Lärmschutz

Umgebungslärm

Bei Umgebungslärm handelt es sich um belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden. Dazu zählt der sich ausbreitende Lärm in dem Bereich von Straßen, Schienenstrecken und Flughäfen, sowie Lärm der von Industrie- und Gewerbeanlagen ausgeht.

Aufgrund dieser Erkenntnisse hat sich die EU bereits vor vielen Jahren des Themas „Lärm“ angenommen - mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie (2002/49/EG). In einem Turnus von 5 Jahren müssen die Kommunen hiernach entsprechend den Lärmkartierungen Lärmaktionspläne erstellen bzw. bestehende Lärmaktionspläne überprüfen und ggf. überarbeiten. Ziel dieser Pläne ist es, vorhandene Lärmprobleme zu analysieren und gegebenenfalls zu beheben, sowie ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms zu schützen.

 


 

Lärmaktionsplan Stufe 4

Ziel der Lärmaktionsplanung der Stadt Düren ist es, vorhandene Lärmprobleme für Hauptverkehrsstraßen zu analysieren und gegebenenfalls zu beheben sowie ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms zu schützen.

Mit der im Jahr 2023 gestarteten Stufe 4 der Lärmaktionsplanung sind Länder und Kommunen aufgefordert, bis 18. Juli 2024 erneut die Lärmsituation in Ihrem Stadtgebiet zu analysieren. Die Pflicht besteht grundsätzlich für Ballungsräume sowie Orte in der Nähe von Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen. Die Lärmkartierung ist ein wichtiges Instrument, um Lärmbelastungen großflächig darzustellen und Lärmschwerpunkte zu ermitteln.

In Nordrhein-Westfalen sind die Städte und Gemeinden für diese Aufgaben zuständig, mit Ausnahme der Lärmaktionsplanung an Haupteisenbahnstrecken des Bundes. Dort ist das Eisenbahn-Bundesamt für die Maßnahmen in Bundeshoheit zuständig.

Bei der Lärmkartierung wird die Lärmbelastung in Dezibel (dB(A)) entlang von Haupteisenbahnstrecken, Hauptverkehrsstraßen und/oder Flughäfen erfasst und Betroffenenstatistiken erstellt. In den gewonnenen Lärmkarten wird die entstehende Lärmbelastung farbig und flächenhaft dargestellt.

Für die Lärmkartierung entlang der Schienenwege des Bundes liegt die Zuständigkeit beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Die Lärmkartierung entlang der Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen im Raum Düren wurden durch das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) vorgelegt.

Die neuen Lärmkarten für die Stadt Düren sind kürzlich veröffentlicht worden und unter https://www.umgebungslaerm.nrw.de/laermkartierung einzusehen. Die Lärmkartierung in Düren stellt, wie gesetzlich vorgeschrieben, die Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von über 3 Mio. Fahrzeugen im Jahr dar.

Nähere Einzelheiten zu den Ergebnissen der Lärmkartierung können dem folgenden Dokument entnommen werden.

Ergebnisse Lärmkartierung.pdf

 


 

Öffentlichkeitsbeteiligung

Die frühzeitige und effektive Beteiligung und Einbindung der Öffentlichkeit ist ein zentrales Element für die Erstellung des Lärmaktionsplanes. Zunächst geht es in der jetzt beginnenden ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung um die Abfrage der subjektiven Bewertung der Lärmbelastung und damit um folgende Fragestellungen:

  • Wo in der Stadt fühlen Sie sich besonders von Verkehrslärm beeinträchtigt?
  • Was trägt am meisten zu der entsprechenden Lärmbelastung bei?
  • Haben Sie Anregungen, wie der Lärm reduziert werden könnte?
  • Welche Bereiche in der Stadt empfinden Sie als besonders ruhig und erholsam?

Die Beteiligung erfolgt in zwei Phasen. Grundlage für die hier laufende erste Phase ist die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV NRW) erstellte aktuelle Lärmkartierung: https://www.umgebungslaerm.nrw.de/laermkartierung

Die Stadt Düren hat bereits zur 3. Runde der Lärmaktionsplanung einen Lärmaktionsplan aufgestellt, der in Verbindung mit den neuen Lärmkarten überprüft wird.
Lärmaktionsplan III.pdf

Anregungen zur Lärmaktionsplanung der Stufe 4 können bis in der Zeit vom 01. Dezember 2023 bis zum 08. Januar 2024 schriftlich oder per E-Mail an tiefbauamt@dueren.de eingereicht werden. Alternativ können die entsprechenden Lärmkarten auch im Rathaus Düren, Kaiserplatz 2-4 Raum 005 eingesehen werden.

Die Ergebnisse der Beteiligungen werden gesammelt, ausgewertet und bei der Erstellung des Planentwurfs bzw. der Überprüfung des Lärmaktionsplans berücksichtigt. Das bedeutet, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Anregungen erfolgt. Die Anregungen müssen jedoch nicht zwingend in die Lärmaktionsplanung einfließen.

Im Frühjahr 2024 findet die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung mit dem Entwurf des Lärmaktionsplans statt. Nach Auswertung der Eingaben aus dieser Phase wird der Lärmaktionsplan aufgestellt und bekannt gegeben.

Weitere Informationen können Sie über die Ansprechpartner des Amtes für Tiefbau und Grünflächen sowie der Umweltabteilung des Amtes für Stadtentwicklung erhalten.

 


 

Schienenverkehr

Aktuell überabreitet das Eisenbahn-Bundesamt seinen Lärmaktionsplan. Die Lärmaktionsplanung besteht aus zwei Beteiligungsphasen. Die Teilnahme an der ersten Phase der Lärmaktionsplanung ist bereits beendet. Hier konnten Bürgerinnen und Bürger Auskünfte zu Ihrer individuellen Lärmsituation geben und sich zu den Auswirkungen von Lärm sowie zu Lärmschutzmaßnahmen äußern. Auf dieser Basis hat das Eisenbahn-Bundesamt den Entwurf seines Lärmaktionsplanes erstellt. Die Veröffentlichung des Lärmaktionsplan-Entwurfs erfolgte am 20.11.2023 auf der Beteiligungsplattform www.laermaktionsplanung-schiene.de (öffnet externen Link in neuem Fenster) und auf der Internetseite des Eisenbahn-Bundesamtes unter www.eba.bund.de/lap (öffnet externen Link in neuem Fenster). Bis zum 2. Januar 2024 besteht die Gelegenheit, dem Eisenbahn-Bundesamt eine Rückmeldung zum Entwurf des Lärmaktionsplanes sowie zum Beteiligungsverfahren zu geben.