung.

Die Innenstadt spielt im Alltag der Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle: Sie ist Stadt der Märkte, der kurzen Wege und der Baukultur der 50er Jahre.
Wie in vielen anderen Städten wirken sich Struktur- und Gesellschaftswandel auch in Düren spürbar auf alle Bereiche des städtischen Lebens aus und stellen die Stadtentwicklung vor neue Herausforderungen: 
Eine insgesamt älter werdende Bevölkerung lässt für die Zukunft vor allem für das innerstädtische Wohnen wieder eine steigende Bedeutung erwarten. Zwischen den Randlagen und der Haupteinkaufszone machen sich wachsende  wirtschaftliche Differenzen bemerkbar, sodass auch in diesen Bereichen zunehmend Anpassungsbedarf besteht. Es ist daher umso wichtiger, die Innenstadt kontinuierlich weiter zu entwickeln und zu stärken, um auch zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. 

Der „Masterplan“ ist ein umfassendes städtebauliches Entwicklungskonzept, das alle Bereiche öffentlichen Lebens mit einbezieht und eine Gesamtperspektive für die Entwicklung der Innenstadt aufzeigt. Sowohl für seine Erarbeitung als auch für die Umsetzung der Maßnahmen sind ein integriertes Handeln und eine kooperative Zusammenarbeit mit verschiedensten Akteuren und Betroffenen entscheidend. Gemeinsam mit ihnen und den Bürgerinnen und Bürgern soll an der Entwicklung und Gestaltung der Dürener Innenstadt  gearbeitet werden.

Die Beteiligung erfolgt beispielsweise im Rahmen von Schulprojekten und Arbeitsgruppen sowie dem Innenstadtforum.

 


 

Einzelne Projekte des Masterplans

Baustelleninformation Kaiserplatz

Aktuelle Information 30.04.
Der Busverkehr kehrt zum Kaiserplatz zurück

Die vorgezogenen Asphaltarbeiten in der Zehnthofstraße soweit abgeschlossen, dass die Busspur und damit auch die zentrale Haltestellenanlage auf dem Kaiserplatz wieder genutzt werden können. Ab dem kommenden Montag (04.05.) wird der Busverkehr von der Schenkelstraße wieder zurück auf den Kaiserplatz verlegt.

Mit der Freigabe am Montag sind die Wilhelmstraße, die Zehnthofstraße und der Kaiserplatz auch für den zugelassenen Liefer- und Anliegerverkehr sowie den Radverkehr wieder nutzbar. Die Taxenstände werden zunächst provisorisch zum Beginn der Straße Kaiserplatz (Höhe Haus Nr. 13-15) zurückverlegt.

Da die Arbeiten an der Rathausmauer Zehnthofstraße noch nicht abgeschlossen sind, werden die Busse hier wenige Meter vorher, auf dem Rathausvorplatz, halten. Der Haltestellenbereich auf dem Kaiserplatz vor dem Rathaus zeigt bereits erste Veränderungen. So wurde zwischenzeitlich die südliche Hälfte des Kaiserplatzes mit breiten Aufenthaltsbereichen und großzügigen Haltestellenanlagen neugestaltet. Sämtliche Bushaltestellen sind barrierefrei und mit taktilen Leitelementen versehen. Folgen werden jetzt noch die neuen Fahrgastunterstände sowie das elektronische Fahrgastinformationssystem.

Die anstehenden Arbeiten des 2. Bauabschnitts in den kommenden Monaten konzentrieren sich dann auf die zentrale Platzfläche vor dem Rathaus. Dort wird, nach abgeschlossener Sanierung der großen Freitreppe, eine Brunnenanlage mit Wasserspiel installiert, die an gefaltetes und wieder entfaltetes Papier erinnert. Angelegt werden zudem eine schattenspendende Baumgruppe sowie moderne Lichtstelen, ergänzt mit großzügigen Sitzgelegenheiten.

Der Zugang zum Haupteingang Rathaus ist aber auch in dieser Bauphase immer gewährleistet.

 


 

Der Kaiserplatz wird neu gestaltet

Start des Umbaus: August 2019
Geplante Bauzeit: vsl. 1,5 Jahre
 

Neu auf dem Kaiserplatz:

  • Wasserspiel vor dem Rathaus
  • mehr Sitzgelegenheiten aus hochwertigem Holz
  • Neugestaltung der Bushalteanlage und zwei neue überdachte Wartebereiche
  • Mehr Grün und neue Pflanzbeete
  • Neuer Boden- und Fahrbahnbelag
  • neue Beleuchtung des Platzes, Anstrahlung Rathaus
  • Sanierung der Treppenanlage
  • Papiermotive wie ein Eselsohr als Sitzgelegenheit und eine Papierintarsie in der Platzmitte

Ordnungsmaßnahme Kaiserplatz

Der Kaiserplatz ist einer der zentralen Plätze Dürens. Er spielt eine besondere Rolle für das öffentliche Leben in der Stadt: Der Kaiserplatz ist nicht nur Vorplatz und Entrée des Rathauses, sondern unter anderem auch zentraler Veranstaltungsplatz, zentraler Bushaltepunkt und Eingang zur „Einkaufsinnenstadt“.

Im Integrierten Handlungskonzept Innenstadt Düren aus dem Jahr 2014 wird die Umgestaltung des Kaiserplatzes als eines der zentralen Projekte für die Attraktivierung der Innenstadt erkannt. Der Kaiserplatz bildet zusammen mit dem Marktplatz ein zentrales Platzpaar. Daher wird eine Umgestaltung des Kaiserplatzes und des nördlichen Randbereiches des Marktplatzes im Zusammenhang gesehen.

Neben der Gestaltung der Oberflächen, der Zonierung des Platzes für unterschiedliche Aktivitäten und Aufenthalt, gilt es auch die Lage und Gestaltung der zentralen Bushaltestellen und die Schaffung von besseren Nutzungsmöglichkeiten durch die Gastronomie zu diskutieren, um den Platz besser im Alltagsleben bespielen zu können und eine neue Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Die vielen miteinander konkurrierenden Ansprüche an die Gestaltung und Nutzung des Platzes lassen sich nur im Dialog zu einer tragfähigen Lösung für die nächsten Jahre entwickeln. Daher wurde im August 2016 ein Werkstattverfahren mit drei renommierten Landschaftsarchitekturbüros durchgeführt, um im Dialog mit Akteuren der Innenstadt und interessierten Bürgern Lösungsvorschläge zu entwickelten. Die Planer tauschten an drei Tagen ihre Arbeitsplätze in Berlin und Bochum mit Räumen des Bürgerbüros am Markt 2 und ließen sich von interessierten Bürgerinnen und Bürgern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Nach einer ersten Zwischenpräsentation der Ergebnisse erhielten alle Büros noch einmal 4 Wochen Zeit, um ihre Entwürfe weiter auszuarbeiten.

Nach der öffentlichen Präsentation der Pläne im Innenstadtforum am 4. Oktober tagte schließlich das Auswahlgremium und erklärte den Entwurf des Berliner Büros „Lützow 7“ zum Sieger des Wettbewerbs. Der Entwurf dient nun als Grundlage für die weitere Planung des Kaiserplatzes.

 


 

Umgestaltung Konrad-Adenauer-Park

1. Spatenstich: 05.09.2019, 13.00 Uhr

Geplante Bauzeit: bis Oktober 2020

Hier wird es schön: 
Der Konrad-Adenauer-Park ist die zweitgrößte Grünfläche in der Innenstadt. Die Neugestaltung des Parks behält den klassischen Parkcharakter mit Bäumen, vielen Wegen zum Schlendern und Spazieren und bietet allen Generationen Spaß und Erholung.

Geplante Maßnahmen:

  • Abbruch der maroden Hochemporen und Wiederherstellung der historischen Topografie
  • Erhalt und Schutz des Altbaumbestandes, Anpflanzung von 45 neuen Bäumen
  • Sportbereich mit Multifunktionsspielfeld, Parkour, Calisthenics und Slackline
  • zentraler Platz mit Wasserspiel
  • neue Bänke, Drehliegen und Lümmeldecks
  • neue Spielangebote wie Hangrutsche und Seilbahn
  • Entsiegelung von ca. 900 m² Fläche und Umwandlung in Grünflächen
  • modernes Beleuchtungssystem
  • barrierefreier Umbau der Parkeingänge
  • Kunstraum für Projekte der Realschule Wernersstraße

Der Konrad-Adenauer-Park

Der Adenauerpark ist mit 2,4ha die zweitgrößte Grünfläche im innerstädtischen Bereich von Düren.  Die Parkanlage wurde auf dem ehemaligen katholischen Friedhof der Stadt angelegt, wovon noch heute ein denkmalgeschütztes Hochkreuz sowie eine Grabanlage und der alte Baumbestand zeugen.  In den 70er Jahren erfolgte eine Neugestaltung als Park für ´Jung und Alt´.  An die zeittypischen Spielstationen wie Bodenschach, Holzeisenbahn, etc. erinnert heute nur noch das stark zergliederte Wegesystem.  Prägend für den Park ist des Weiteren eine nicht mehr genutzte Hochempore, die von bis zu 3,50m hohen, baufälligen Sichtbetonwänden eingefasst wird.  Das Ziel der Neugestaltung ist neben der Beibehaltung des klassischen Parkcharakters, die Entsiegelung der Böden durch Schaffung eines strukturierten Wegenetzens und Schaffung von Nutzungsbereichen für alle Generationen.

Der Schwerpunkt der Umbaumaßnahmen ist der Rückbau der baufälligen Sichtbetonwände und die Wiederherstellung der historischen Topographie mit einer sanft abfallenden Wiesenfläche.  Insgesamt werden 900 Quadratmeter Flächen entsiegelt und in Grünflächen umgewandelt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Erhalt und Schutz des alten Baumbestandes, wofür z.B. ca. 20m Wurzelbrücken eingebaut werden.  Zusätzlich werden ca. 45 Bäume neu gepflanzt und ca. 750 Quadratmeter Gräser-und  Staudenflächen angelegt.

Das Wegesystem wird verschlankt und die Eingänge barrierefrei umgestaltet.  Die Wege werden als 3,0m breite Asphaltflächen mit feinsplittiger Oberflächenbeschichtung und modernen Cortenstahl-Einfassungen ausgeführt.

Resultierend aus der Bürgerbeteiligung wird der Park in zwei Bereiche gegliedert (Ruhe und Erholung + Sport und Spiel) und den heutigen Nutzungsansprüchen aller Altersgruppen angepasst.

Der vorhandene Spielplatz wird durch eine Seilbahn, Hangrutsche, Trampolin und Spielezaun aufgewertet.  Daneben entsteht ein Sportbereich mit Multifunktionssportfeld für Fußball und Basketball, sowie Bereiche für Calesthenics, Parkour und Slackline.

Der Park erhält zusätzlich einen zentralen Platz mit einem Wasserspiel als prägendes Element.  Das Wasserspiel wird als radialer Arkadengang aus Sichtbetonstützen und einem schwebenden Metallprofil angelegt aus dem ein 2,75m hoher Wasservorhang in eine Rinne fällt.  In der Verlängerung der einmünden Wege wird der Wasservorhang unterbrochen, so dass die Wege mitten durch das Wasserspiel führen.

Zusätzlich erhält der Park ein modernes Beleuchtungssystem und unterschiedliche Sitzmöglichkeiten von Bänken, Drehliegen bis hin zu Lümmeldecks.

Der Umbau des Parks wird mit 850.000,00 € über das Förderprogramm “Zukunft Stadtgrün“ gefördert. Weitere Förderungen wurden über den Masterplan Innenstadt Düren beantragt.