Stadtentwicklungsprojekte

Auf dieser Seite sind für Sie aktuelle Stadtentwicklungsprojekte zusammengestellt.

Stadtentwicklungsprojekte dienen dazu, auf der Grundlage von Analysen Entwürfe für städtebauliche Lösungen zu erarbeiten, die sich mit dem betrachteten Gebiet selbst, den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie stadträumlichen Strukturen auseinandersetzen. 

Alternative Betrachtungsweisen ermöglichen das schrittweise Erarbeiten von Lösungen, die später Grundlage für einen verbindlichen Bauleitplan sein können.

 


 

Düren-Nord

Soziale Stadtentwicklung in Nord-Düren

Düren-Nord wird stadträumlich im Norden begrenzt durch die ehemalige Kreisbahntrasse, die als Freiraumband eine deutliche Abgrenzung zu Birkesdorf markiert. Der östliche Rand des Stadtteils wird fast vollständig durch die ausgedehnten in einer parkartigen Landschaft gelegenen Einrichtungen der Rheinischen Landesklinik eingenommen. Südlich stellen die Fritz-Erler- und Eisenbahnstraße sowie der Bahndamm und die Bahnanlagen sowohl eine harte Grenze als auch einen Übergangsbereich zur Innenstadt dar. Rur und Ruraue gestalten als naturräumliches Freiraumband die westliche Begrenzung des Stadtteils.

 


 

Integriertes Handlungskonzept Problemimmobilien Nord-Düren

Der Stadtteil Nord-Düren ist seit Jahren im Fokus der sozialen Stadtentwicklung der Stadt Düren. Der Stadtteil hat von 2007-2015 mit dem „Stadtteilprojekt Soziale Stadt Nord-Düren“ erfolgreich  am Bund-Länder-Programm Soziale Stadt NRW teilgenommen.

weiterlesen...

Diese Erfolge drohen allerdings ihre Bedeutung zu verlieren. Durch den Fokus der vergangenen Jahre auf die Aktivierung der lokalen Akteure, die Wohnumfeldverbesserungen und die Stadtbildpflege wurden nicht die erwünschten Effekte im privaten Immobiliensegment erzielt. Private Investitionen in die Bausubstanz in Form von Modernisierung und Instandsetzung sind in weiten Teilen ausgeblieben. Seit einigen Jahren ist eine kontinuierliche Verschlechterung des Immobilienbestandes durch fehlende Modernisierungs- und Instandhaltungsinvestitionen zu beobachten.

Um mit einer Gesamtstrategie die Problemlagen im Stadtteil Nord-Düren bearbeiten, vielfältig vorhandene Potenziale nutzen und die Lebensqualität nachhaltig steigern zu können, wurde das Integrierte Handlungskonzept „Problemimmobilien Nord-Düren“ erarbeitet und am 12.07.2018 im Rat beschlossen.

Ziel des Integrierten Handlungskonzeptes Problemimmobilien Nord-Düren ist es, das Handlungserfordernis für den Stadtteil konkret zu verdeutlichen und Handlungsfelder und Maßnahmen auf Grundlage einer Kosten- und Finanzierungsübersicht zu formulieren. Diese Maßnahmen umfassen insbesondere räumliche Planungen, Beratungsangebote, Modellvorhaben und Fördermöglichkeiten für Modernisierung und Instandsetzung. Das Integrierte Handlungskonzept ist der Handlungsrahmen für Politik, Verwaltung und die Akteure vor Ort. Es ist zudem die Grundlage für die Beantragung von Fördergeldern. Ein entsprechender Förderantrag wurde bei der Bezirksregierung Köln eingereicht. 

Integriertes Handlungskonzept Problemimmobilien Nord-Düren

 


 

Dorfentwicklung Birkesdorf

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) Birkesdorf

Birkesdorf neu denken – Erneuerung auf allen Ebenen

Birkesdorf soll attraktiver werden! Das Ziel sind weniger Verkehrsbelastung und mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität im Stadtteil. Seit September arbeiten die Stadt Düren und drei Fachplanungsbüros aus Köln und Düsseldorf an einem Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK). Für konkrete Projekte, die Birkesdorf lebenswerter machen sollen, können ab Ende 2019 Städtebaufördermittel beantragt werden.

weiterlesen...

2016 wurden Ergebnisse der Rahmenplanung für den Ortskern Birkesdorf erarbeitet und in einem Bürgerworkshop im März 2017 diskutiert. In den ersten Akteurs- und Bürgerbeteiligungsveranstaltungen mit Birkesdorferinnen und Birkesdorfern als Experten für ihren Stadtteil zum Viktoriasportplatz und zum Friedensplatz sowie beim 1. Planungswochenende in der Festhalle Birkesdorf wurden folgende Ziele entwickelt:

  • Es soll ein umfassender Sanierungs- und Erneuerungsprozess bei den privaten Immobilien angestoßen und durch Beratungs- und Förderangebote unterstützt werden, u. a. um auch die bestehenden Gebäude für junge Familien interessant zu machen.
  • Die Aufenthaltsqualität im Zentrum soll deutlich gesteigert werden, damit Anreize geschaffen werden, das Auto innerhalb des Stadtteils stehen zu lassen, weil es angenehm ist, zu Fuß zu gehen und Rad zu fahren.
  • Es sollen grüne Impulse als grüne Wegeverbindungen von Ost nach West und von Nord nach Süd innerhalb des Stadtteils gegeben werden, z. B.  im Josef-Vosen-Park, im Viktoria Sportpark, auf dem Friedensplatz, aber auch in den Wohnstraßen.
  • Der Stadtteil soll einen grünen Rahmen mit neuen Bewegungs- und Aufenthaltsflächen zum Erholen, für Sport und Treffen bekommen.
  • Die sozialen Strukturen und Gefüge sollen stabilisiert werden, die den Stadtteil für eine junge, neue Bevölkerung interessant machen und die Lebensqualität der ortsansässigen Bevölkerung erhalten und verbessern.

Viele Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sind in den Planungswochenenden im November 2018 und März 2019 in die Projekte des Stadtteilentwicklungskonzepts eingeflossen, das damit weiter konkretisiert wurde. Der Entwurf des ISEK ist nun vom Büro Dr. Jansen fertiggestellt worden und vom Bezirksausschuss Birkesdorf zur öffentlichen Auslegung empfohlen worden.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit findet statt von 20.5.19 – 24.06.19. In dieser Zeit können Anregungen zum ISEK Birkesdorf eingebracht werden über die Email-Adresse stadtentwicklung@dueren.de

 


 

Dorfentwicklung Merken

Dorfentwicklungsplanung in Merken

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat in seiner Sitzung am 23.04.2008 beschlossen, für den Stadtteil Merken einen sogenannten Dorfentwicklungsplan erarbeiten zu lassen. Der Planungsprozess läuft seit Anfang 2009 und wird vom Planungsbüro Urgatz aus Aachen begleitet.

weiterlesen...

Der Dorfentwicklungsplan für Merken ist als informeller Rahmenplan zu verstehen, der dazu dient, unter Beteiligung der Dorfgemeinschaft Ziele zur Entwicklung des Ortes, insbesondere vor dem Hintergrund des heranrückenden Tagebaus Inden II, zu formulieren und daraus ein Handlungskonzept mit konkreten Maßnahmen abzuleiten. 

Ausführliche Informationen sowie aktuelle Termine zur Dorfentwicklungsplanung erhalten Sie über die Internetseite www.merkenonline.de.

 


 

Indesee - Rahmenplan & Zwischennutzungskonzept

Die Stadt Düren und besonders der Ort Merken werden in den kommenden Jahren die Auswirkungen der Braunkohleförderung im rheinischen Revier unmittelbar zu spüren bekommen: Der Tagebau Inden II wird bis auf wenige Meter von Norden und Westen an Merken heranrücken. 
Nach dem derzeit geltenden Braunkohlenplan wird die aktive Kohleförderung dort etwa im Jahr 2030 abgeschlossen sein.

weiterlesen...

Statt einer Verfüllung der Grube im Anschluss an die Auskohlung soll das „Loch“ nach derzeitigem Stand mit Wasser aus der Rur gefüllt werden und so ein großer Restsee entstehen. Dessen Befüllung soll voraussichtlich bis etwa 2060 dauern. 
Merken wird dann neben der Gemeinde Inden mit den Ortsteilen Lucherberg und Schophoven direkter Anlieger des Sees sein. 

Für die tagebaubedingten Belastungen in der Abbauphase sind für Merken zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen im Dorfentwicklungsplan vorgesehen. 
Ein 2012 erstellter Rahmenplan beschreibt die planerischen Vorstellungen für die Zeit nach Erreichen des Zielwasserspiegels und die langfristigen Entwicklungsschwerpunkte am Restsee und im Bereich des Seeufers.
Davor liegt jedoch bis zum endgültigen Zustand des Sees zunächst der Zeitraum der Befüllung, der sich immerhin über gut 30 Jahre erstrecken wird. 

Auch in dieser Phase soll den Orten am Tagebaurand ein attraktives und nutzbares Umfeld geboten werden. Bereits jetzt ist es daher wichtig, für die Phase der Seebefüllung Möglichkeiten der Nutzung und Gestaltung der sich ständig verändernden Böschungsbereiche auszuloten. 

Hierzu wurde von der Indeland Entwicklungsgesellschaft unter Beteiligung der Stadt Düren und RWE Power das Planungsbüro RMP Stephan Lenzen beauftragt, ein Zwischennutzungskonzept zu erstellen.
Die Landschaftsarchitekten aus Bonn beziehen bereits von Beginn an die Einwohner der betroffenen Orte in den Planungsprozess mit ein. In einem ersten Schritt haben in den Ortschaften Bürgerwerkstätten stattgefunden, in denen erste Planungsansätze vorgestellt wurden. Interessierte Bürger hatte die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ihre eigenen Vorstellungen in den Planungsprozess mit einzubringen. Die Anregungen sollen in der weiteren Konzeptentwicklung berücksichtigt werden.