16.11.1944

Dürens schwärzester Tag

Zerstörtes DürenNach der Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 gelang den alliierten Verbänden die Eroberung der von den deutschen Truppen besetzten Gebiete in Frankreich und Belgien ohne große Widerstände. Erst auf deutschem Reichsgebiet hinter dem Westwall konnten die deutschen Streitkräfte starke Riegelstellungen aufbauen, an denen die alliierten Vormarschbewegungen Mitte September zum Stocken kamen.
Der Hürtgenwald wurde zum Schauplatz erbitterter Kämpfe, in denen zwischen September 1944 und Februar 1945 um jeden Meter Boden gerungen wurde. Die Zahl der auf beiden Seiten in diesem Stellungskrieg gefallenen Soldaten wird heute auf ca. 44.000 geschätzt (Alliierte ca. 32.000/Deutsche ca. 12.000).

Eine Konferenz der alliierten Befehlshaber beschloss am 18. Oktober 1944 in Brüssel eine neue Offensive, um noch vor dem Einsetzen des Winterwetters den Rhein und die Ruhr zu erreichen.
Die Überquerung der Rur hatte man dabei als erste Angriffsphase festgelegt, sie erhielt den Decknamen "Operation Queen". Um den Erfolg der Offensive zu gewährleisten, wurde der größte Luftangriff des Zweiten Weltkriegs zur unmittelbaren Unterstützung der Bodentruppen vorbereitet. Ziel war die Unterbrechung der Straßenverbindungen und der Nachschubwege für die deutschen Verbände.
Nach mehrmaliger Verschiebung wurde als Angriffsdatum der 16. November festgelegt.

Am frühen Nachmittag dieses Tages begann im Rahmen der Operation Queen der verheerende Großangriff des britischen Bomber Command, der strategischen Luftstreitmacht der Royal Air Force, die mit 1.122 Flugzeugen und 5.736 to Bomben innerhalb von 20 Minuten die Städte Düren, Jülich und Heinsberg total verwüstete.
Der Luftangriff auf die Dürener Innenstadt begann um 15:23 Uhr und endete nach 21 Minuten um 15:44 Uhr. Von 474 Flugzeugen der 1., 5. und 8. Group des Bomber Command der Royal Air Force wurden 2.751,9 to Bomben abgeladen (5.477 Sprengbomben einschließlich 117 Luftminen zu je 1.800 kg = 2.471 to, 148.980 Brandbomben = 270 to und 95 Zielmarkierer = 10,9 to).

Keines dieser Flugzeuge wurde von der deutschen Wehrmacht abgeschossen, die Alliierten hatten zu diesem Zeitpunkt die unbestrittene Luftherrschaft im Westen.
Der Angriff auf Düren brachte 3.126 Menschen den Tod. Diese Zahlenangabe basiert auf eingehenden, zehn Jahre später von der Stadtverwaltung Düren angestellten Untersuchungen.
Der größte Teil der überlebenden Bevölkerung floh aus der brennenden Ruinenlandschaft; die Stadt Düren wurde am 19. November auf Anordnung des Reichsverteidigungskommissars geräumt.
Die erwartete Wirkung der schweren Bombenangriffe blieb für die Alliierten aus. Der Hauptgrund wird dem Umstand zugeschrieben, dass der
Sicherheitsabstand des Zielgebietes von den amerikanischen Linien zu groß war und die deutschen Truppen in den vordersten Stellungen kaum getroffen wurden.
Die deutschen Verbände leisteten nicht nur in ihren Verteidigungsstellungen entlang der Rur erbitterten Widerstand, sondern starteten darüber hinaus am 16. Dezember 1944 eine Großoffensive in den Ardennen, die erst Mitte Januar 1945 von den Alliierten niedergeworfen wurde. Insgesamt waren dabei auf beiden Seiten ca. 37.000 Gefallene und ebensoviele Vermisste zu beklagen.
Der Vorstoß an den Rhein war damit vorerst gescheitert. Erst am 25. Februar 1945 gelang es den Alliierten, die Rur zu überschreiten, die Ruinen von Düren einzunehmen und anschließend weiter ostwärts vorzurücken.

Quelle

Hans J. Domsta, Düren 1940-1947. Krieg, Zerstörung, Neubeginn. Eine Dokumentation aus Tagebüchern, Briefen, Akten und Berichten der Zeit. Mit einem Beitrag von Heinz Engelen. Düren 1994 (=Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes, Bd. 21), passim.

 


 

Berichte

Zeitungsberichte

Bombenteppiche an der Rur
Aachener Nachrichten, 17.11.1948

Bombenteppiche an der Rur Aachener Nachrichten, 17.11.1948

"Meisterbomber lenkten den Angriff"
Dürener Nachrichten, 16.11.1954

Meisterbomber lenkten den Angriff

Eine Stadt im Plan-Quadrat des Todes
Dürener Zeitung, 14.11.1964

Eine Stadt im Plan-Quadrat. Des Todes Dürener Zeitung, 14.11.1964

Streng geheime Aufzeichnungen belegen:
Die Engländer legen den Bombenteppich
Dürener Nachrichten, 15.11.1980

Streng geheime Aufzeichnungen belegen: Die Engländer legen den Bombenteppich Dürener Nachrichten, 15.11.1980

Bericht des damaligen Bürgermeisters

Bürgermeister Dr. Küper als örtlicher Luftschutzleiter berichtet dem Befehlshaber der Ordnungspolizei in Kaiserswerth über den Luftangriff am 16. November 1944 und über die bis zum 20. November 1944 erfolgten Ereignisse und Maßnahmen.

Stadtarchiv Düren, Akte B 168.

Düren, den 21.11.1944
Bunker "Schöne Aussicht"
An der Landstraße Köln-Düren.

Betr.: Luftangriff am 16.11.1944
Übersichtsmeldung bis einschl. 20.11.1944

Am 16.11.1944 gab die örtl. Luftschutzleitung um 11:00 Uhr Fliegeralarm. Starke feindliche Kampfverbände kreisten im Raume Düren - Eschweiler - Jülich und warfen dort laufend Bombenteppiche. Gleichzeitig lag schwerstes Artilleriefeuer auf dem vorgenannten Raum und auf dem Stadtgebiet Düren. Um 15:26 Uhr meldeten die Beobachter starke Anflüge von Südwesten her, im selben Augenblick wurde eine rote Leuchtkaskade abgeworfen, die auf das Dach der Unterkunft des Kommandos der Schutzpolizei, Kaiserplatz 18, fiel und den Dachstuhl in Brand setzte. Um 15:27 Uhr fielen die ersten Bomben auf das Kommandogebäude und nächste Umgebung. Alsdann setzte ein Bombardement unvorstellbaren Ausmaßes ein, das bis 16:03 Uhr anhielt. Die Auswirkungen waren schwerster Art. Die örtl. L[uft]S[chutz].-Leitung, alle Dienststellen der Polizei, alle städtischen Dienststellen sowie staatliche und militärische Dienststellen wurden vollständig zerstört und das Personal restlos verschüttet. Die ört. LS.-Leitung, beide Polizeireviere und noch einige andere Dienststellen konnten sich nach großen Anstrengungen von innen heraus selbst befreien. Mit zerrissenen Uniformen und teilweise unvollständig bekleidet erreichten die Beamten das Freie. Die gesamte Ausrüstung der Beamten ging verloren, einige Karabiner konnten nachträglich ausgegraben werden. Die Fahrzeuge der Polizei, die an drei verschiedenen Stellen untergebracht waren, wurden größtenteils völlig zerstört, der Rest schwer beschädigt. Die gesamte Innenstadt im Ausmaße von 3 Quadratkilometern bildet ein Trichterfeld.

Von den insgesamt vorhandenen rund 9.000 Gebäuden sind mehr als 7.000 restlos zerstört, alle anderen sind mehr oder weniger schwer beschädigt. Es wurden Bombentrichter festgestellt bis zu 10 Meter Tiefe und 25-30 Meter Durchmesser. Der Angriff wurde von mindestens 600 viermotorigen Bombern durchgeführt. Sofort nach ihrer Befreiung ließ die örtl. LS.-Leitung mit dem Rest der ihr verbliebenen Kräfte und mit tatkräftiger Unterstützung der Zivilbevölkerung die Bergungsarbeiten aufnehmen. Gleichzeitig wurde ein Kurier mit Kraftrad nach Kaiserswerth entsandt, außerdem wurde von Titz aus fernmündlich Meldung nach Kaiserswerth gegeben.

Noch im Laufe der Abendstunden wurden hunderte Verschüttete lebend geborgen. Genaue Zahlenangaben hierüber können nicht gemacht werden.

Von Stunde zu Stunde dehnten sich die Brände zu einem einzigen Flächenbrande aus. Dichte schwere Rauchschwaden machten einen weiteren Aufenthalt im Stadtgebiet unmöglich. Die örtl. LS.Leitung beabsichtigte, am nordostwärtigen Stadtrand von Düren eine Befehlsstelle einzurichten. Dies stellte sich aber als unzweckmässig heraus, weil der starke Südwestwind die Rauchschwaden nach Nordosten trieb und ein Eindringen in die Stadt von dieser Seite unmöglich machte. Darauf verlegte sie ihre Befehlsstelle in das Rathaus Birkesdorf, der Ort gehört als 3. LS.-Revier zum LS.-Ort Düren.

Ab 0:30 Uhr rollten die vom BdO. in Marsch gesetzten Kräfte in Birkesdorf an und wurden von dort aus eingesetzt.

Am 17.11.44 wurde die LS.-Leitung zum Bunker >>Schöne Aussicht<< an der Straße Köln - Düren verlegt, von wo aus der Einsatz ungestört erfolgen konnte, da der Flächenbrand inzwischen abgeklungen war.

Die Arbeit der Einsatzkräfte wurde durch Artilleriebeschuß und Tiefflieger stark behindert. Außerdem explodierten anhaltend Langzeitzünder.

Am 20.11.44 um 8:15 Uhr wurden bei Bergungsarbeiten an der Reichspost durch Langzeitzünder 4 Angehörige der 3. I.-Bereitschaft Duisburg getötet und 7 verletzt bzw. verschüttet. Ferner wurde ein Angehöriger der LS.-Abtlg. mot. 23 Essen durch Tiefflieger schwer verletzt.

Das Ergebnis der eingesetzten I.-Dienstkräfte bis einschließlich 20.11.44 ist folgendes:

1) lebend geborgen ............................ 17
2) tot geborgen .................................... 119

 

Die Zahl der noch Verschütteten wird auf mehr als 2.000 geschätzt. Die eingesetzten I-Dienstkräfte reichen für die noch zu leistenden Bergungsarbeiten nicht aus. Die Bevölkerung hat sich in der Hauptsache in den Luftschutzräumen ihrer Häuser aufgehalten. Dadurch muß jeder Keller freigelegt werden. Die verhältnismäßig geringe Zahl der bisher von den
I.-Dienstkräften geborgenen Personen ist auf diesen Umstand zurückzuführen.

Die San.-Bereitschaften haben bis einschl. 20.11.44  270 Verwundete verbunden und transportiert.

Verluste:
Polizei: 1 Gefallener, 4 Vermißte.
Frw.Feuerw.: 1 Gefallener, 20 Vermißte.
TN:   6 Vermißte

 

Wegen der Frontnähe war die Aufräumung die vordringlichste Aufgabe. Am 17.11.44 wurden unter dem Kommando des SA.-Sturmbannführers Rutkowski 1.800 Ostarbeiter eingesetzt. Die Arbeiten gingen schnell vonstatten, so daß am 18.11.44 der Verkehr durch Düren teilweise durchgeleitet werden konnte. Am Abend des 20.11.44 waren alle Hauptverkehrsstraßen aufgeräumt. Die Beschilderung der Durchgangsstraßen ist behelfsmäßig durchgeführt. Die Arbeit des Sturmbannführers Rutkowski verdient besondere Anerkennung.

In der Anlage füge ich den Bericht des Einsatzführers des I.Dienstes, Abtl.-Führers Richter, bei. Die ruhige und umsichtige Leitung des I.-Dienstes durch den Abtl.-Führer Richter wird besonders hervorgehoben.

[Paraphe von Bürgermeister Küper]

Druck: Hans J. Domsta, Düren 1940-1947. Krieg, Zerstörung, Neubeginn. Eine Dokumentation aus Tagebüchern, Briefen, Akten und Berichten der Zeit, Düren 1994, S. 162 f.

 


 

Katholische Pfarrkirche St. Anna

Die dreischiffige, gotische Basilika mit ältesten Teilen aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts und mit dem der Westfront eingegliederten 100 m hohen Glockenturm war der bedeutendste Sakralbau der Stadt.
Nach der Zerstörung 1944 erfolgte der Neubau in den Jahren 1954-1956 in Bruchsteinbauweise nach einem Entwurf von Rudolf Schwarz.
Der abgerückte Glockenturm an der Südostecke wurde im April 1964 fertiggestellt.

Vorkriegszeit
Die Annakirche in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Annakirche

Wiederaufbau
Die Annakirche nach ihrem Wiederaufbau

Heute
Die Annakirche heute.

 

 

Anna-Säule

Die Sandsteingruppe der heiligen Anna mit Marienkind wurde 1884 auf dem Platz Altenteich/Weierstraße errichtet anlässlich des 60-jährigen Priesterjubiläums von Dechant Vaßen (Entwurf vom Kölner Architekten Heinrich Wiethase, Gestaltung vom Kölner Bildhauer Edmund Renard).

Vorkriegszeit
Die Anna-Statue in der Vorkriegszeit. 

Zerstörung
Zerstörte Anna-Statue

Wiederaufbau
Die Anna-Statue während der Wiederaufbauzeit

Heute
Die Anna-Statue heute

 

 

Krämergasse

Am Ende der Kämergasse in Richtung Altenteich unterhielt der Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit seit 1843 eine "Kleinkinderbewahranstalt". 1904 wurde hier nach den Plänen des Aachener Architekten Sieben ein Neubau errichtet. Auf dem Gelände stehen seit dem Wiederaufbau Gebäude des sozialen Wohnungsbaus in der Trägerschaft des Dürener Bauvereins.

Vorkriegszeit
Die Kämergasse in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Kämergasse

Wiederaufbau
Die Kämergasse nach dem Wiederaufbau

Heute
Die Kämergasse heute

 

 

Kaufhof

Das Warenhaus Leonhard Tietz AG wurde auf dem früheren Gelände der in die Aachener Landstraße verlegten Tuchfabrik Leopold Schoeller & Söhne an der Ecke Wirtel-/Bismarckstraße erbaut und am 5. November 1912 eingeweiht. 1933 Enteignung der jüdischen Familie Tietz durch die Nationalsozialisten und Umwandlung in Westdeutsche Kaufhof AG (1929 hatte die Leonhard Tietz AG 43 Kauf- und Warenhäuser im gesamten Reich umfasst). Nach der Zerstörung 1944 wurde die Dürener Kaufhof-Filiale am 22. November 1949 wiedereröffnet.

Vorkriegszeit
Das Warenhaus Leonhard Tietz AG in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörtes Warenhaus Kaufhof

Wiederaufbau
Das Warenhaus Kaufhof nach dem Wiederaufbau

Heute
Das Warenhaus Kaufhof heute

 

 

Kölnplatz

Seit der Einweihung am 27. Oktober 1909 stand der Wasserturm mit seinen imposanten Arkaden- und Fontänenanlagen als eines der bekannten Wahrzeichen der Stadt auf dem Kölnplatz. Nach der Einnahme der Stadt Düren durch alliierte Truppen am 23. Februar 1945 wurde der Wasserturm am darauf folgenden Tag durch deutsche Verbände im Zuge des Rückzugs gesprengt. Der Friedrich-Ebert-Platz (Umbenennung 1950) ist heute einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt Düren.

Vorkriegszeit
Der Kölnplatz in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörter Kölnplatz

Wiederaufbau
Der Kölnplatz in der Wiederaufbauzeit

Heute
Luftaufnahme des heutigen Friedrich-Ebert-Plaztes (früher Kölnplatz)

 

 

Kölnstraße

In der seit Mitte des 14. Jahrhunderts belegten Straße stand das 1361 erstmals erwähnte Kölntor, das 1817 abgebrochen und durch ein als Torbau gebautes Wohnhaus ersetzt wurde. 1884 erfolgte der Abbruch dieses jüngeren Kölntores. Vom Markt bis zur Pletzergasse ist die Kölnstraße heute zur Fußgängerzone ausgebaut.

Vorkriegszeit
Die Kölnstraße in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Kölnstraße

Wiederaufbau
Die Kölnstraße nach dem Wiederaufbau

Heute
Die Fußgängerzone in der Kölnstraße heute

 

 

Leopold-Hoesch-Museum

Das am 8. November 1905 eingeweihte neobarock-jugendstilhafte Gebäude (Architekt Georg Frentzen, Aachen) ist eine Stiftung der Erben des 1899 verstorbenen Dürener Industriellen Leopold Hoesch. Nach der Instandsetzung des schwer beschädigten Museums erfolgte im Oktober 1950 die Wiedereröffnung.

Vorkriegszeit
Das Leopold-Hoesch-Museum in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörtes Leopold-Hoesch-Museum

Wiederaufbau
Hoeschplatz mit Leopold-Hoesch-Museum in der Nachkriegszeit

Heute
Das Leopold-Hoesch-Museum heute

 

 

Marienkirche

Im Jahre 1459 gründeten Franziskaner an der Stelle der heutigen Marienkirche ein Kloster. 1832 wurde die Klosterkirche zur Pfarrkirche der neu errichteten Gemeinde St. Marien bestimmt. Das Kirchengebäude wurde zwischen 1913 und 1915 erweitert bzw. umgebaut und erhielt einen mächtigen Turm. Nach der Zerstörung 1944 konnte bereits 1949 der Kirchenneubau geweiht werden.

Vorkriegszeit
Die Marienkirche in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Marienkirche

Wiederaufbau
Luftansicht des Hoeschplatzes mit der wiederaufgebauten Marienkirche.

Heute
Die Marienkirche heute

 

 

Markt

Vor der Zerstörung war der Markt zentraler Platz der Stadt mit regem Straßenbahnbetrieb. Das Rathaus ging im Kern auf das Mitte des 16. Jahrhunderts errichtete alte Gebäude zurück. An der Nordseite des Platzes wurde 1857 eine Mariensäule errichtet. Nach der Zerstörung erfolgte der Neubau des Rathauses auf dem Kaiserplatz. An der Stelle des alten Rathauses auf dem Markt errichtete die Städtische Sparkasse 1954 dort ihr Hauptgebäude. Eine neue Mariensäule wurde 1957 enthüllt.

Vorkriegszeit
Rathaus auf dem Markt in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörter Marktplatz

Wiederaufbau
Der Marktplatz in den 60er Jahren

Heute
Der Markt heute mit Bürgerbüro

 

 

Martin-Luther-Schule

Die evangelische Volksschule wurde auf dem Gelände des ehemaligen Stadtschulgartens am Ursulinenplatz erbaut (Architekt Johannes Huff) und am 28. April 1908 eingeweiht. Am 20. Dezember 1954 wurde der Neubau der Martin-Luther-Schule an der Wernersstraße bezogen, heute Städt. Gemeinschaftsgrundschule.

Vorkriegszeit
Die Martin-Luther-Schule in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Martin-Luther-Schule

Wiederaufbau
Die Martin-Luther-Schule nach dem Wiederaufbau

Heute
Die Martin-Luther-Schule heute

 

 

Muttergotteshäuschen

Die im November 1420 erstmals erwähnte, Muttergotteshäuschen genannte Kapelle liegt am südöstlichen Stadtrand Dürens. Am 14. Oktober 1895 wurde ein größerer Neubau in der Nähe des alten Muttergotteshäuschens eingeweiht. Nach umfangreichen Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurden beide Kapellen neu errichtet bzw. renoviert.

Zerstörung
Zerstörtes Muttergotteshäuschen

Wiederaufbau
Das Muttergotteshäuschen nach dem Wiederaufbau

Heute
Das Muttergotteshäuschen heute

 

 

Ostschule

Das von Heinrich Dauer entworfene Lehrerseminar am Blücherplatz wurde am 16. November 1912 eingeweiht und bis 1925 genutzt. Ab dann nahm hier die Volksschu-le Düren-Ost mit einem jeweils achtstufigen Mädchen- und Jungensystem den Unterrichtsbetrieb auf. Im Mai 1951 waren die Kriegsschäden beseitigt. Nach wechseln-den Nutzungsarten hat seit Herbst 1987 die Heinrich-Böll-Gesamtschule hier ihren Standort.

Vorkriegszeit
Die Ostschule in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Ostschule

Wiederaufbau
Luftaufnahme der Ostschule nach dem Wiederaufbau

Heute
Die Ostschule heute

 

 

Peschschule

Ostern 1878 wurde der Unterricht in der als Elementar- und Zeichenschule geplanten Peschschule aufgenommen, Architekt Julius Raschdorff, Stadtbaumeister in Köln, Erbauer des Berliner Domes. Schon am 30. April 1944 durch einen Fliegerangriff beschädigt, wurde die Schule am 16.11.1944 total zerstört. Am 28. April 1954 konnte der Neubau an der Ecke Peschstraße/Franziskanerstraße bezogen werden.

Vorkriegszeit
Die Peschschule in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Peschschule

Wiederaufbau
Die Peschschule nach dem Wiederaufbau

Heute
Die Peschschule heute

 

 

Pleußmühle

Die wegen ihrer Lage neben dem Holztor früher Holzmühle genannte Getreidemühle wurde bereits 1261 erwähnt. Der heutige Name geht auf die letzte Besitzerfamilie zurück, die die Mühle fast 200 Jahre lang bis 1969 betrieb. Das Gebäude wurde nach der Zerstörung 1944 Anfang der 1950er Jahre neu errichtet und zwischen 1988 und 1991 zu einem kulturellen Kommunikationszentrum (heute KOMM) ausgebaut. Der Lokalsender "Radio Rur" hat hier seit 1992 seinen Sitz.

Vorkriegszeit
Die Pleußmühle in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Pleußmühle (Markierung)

Wiederaufbau
Die Pleußmühle in der Wiederaufbauzeit

Heute
Die Pleußmühle heute

 

 

St.-Angela-Schule

Der Ursulinenorden, seit 1681 in Düren ansässig, bekennt sich in seinem Leitbild zur Erziehung und Unterrichtung der weiblichen Jugend. 1918 erwarben die Ursulinen die Villa des Dürener Fabrikanten Gustav Stein in der Bismarckstraße und bauten sie für ihre Zwecke um.
Im Mai 1951 konnten die Ursulinen mit ihren Schülerinnen in das wieder aufgebaute Gebäude einziehen. In der Folgezeit wurden dort weitere Schulbauten der St.-Angela-Schule errichtet. Die im Januar 2000 gegründete St.-Angela-Schulgesellschaft mbH unterhält heute in der Bismarckstraße eine Realschule und ein Gymnasium.

Zerstörung
Zerstörte St.-Angela-Schule

Wiederaufbau
Die Angelaschule nach ihrem Wiederaufbau

Heute
Die St.-Angela-Schule heute

 

 

Stadttheater

Als Stiftung von Eberhard Hoesch wurde das Stadttheater am 17. Januar 1907 auf dem Hoeschplatz eingeweiht. Es erlebte seine Blütezeit zwischen 1937 und 1944 unter der Intendantin Dr. Erna Schiefenbusch mit einem eigenem Ensemble. Nach der Zerstörung 1944 verfiel die Ruine immer mehr und wurde schließlich im Mai 1952 abgerissen. Ein Theaterneubau kam in der Folge auf dem Hoeschplatz nicht zum Tragen.

Vorkriegszeit
Das prachtvolle Stadttheater

Zerstörung
Zerstörtes Stadttheater

Wiederaufbau
Zu einem Wiederaufbau des Stadttheaters ist es nie gekommenZu einem Wiederaufbau des Stadttheaters ist es nicht gekommen. Nach der Zerstörung verfiel die Ruine immer mehr und wurde schließlich im Mai 1952 abgerissen.

 

Südschule

Die vom Architekten Johannes Huff geplante Südschule wurde als zwölfklassige Volksschule am 17. September 1900 bezogen. Die Einweihung der im Stil des Vorgängerbaus wieder aufgebauten Südschule erfolgte am 4. Juli 1952.

Vorkriegszeit
Die Südschule in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Südschule

Wiederaufbau
Die Südschule nach dem Wiederaufbau

Heute
Die Südschule heute

 

 

Wirtelstraße

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Wirtelstraße zur Hauptgeschäftsstraße der Stadt. Im November 1974 erfolgte der Ausbau zur Fußgängerzone von der Kleinen Zehnthofstraße bis zur Kölnstraße.

Vorkriegszeit
Die Wirtelstraße in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Wirtelstraße

Wiederaufbau
Die Wirtelstraße in der Wiederaufbauzeit

Heute
Die Wirtelstraße heute

 

 

Wirteltorplatz

Das 1392 erstmals erwähnte Wirteltor war eines von fünf Dürener Stadttoren. 1834 wurde es abgebrochen. 1926 beschloss der Stadtrat die Bezeichnung des Platzes nach dem ehemaligen Wirteltor. Mit der Einrichtung einer Fußgängerzone zwischen Wirteltorplatz und Einmündung Kuhgasse folgte man im Mai 1988 den Bedürfnissen der modernen Stadtgestaltung.

Vorkriegszeit
Der Wirteltorplatz in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörter Wirteltorplatz

Wiederaufbau
Der Wirteltorplatz nach dem Wiederaufbau

Heute
Der Wirteltorplatz heute

 

 

Zehnthofstraße

Auf dem Gelände 1865 des abgebrochenen Zehnthofes wurde 1888 mit dem Neubau des bisher im Kapuzinerkloster am Altenteich untergebrachten Stiftischen Gymnasiums begonnen; Einweihung am 21. April 1891. Nach der Zerstörung 1944 erfolgte hier der Neubau der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse, heute Sparkasse Düren.

Vorkriegszeit
Die Zehnthofstraße in der Vorkriegszeit 

Zerstörung
Zerstörte Zehnthofstraße

Wiederaufbau
Die Zehnthofstraße in der Wiederaufbauzeit

Heute
Die Zehnthofstraße heute