Soteria Battery Innovation

Soteria Battery Innovation – Center of Excellence Düren
Batterien sind aus dem heutigen Leben nicht wegzudenken. Zahlreiche Anwendungen ziehen hieraus ihren Strom – von Drohnen bis Elektroautos ist alles dabei. Der Markt für Batterien wächst in den letzten Jahren rasant. Beim Einsatz mancher Batterie-Arten sind Sicherheitsaspekte von hoher Bedeutung: durch eine Überhitzung beim Auftreten von Fehlern oder Gewalteinwirkung durch Unfälle kann es zu einer „Thermal Runaway-Reaktion“ kommen. Die Batterie fängt an zu brennen und oder explodiert sogar! Wie die Produkte bei ihrem Einsatz sicherer gemacht werden könnten, damit beschäftigt sich das technologie-orientierte Start-up Soteria Europe GmbH.
Im Rahmen des Projektes "Soteria Battery Innovation – Center of Excellence Düren" ist beabsichtigt, in Düren ein Center of Excellence mit Pilotanlagen zu errichten, um dort wichtige Komponenten für die Herstellung von Lithiumionen-Batterien weiterzuentwickeln. Federführend agiert hier die Soteria Europe GmbH, die sich als deutsche Tochterfirma der Soteria Battery Innovation Group Inc., USA, im Herbst 2021 in Düren angesiedelt hatte. Soteria's Zellarchitektur verbessert die Sicherheit auf Zellebene und erlaubt, dass die die Lithiumionen-Zellen und -Batterien auch nach massiver äußerlicher Gewalteinwirkung noch funktionstüchtig sind. Über eine solche neuartige Sicherheitstechnologie können wesentlich sicherere und haltbarere Lithiumionen-Zellen ermöglicht werden. Bereits ein Konsortium mit rund 125 Mitgliedern hat sich weltweit im Rahmen eines modernen Open-Innovation-Ansatzes zusammengeschlossen („Soteria-Konsortium“), um auf dieser Basis individuell weiterzuforschen.

Nicht nur sicherer, sondern auch Metall- und CO2-sparender!
Warum ist die Soteria-Technologie sicherer – was passiert technisch genau? Die Soteria-Technologie basiert auf zwei Produkten: einem nano- und mikrofaser-basierten Separator mit extrem guter thermischer Stabilität, der auch bei Temperaturen über 300°C nicht schmilzt oder schrumpft. Zweitens kommt ein Stromsammler auf Basis metallisierter Polymerfilme zum Einsatz, der im Falle eines Kurzschlusses in der Batteriezelle den sofortigen Stopp des Energieflusses in die Zelle bewirkt und damit wie eine eingebaute Sicherung wirkt. Damit wird die thermische Runaway-Reaktion, die zu Brand und Explosion führen kann, unterbunden.
Die Verwendung dieser Technologie eröffnet Potential für Gewichts- und Kostenreduktion bei Batterien: durch eine erhöhte Sicherheit bereits auf Zellebene kann möglicherweise der Anteil an Sicherheits-Technologie außerhalb der Zelle reduziert werden; eine Studie des Instituts für Textilwirtschaft der RWTH Aachen bekräftigt einen geringeren CO2-Fußabdruck von Batterien mit Soteria-Technologie.   

Geschäftsfelder mit Zukunft
Das Center of Excellence soll Teil der regionalen wie bundesdeutschen Wertschöpfungskette Lithiumionen-Batterie werden und zukünftig auch einen Beitrag zur Europäischen Lieferkette leisten. Dadurch wird die Entwicklung von neuen Produkten und zukunftsfähigen Geschäftsfeldern im Rheinischen Revier unterstützt. Ferner wird die Region attraktiver für Neuansiedlungen im Bereich Batterietechnologie und Elektromobilität und zur Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen im Rheinischen Revier.
Es besteht eine gute Chance, dass zusammen mit den Institutionen der RWTH, des Forschungszentrums Jülich, der Forschungsfabrik Batterie in Münster und dem Aldenhoven Testing Center ein attraktives Ökosystem für Unternehmen der Batterieproduktion und Elektromobilität im Revier entsteht.