Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken

Die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken ist eine Schnapsidee, die im Anschluss an die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 1974 in einem Gespräch zwischen dem verstorbenen Moderator K-G Breuer und Kirmesdirektor a.D. Hans Zens geboren wurde. Die Veranstaltung wurde erstmalig am 27. Juli 1974 in Düren durchgeführt und findet seitdem alljährlich auf der Dürener Annakirmes statt. Nicht nur die Zuschauer - teilweise bis zu 2.500 an der Zahl - begeistern sich immer wieder für diese WM, sondern auch die Medien berichten gerne über die Kirschkerne. Der erste Weltmeister von 1974, Heinz Michels aus Hürtgenwald-Horm, wurde beispielsweise einige Wochen nach seinem Sieg durch Lia Wöhr und Heinz Schenk in der Sendung "Zum blauen Bock" vorgestellt. Der aktuelle Weltrekord bei den Männern - aufgestellt von Thomas Steinhauer im Jahre 2017 - liegt übrigens zurzeit bei 22,52 m. Die Frauen können immerhin eine Weite von 16,01 m vorweisen. Diese durch Andrea Kuck aufgestellte Bestmarke hat ebenfalls seit 2017 Gültigkeit. Die Bestweite bei den Junioren beträgt seit dem Jahr 2018 stolze 18,30 Meter, erspuckt durch Janek Kuck.

Regeln zur Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken

  • Der Kirschkern muss abgeknabbert sein
  • Ein Übertreten der Nulllinie ist nicht erlaubt
  • Der Kirschkern wird nur gewertet, wenn er auf der Bahn liegen bleibt
  • Ausrollen des Kirschkerns ist erlaubt; gemessen wird der ausgerollte Kirschkern
  • Die Weiten der Teilnehmer werden in zwei Durchgängen mit jeweils drei Versuchen ermittelt

Wettbewerbe

  • Jugend (bis 14 Jahre)
  • Damen (ab 15 Jahre)
  • Herren (ab 15 Jahre)

Preise für die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken

Sonderwettbewerb für Herren
1. Preis: 100 Euro Bargeld und ein Pokal
2. Preis: 50 Euro Bargeld
3. Preis 25 Euro Bargeld

Sonderwettbewerb für Damen
1. Preis: 100 Euro Bargeld und ein Pokal
2. Preis: 50 Euro Bargeld
3. Preis 25 Euro Bargeld

Sonderwettbewerb für Junioren (bis einschl. 14 Jahren)
1. Preis: 50 Euro Bargeld und ein Pokal
2. Preis: 25 Euro Bargeld
3. Preis: 15 Euro Bargeld

 


 

Weltrekord beim Kirschkernweitspucken der Junioren

Neuer Weltrekord beim Kirschkernweitspucken der Junioren!

Überstrahlt wurde der Wettbewerb 2018 durch den neuen Weltrekord in der Juniorenklasse, aufgestellt von Janek Kuck mit sagenhaften 18,30 Metern! Die "Kuck-Festspiele" nahmen ihre Fortsetzung bei den Herren: Vater Oliver Kuck erspuckte mit 22,21 Metern den Weltmeistertitel und blieb nur 31 cm hinter der Weltrekordmarke. Weltmeisterin bei den Damen wurde Irene Holle. Ihr Kirschkern rollte erst nach 14,44 Metern aus und sicherte ihr somit den erneuten Weltmeistertitel.

 


 

Die SiegerInnen des letzten Jahres

Herren:
1. Daniel Uhlemann, Weite: 16,38 Meter
2. Volker Kreutz, Weite: 15,57 Meter
3. Fabian Neukirchen, Weite: 15,16 Meter

Damen:
1. Patricia Sanchez, Weite: 12,49 Meter
2. Gabriele Heinen, Weite: 10,95 Meter
3. Melissa Hideg, Weite: 10,92 Meter

Junioren:
1. Paulina Lehre, Weite: 10,62 Meter
2. Merina Tjarks, Weite: 10,09 Meter
3. Fynia Tjarks, Weite: 8,65 Meter

 


 

Chronik

Die "Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken" ist eine Schnapsidee, die im Anschluss an die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 1974 in einem Gespräch zwischen dem verstorbenen Moderator K.G. Breuer und Kirmesdirektor a. D. Hans Zens geboren wurde.


Berichte über frühere Weltmeisterschaften

Jahr 1974

Die Veranstaltung wurde erstmalig am 27. Juli 1974, dem Eröffnungstag der Annakirmes, in Düren durchgeführt. 200 Besucher aus den verschiedensten Teilen der Bundesrepublik hatten sich gemeldet. "Gespuckt" wurde auf drei Bahnen und zwar auf zwei Bahnen "Originalspucker" und einer Bahn für "Blasrohr-Spucker".
Sieger wurde bei den Originalspuckern Heinz Michels aus Hürtgenwald-Horm mit 14,61 m vor Heinz Noppeney aus Düren-Birkesdorf mit 14,40 m. Bei den Blasrohr-Spuckern gewann Klaus Stutzenstein aus Düren-Hoven mit 33,05 m vor Heinz Gasper aus Düren-Gürzenich mit 32,70 m. Der "Weltmeister" Heinz Michels wurde einige Wochen später durch Lia Wöhr und Heinz Schenk in Zürich in der Sendung "Zum blauen Bock" vorgestellt.
In der ersten Veranstaltung waren neben dem damaligen Bürgermeister Wolfgang Vogt auch die russische Sängerin Larissa und der rheinische Liedersänger Willi Schneider als Oberschiedsrichter tätig.

Jahr 1975

Der Wettbewerb 1975 hatte rund 2.000 Besucher. Weltmeister wurde der Student Josef Goertz aus Düren-Hoven mit 17,34 m vor Gerd Standke aus Düren mit 16,89 m und Karl-Heinz Stupp aus Weisweiler mit 16,82 m.
Gäste der Veranstaltung waren unter anderem der Landtagspräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Wilhelm Lenz, der türkische Kulturattache Türker Ibrahim und der türkische Finanzattache Ölahdor Murat und die Sängerin Lotti Krekel.

Jahr 1976

Am Wettbewerb 1976 nahmen ebenfalls rund 2.000 Besucher teil. Weltmeister wurde der Ingenieur Karl-Heinz Stupp aus Weisweiler mit einer Weite von 16,95 m vor Robert Remscheidt aus Lennestadt-Billstein mit einer Weite von 18,84 m und dem amtierenden Weltmeister Josef Goertz aus Düren-Hoven, der diesmal eine Weite von 16,38 m erreichte. Jacques Gigot aus Valenciennes in Frankreich wurde mit 13,40 m Elfter.
Erstmals nahmen an der Veranstaltung auch Gäste aus Westfalen teil, die in Olpe in einem Ausscheidungskampf die Westfalenmeister im Kirschkernweitspucken ermittelt hatten.
Oberschiedsrichter ber der Veranstaltung waren der damalige Bürgermeister Wolfgang Vogt und die Schlagersängerin Maggy Mae.
Der Sieger der Veranstaltung, Karl-Heinz Stupp, war Gast der Sauerlandstadt Attendorf im Kreise Olpe und verbrachte ein Wochenende als Ritter auf Burg Schnellenberg.

Jahr 1977

Der Wettbewerb 1977 wurde am Mittwoch, den 3. August 1977 von 17:00 bis 19:00 Uhr durchgeführt und Willi Schneider hatte wiederum gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Wolfgang Vogt das Amt des Oberschiedsrichters übernommen.
Sieger wurde erneut Karl-Heinz Stupp mit 15,09 m vor Helmut Noppeney mit 13,72 m und Manfred Stupp aus Eschweiler mit 13,09 m.
Die Veranstaltung wurde begleitet durch eine Folkloregruppe aus Schweden.

Jahr 1978

K. G. Breuer, der Freund und Förderer der Dürener Annakirmes und praktisch Initiator des Spuckwettbewerbes starb im März 1978. In diesem Jahr wurde kein Wettbewerb durchgeführt.

Jahr 1979

Den Wettbewerb 1979 gewann Wolfgang Gohlke aus Düren mit 14,46 m vor Heinz-Peter Müller aus Nörvenich mit 14,22 m und Guido Braun aus Düren mit 13,48 m.

Erstmalig wurde auch aus Anlass der für 1979 im September anstehenden Kommunalwahl ein Sonderwettbewerb für Kommunalpolitiker durchgeführt. Die Ortswertung gewann die Gemeinde Kreuzau vor der Stadt Düren und dem Kreis Düren. Die Siegerehrung wurde vom damaligen Bürgermeister Wolfgang Vogt nach 20:00 Uhr im Bayernzelt beim Fassanstich vorgenommen.Der Wettbewerb wurde geleitet von der Fernsehansagerin Ilona Polaschek und dem früheren Stadtdirektor Dr. Hubert Lentz. Begleitet wurde die Weltmeisterschaft von der Duckelsackbläsergruppe Hochland aus Heistern.Das Dürener Filmteam drehte im Jahre 1979 einen Film über die Dürener Annakirmes, der unter anderem auch die Kirschkernweitspucker im aktiven Einsatz zeigte. Der Film wurde auf Landesebene mehrfach ausgezeichnet.

Jahr 1980

Die Veranstaltung wurde von rund 2.500 Personen besucht. In diesem Jahre wurde ein Sonderwettbewerb für Karnevalisten durchgeführt, der folgende Ergebnisse brachte: Es siegte in der Gruppe "Prinzen und Präsidenten" Ludwig Ewinger aus Niederzier mit 9,90 m, in der Gruppe "Närrisches Volk" Ernst Schneider mit 9,96 m und in der Gruppe "Funkemariechen und Garden" Frank Heffenmenger aus Düren.

Weltmeister im Kirschkernweitspucken wurde in diesem Jahre Franz Stupp aus Bensheim bei Darmstadt mit einer Weite von 13,14 m.

Jahr 1981

Durch starken Regen war dieser Wettbewerb schwach besucht und eine Sonderveranstaltung für Damenkegelklubs musste daher ausfallen.

Weltmeister wurde der erstmals am Start befindliche Vorsitzende der aktiven Kaufmannsgruppe "Interessengemeinschaft Düren-City", Rainer Guthausen aus Düren, mit 15,05 m.

Zweiter wurde Vermessungsingenieur Karl-Heinz Stupp aus Düren mit 14,28 m und Dritter ein Mitarbeiter der Evangelischen Gemeinde zu Düren, Peter Becker, mit 14,02 m vor dem Weltmeister von 1979, Wolfgang Gohlke.

Jahr 1982

Dieser Wettbewerb wurde bei gutem Wetter unter großer Anteilnahme der Bevölkerung durchgeführt. Wegen der Vielzahl der Teilnehmer unter 14 Jahren wurde eine "Junioren-Weltmeisterschaft" kreiert.

Es gewann Herbert Istas aus Nörvenich mit 16,86 m vor Gudio Braun aus Düren mit 14,70 m und Peter Becker, Düren, mit 14,56 m.

Bei den Schülern siegte Georg Senden, Düren, mit 10, 65 m vor Ralf Maier, Bad Honnef, mit 9,93 m und Helmuth Schönbrenner, Düren, mit 8,84 m.

Jahr 1983

Zum zweiten Mal wurde, sozusagen als Prolog, ein Jugendwettbewerb (bis 14 Jahre) durchgeführt. Sieger wurde der Vorjahreserste Georg Senden aus Düren mit 9,98 m, zweiter Ralph Deitmak, Düren, mit 9,66 m und Dritte Ines Rathert, Düren, mit 9,57 m.

Nach sieben Jahren wurde in der Seniorenklasse ein neuer Weltrekord aufgestellt. Weltmeister wurde Hans-Peter Iven aus Düren-Merken, ein 30-jähriger Krankenpfleger, mit 20,59 m. Sein Rekord wird im Guiness-Buch der Rekorde den 1975 aufgestellten Rekord von Josef Goertz (17,34 m) einnehmen.
Auch der 2. Sieger, Guido Braun aus Düren, lag mit 18,39 m noch über dem alten Weltrekord. Dritter wurde Ludger Sülzen, ein Neffe des Regionalpfarrers Dieter Sülzen, mit 14,87 m.
Über den Wettbewerb berichtete der WDR original und das Dürener Film-Team drehte einen Kurzfilm. Die Veranstaltung wurde begleitet durch die Dudelsackbläsergruppe "Hochland" aus Heistern.

Jahr 1984

Aus Anlass der am 3o. September 1984 anstehenden Kommunalwahl wurde wiederum ein Sonderwettbewerb der Kommunalpolitiker gestartet.

Es siegten im Einzelwettbewerb Hans Zens, Kreuzau, mit 11,03 m vor Manfred Lucas, Kreuzau, mit 10,85 m und Cornelius Kaiser, Kreuzau mit 10,81 m.

Im Wettbewerb der Parteien lag die SPD Düren mit Veith, Virnich, Röhlich mit 29,73 m vor der FDP Düren mit Dr. Adam-Schwaetzer, Schlegel, Bellmann mit 27,63 m. Die CDU Düren mit Laufenberg, Hilgers, Börger mit 27,32 m kam auf Platz 3.

Im Wettbewerb der Gemeinden gewann die Gemeinde Kreuzau mit 32,46 m mit Zens, Lucas, Kaiser vor der Stadt Düren mit 26,39 m mit Hilgers, Dr. Adam-Schwaetzer, Veith und dem Kreis Düren mit 25,63 m mit Röhlich, Kuck, Pohl.

Bei der Junioren-Weltmeisterschaft siegten der 13-jährige Georg Senden, Düren, mit 12,69 m vor dem 13-jährigen Tobias Grohs, Düren mit 11,87 m und dem 14-jährigen Udo Raumann, Düren mit 11,64 m.

Sieger der Seniorenklasse und damit Weltmeister wurde Karl-Heinz Stupp, Düren, mit 17,56 m vor Peter Becker, Düren, mit 16,51 m und Thomas Urbahn, Düren, mit 15,58 m.

Jahr 1985

Groß war auch dieses Mal wieder die Zahl der Teilnehmer. Dennoch war der "Weltrekord" von Hans-Peter Iven - stolze 20,59 m - von 1983 zu keiner Zeit gefährdet. Der "Weltrekordinhaber" führte auch in diesem Jahr und zwar mit 15,67 m bis zum letzten Durchgang den Wettbewerb an. Doch mit 16,29 m sicherte sich schließlich der 20-jährige Gerd Schönbrenner den Titel.

Spontan gratulierte der geschlagene Weltmeister dem jungen Gewinner. Den dritten Platz belegte Uli Lennartz aus Kreuzau, mit 15,25 m.
Bei den Nachwuchsspuckern (bis 14 Jahre) belegte Thomas Rogge mit 13,75 m den ersten Platz, gefolgt von Georg Senden mit 11,39 m und Gudio Greve mit 11,26 m.

Jahr 1986

Die Bahn war in diesem Jahr sehr trocken und die Experten sagten voraus, dass es keinen neuen Weltrekord geben würde.
Es siegte der Weltrekordinhaber Hans Peter Iven, Düren-Merken, mit 18,99 m vor Karl-Heinz Stupp, Düren, mit 17,95 m und Heinz-Josef Baur, Merzenich, mit 16,58 m.

Bei den Junioren sah es nach dem Spucken wie folgt aus: Es siegte in diesem Jahr mit 9,91 m Tina Franzen aus Düren vor Frank Heidbüchel aus Düren mit 9,43 m und Dritter wurde Thomas Deitmerg, Düren, mit 8,99 m.

Jahr 1987

Weltmeister bei den Senioren wurde Guido Braun, Düren, mit der Weite von 17,22 m vor dem Vorsitzenden der IG Düren-City, Rainer Guthausen, mit 15,80 m und Alexander Kreischer, Düren, mit 15,26 m.
Bei den Junioren siegte der 14-jährige Jürgen Schmitz aus Düren mit 12,73 m vor Ralf Schmidt, Düren, mit 11,95 m und dem ebenfalls 14-jährigen Ingo Sudewasser, Düren, mit 9,70 m.

Jahr 1988

Auf der trockenen Bahn erreichte der neue Weltmeister Norbert Steven aus Merzenich die Weite von 19,45 m. Damit fehlten nur noch 1,14 m bis zur Weltrekordweite von Hans-Peter Iven aus dem Jahre 1983. An zweiter Stelle landete der Kirschkern von Ludger Sülzen aus Düren bei 18,10 m und auf den dritten Platz kam Franz-Josef Wiezoreck mit 17,29 m, ebenfalls aus Düren.

Im Juniorenwettbewerb erreichte Andre Peters aus Nörvenich mit einer Spuckweite von 9,90 m den 1. Platz gefolgt von Marcel Adams aus Hillensberg mit 9,79 m und dritter Sieger wurde Marco Simon aus Düren mit einer Weite von 9,52 m.

Das Kirschkernweitspucken wurde im Jubiläumsjahr um eine längst fällige Disziplin erweitert: Den Wettbewerb für Damen. Siegerin und gleichzeitig erste Weltmeisterin wurde Elisabeth Gerkowski aus Kreuzau mit der Zielweite von 11,53 m. Auf den zweiten Platz kam Judith Götting aus Düren - knapp geschlagen mit 11,48 m und den dritten Platz belegte Sabine Stupp mit 10,91 m.

Jahr 1989

Der Wettbewerb für die "Junioren" bis 14 Jahren ergab folgendes Ergebnis: Erster wurde mit einer Weite von 10,24 m Selahattin Baykal, ein türkischer Schüler, der zu dieser Zeit bei Verwandten in Düren seinen Urlaub verbrachte; zweiter wurde Nadja Hensenhoff mit 9,88 m aus Overath und dritter war Alexander Breuer aus Kreuzau mit einer Weite von 9,76 m.

Bei den Damen siegte Judith Abschlag aus Düren mit einer Weite von 11,18 m vor Ines Jungherz (Düren) mit 10,28 m und Vera Karl aus Wissersheim mit dem Ergebnis von 10,11 m.

Nach einem urlaubsbedingten Aussetzen im Vorjahr gewann der "Weltmeister im Kirschkernweitspucken", Hans Peter Iven aus Düren, mit 17,52 m wieder den Wettbewerb, gefolgt von Rainer Guthausen, dem Vorsitzenden der IG Düren-City, mit guten 16,83 m und Guido Braun, den Besuchern des Wettbewerbes auch kein Unbekannter mehr, mit 16,60 m.

Jahr 1990

Die Annakirmes 1990 war eine der heißesten Veranstaltungen, was die Temperaturen anbetraf. Bereits die erste Sonderveranstaltung, die 15. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken, litt unter der Hitze: Die Sauerkirschen ließen die Spucke im Mund nicht wie sonst zusammenlaufen und der trockene Kern wollte auf der heißen Bahn nicht so weit rollen, wie bei den bisherigen Wettbewerben. Die Rekordweite von 20,59 m, von Hans Peter Iven aus dem Jahr 1983, war daher nie in Gefahr.

Im Weltmeisterschaftswettbewerb der Senioren siegte nach hartem Kampf in zwei Durchgängen der Dürener Wolfgang Schlepütz mit einer Weite von 17,30 m. Mit 90 cm Abstand folgte Norbert Steven, Merzenich (Weltmeister 1988), mit 16,40 m auf Platz zwei. Dritter im Bund, knapp dahinter, wurde Alexander Kreischer, Düren, mit einer Weite von 16,35 m.

Genauso beliebt sind mittlerweile der Damen- und der Jugendwettbewerb. Immerhin beteiligten sich 15 Damen am Wettkampf. Ingrid Harzheim aus Düren siegte mit 11,04 m vor Marita Wiezorek, Düren (10,89 m) und Beate Knodel (10,81 m).

Im Juniorenwettbewerb (bis 14 Jahre) tauchte dieses Mal der bekannte Name "Iven" auf, der Sohn des Rekordinhabers errang den Sieg. Mario Iven erzielte eine Weite von 10,27 m vor Marcus Farwick mit 9,99 m.Erstmalig fungierte der damalige Stadtdirektor Eckhard Creutz als Oberschiedsrichter bei dieser Weltmeisterschaft. Es war für ihn der offizielle Einstieg in seine erste Annakirmes. Der Weltmeister 1990, Wolfgang Schlepütz, vertrat die Stadt Düren und die Annakirmes bei der Hauptkundgebung auf dem Delegiertentag der Schausteller im Januar 1991 in Bielefeld.Neben dem Münchner Kindl, dem Soester Boten und anderen war der Kirschkernspuckweltmeister nach Bielefeld eingeladen worden, um die größten Kirmessen Deutschlands zu repräsentieren.Erstmalig erhielten die Sieger eine Medaille zur Erinnerung neben Bargeld und Freikarten.

 


Jahr 1991

Bei warmem und trockenem Wetter wurde unter sach- und fachkundiger Besucherschar die diesjährige Weltmeisterschaft ausgetragen.

Weltmeister wurde Oliver Kuck, Hürtgenwald-Gey, der mit einer Weite von 20,66 m den 1983 von Hans-Peter Iven aufgestellten Weltrekord (20,59 m) knapp übertraf. Der ehemalige Weltmeister Hans-Peter Iven aus Düren-Birkesdorf musste sich mit einer Weite von 18,18 m mit dem 2. Platz geschlagen geben. Der Vorsitzende der IG Düren-City, Rainer Guthausen, Düren, erreichte mit 17,14 m einen achtbaren 3. Platz.

Der Jugendwettbewerb (bis 14 Jahren) war wie in den Vorjahren sehr gut besetzt und es gelang Alexander Breuer aus Kreuzau-Drove, sich mit 13,14 m klar abzusetzen vor Oliver Weingartz aus Düren mit 10,84 m und Sertel Ascioglu aus Düren mit 10,83 m.
Im Damenwettbewerb konnte in diesem Jahr Marianne Marx, Nörvenich, die Führung mit 11,24 m übernehmen. Judith Götting, Düren, erreichte mit 10,33 m einen hervorragenden 2. Platz und auch die Leistung von Bärbel Braun aus Düren mit 9,79 m braucht sich nicht zu verstecken.

Im Anschluss an den Wettkampf erfolgte die Übergabe der Preise an die Sieger und der damalige Stadtdirektor Creutz überreichte den Siegern zusätzlich eine Medaille zur Erinnerung an die Veranstaltung.

Jahr 1992

In diesem Jahr fand der große Umzug von der Hundesportanlage hinter dem Achterbahnplatz in das Bayernzelt an der Langenberger Straße auf dem Annakirmesplatz statt. Die Veranstaltung wurde von einer "Open-Air-Veranstaltung" unter das schützende Zeltdach verlegt.
Die Idee stammte vom ehemaligen Weltmeister im Kirschkernweitspucken der Jahre 1983, 1986 und 1989, Hans-Peter Iven aus Düren.
Die Verlegung der "Kampfarena" erwies sich als richtiger Schachzug, um diese bekannte Veranstaltung wieder in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken bzw. dem Kirmesbesucher näher zu bringen. Zur Anlage des Polizeihundesportvereines kamen zuletzt nur noch die echten Fans. Die übrigen Besucher schienen nur noch kurz zum Gucken und Spucken, ließen sich dann aber mehr zur Kirmes locken, so dass die Wettkämpfer unter sich blieben.
Im Zelt wurde nun wieder mehr Kontakt zum Kirmesbesucher hergestellt. Selbst Neugierige fanden die Zeit, um einmal oder öfters reinzuschauen und sich über den aktuellen Stand des Wettbewerbs zu informieren.

Die Gedanken, die sich Hans-Peter Iven gemacht hatte, fanden bei allen Anklang. Selbst subtropisches Klima im Zelt hielt etwa 200 Besucher nicht davon ab, aktiv oder inaktiv an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Eine neue Bahn in strahlendem Weiß wartete auf rote Flecken von den Kernen der Sauerkirschen, die wiederum extra aus Belgien importiert werden mussten, da die einheimischen Kirschen aus der Voreifel durch die große Hitze von den Bäumen gefallen waren. Warum sollte nicht auch Europa in Form der Beschaffung von Kirschen beteiligt werden. Schließlich handelt es sich um eine Weltmeisterschaft.

Moderator und Organisator Iven konnte um 13:00 Uhr schon 100 Zuschauer begrüßen und mutige Spuckinteressierte an den Start schicken. Drei Wettbewerbe standen zur Entscheidung an: Der Jugendwettbewerb bis einschließlich 14 Jahren, Damen und die Senioren als Weltmeisterschaft.
Mit Musik im Hintergrund, Werbung für Sponsoren und Ansagen über den Wettkampfverlauf gestalteten sich drei unterhaltsame Stunden im Zelt.
Bei den Kindern siegte Sebastian Fischbach aus Düren mit 12,70 m vor Thomas Schube und Thorsten Schäfer. Mit einer Ausrollweite von 11,58 m eroberte sich Ceylan Weyermann aus Inden den Titel der Weltmeisterin im Damenwettbewerb.

Der Weltmeister steht nicht im voraus fest, denn es wird echt gekämpft in insgesamt sechs Versuchen. Doch es hat es schon oft gegeben: der alte Weltmeister ist auch der neue. Oliver Kuck schaffte es, den abgekauten und sauber gelutschten Kern insgesamt 19,58 m weit zu spucken, bis er liegen blieb. Seine Rekordmarke von 1992 mit 20,66 m erreichte er jedoch nicht. Lag es an der Spucke, an der Kirsche, an der Hitze oder an der Bahn? Auf den Plätzen zwei und drei folgten Alexander Kreischer mit 17,92 m und Thomas Braun mit 17,77 m.

Zum Schluss wurde die Siegerehrung mit Flagge, Nationalhymne und Siegertreppchen richtig stilvoll vorgenommen. Alle hatten hieran ihre Freude. Geldpreise, Medaillen, Pokale, Freikarten und eine Paris-Reise gab es für die Sieger.
Der Umzug ins Zelt hatte sich gelohnt. Der neue Rahmen passte. Erwähnt werden muss noch der Auftritt von Oliver Kuck im 1. Deutschen Fernsehen in der Sendung "Geld oder Liebe" mit Jürgen von der Lippe am 12. November 1992. Er trat dort als Kandidat in einem Sechser-Team (3 Damen und 3 Herren) auf. Natürlich war zu raten, dass Oliver Kuck den Titel des Weltmeisters im Kirschkernweitspucken 1992 führte.
Zusammen mit Besuchern und Moderator von der Lippe zeigte der amtierende Weltmeister, wie Kirschkerne weit gespuckt werden.

Jahr 1993

Fast wäre der Wettbewerb ausgefallen, denn die Lieferung der Kirschen war ausgeblieben. Der Händler hatte zuvor mündlich zugesagt, jedoch zwei Stunden vor Beginn des Wettbewerbs war weit und breit von Kirschen nichts zu sehen.
Es begann ein Telefonmarathon auf der Suche nach der Weltmeisterschaftsmunition. Einerseits hatte ein heißer Mai die Kirschen zu früh reifen lassen. Andererseits blieb die Frage, wo bekommt man sonntags auf die Schnelle die Kirschen her? Und es klappte doch: Zuerst orderte man bei einem türkischen Geschäft in Düren süße Kirschen auf zwei Brettern im Schälchen. Dann war ein Anruf beim Obstbauern Wollseifen in Kreuzau-Boich erfolgreich. Dort hingen tatsächlich noch Sauerkirchen am Baum.
Kurzerhand fuhr der Messtrupp des Vermessungsamtes mit Amtsleiter Bernd Kürten in die nahe Eifel. Gepflückt werden konnte stehend ohne Leiter. Um 15:20 Uhr standen dann endlich vier Bretter mit Kirschen an der Bahn im Bayernzelt bereit.

Auch die zweite Meisterschaft, die im Zelt ausgetragen wurde, bewies sich als zugkräftige Sportveranstaltung. Die meisten Teilnehmer erschienen in T-Shirt, Bermuda-Shorts und Jogging-Schuhe, um im ersten Durchgang mit drei abgeknabberten Kirschkernen eine manierliche Weite zu erzielen. Das Feld der Bewerber wurde in drei Lager aufgeteilt: Damen, Junioren (männlich bis 14 Jahren) und Senioren (männlich). Mit Computer wurden Namen und Zielweiten registriert. Sortiert nach den besten Werten ging es im zweiten Durchgang gezielt an die jeweilige Spitzengruppe. Trotz sommerlicher Temperaturen und erhöhter Luftfeuchtigkeit im Zelt waren auch viele Zuschauer erschienen, um den Wettbewerb zu erleben.Neuer Weltmeister wurde Sascha Sadewasser aus Düren, mit 19,03 m. Der Weltmeister der Jahre 1992 und 1993, Oliver Kuck, wurde mit 18,50 m auf den zweiten Platz verwiesen. Seine Rekordmarke aus 1991 mit 20,66 m wurde somit nicht erreicht. Knapp auf dem dritten Platz landete Ralph Schmidt mit 18,56 m. Bei den Damen konnte Ceylan Weyermann mit 14,05 m ihren Titel erfolgreich verteidigen. Sie überholte ihre 92er Weite von 11,58 m. Dahinter auf Rang 2 kam Petra Sebastian mit "nur" 12,41 m.Der Meister bei den Junioren hieß Andreas Schmidt mit erstaunlichen 16,75 m. Auf den zweiten Platz kam Stephan Feicke mit 14,70 m. An dritter Stelle lag Mario Iven mit 14,16 m. Ein nicht unbekannter Name: Der Sohn des Weltmeisters der Jahre 1983, 1986 und 1989, Hans-Peter Iven.Dieser erfahrene Spucker hatte die Moderation an diesem Tage übernommen. Und zum Schluss blieben noch frische Kirschen übrig.

Jahr 1994

Neun Tage lang sengende Hitze über dem Annakirmesplatz! Die höchste Temperatur wurde im Zelt mit 40 Grad und mehr gemessen. Dies hielt aber die Kirschkernspuck-Enthusiasten am ersten Sonntag der Kirmes nicht vom sportlichen Wettkampf ab. Zum 20. Mal traf sich Jung und Alt, um die Weltmeister zu ermitteln.

Die heißen Temperaturen machten allen zu schaffen:

  • den Kirschen ging der Saft aus,
  • der PC, zur Auswertung extra herbeigeschafft, stürzte ab,
  • auf der Spuck-Bahn verkümmerten die Kirschkerne.

Allen widrigen Umständen zum Trotz gelang es den Vermessern der Stadtverwaltung mit Unterstützung von Sportmoderator Robert Wirtz, den Wettbewerb durchzuführen.
Die Weiten der Sieger ließen sich natürlich nicht mit denen der Vorjahre vergleichen. An der Spitze lagen letztendlich gegen 17:00 Uhr altbekannte Kirschkernspuck-Profis, denen trotz Hitze nicht die Spucke ausgegangen war.
Der Weltmeister (der Senioren) 1994 hieß wie im Vorjahr Sascha Sadewasser, Düren, mit einer Weite von 15,50 m. Bei den Damen siegte jetzt zum dritten Mal Ceylan Aydin, (früher: Weyermann) mit einer Weite von 11,39 m. Und in der Jugendgruppe bis einschließlich 14 Jahren setzte sich Sascha Schepp, Düren, mit 12,35 m an die Spitze.
In der anschließenden Siegerehrung wurden die Gewinner durch den damaligen Bürgermeister Josef Vosen mit Schärpe und Pokal ausgestattet.

Jahr 1995

Wie im Jahr 1994 litt die Veranstaltung wieder unter der übergroßen Hitze, die an allen Veranstaltungstagen über der Annakirmes lag. Zwei Stunden kämpften Sportler, Organisatoren und die rundgelutschten Kirschkerne gegen die Schwüle im Festzelt, bis die endgültige Entscheidung gefallen war, wer den nun der diesjährige Weltmeister war.
Die ausgeschriebenen Preise und vielleicht auch der Spaß am sportlich fairen Wettbewerb ließ trotzdem noch viele Interessierte den Weg ins Festzelt finden, um bei diesem Spaß aktiv teilzunehmen

Unter den Teilnehmern sah man manch bekanntes Gesicht aus den früheren Wettbewerben. Sie wollten es nochmals versuchen, um sich dann in diesem Jahr endlich den begehrten Platz auf dem Treppchen sichern zu können. Und tatsächlich, der Weltmeister der Wettbewerbe 1991 und 1992, Oliver Kuck, schaffte es mit einer Weite von 19,49 m, das große Feld der Teilnehmer zu schlagen, um ein drittes Mal die Siegerschärpe durch den Stadtdirektor umgehängt zu bekommen. Seine eigene noch gültige "Welt-Bestweite" mit 20,66 m hat aber weiterhin Gültigkeit. Der Titelverteidiger Sascha Sadewasser musste sich bei einer Weite von 16,51 m mit dem zweiten Platz geschlagen geben.

Bei dem Wettbewerb der Damen bekam die Vorjahressiegerin Ceylan Aydin in diesem Jahr eine starke Konkurrentin zu spüren: Aline Mühlbauers Kirschkern zog mit 11,73 m um 34 cm an Ceylans Kern vorbei. Beim Kinderwettbewerb (bis einschließlich 14 Jahre) gewann Sascha Lauterbach mit einer Weite von 12,38 m.
Der damalige Bürgermeister Josef Vosen und der frühere Stadtdirektor Eckhard Creutz überreichten den Gewinnern Geld- und Sachpreise.

Und über eins waren sich die Organisatoren des Vermessungsamtes einig: Nach vier Jahren im Festzelt findet die kommende Weltmeisterschaft wieder auf der grünen Wiese statt und zwar auf dem Polizeihundesportplatz hinter der Achterbahn bei hoffentlich angenehmen Außentemperaturen.

Jahr 1996

Zurück zu den Ursprüngen! Was Wimbledon für die Tennisspieler und das Berliner Olympiastadion für den DFB-Pokal, dies ist der Polizeihundesportplatz für die Kirschkernweitspucker. Und so zog die große Schar der Anhänger dieser traditionellen Veranstaltung am ersten Kirmessonntag wieder hinaus ins Freie! Und der Umzug sollte sich lohnen. Bei idealen äußeren Voraussetzungen entwickelte sich in allen drei Disziplinen spannende Kämpfe um die heiß begehrten Plätze auf dem Siegerpodest.

Bei den Junioren konnte sich Gül Ali Alpulla mit einer Weite von 13,17 m nach spannendem Kampf letztendlich deutlich vor Nayda (12,18 m) behaupten. Dritter wurde Guido Pesch, dessen Kirschkern bei einer Weite von 11,43 m die Puste ausging.

Dramatik und Spannung total bei den Damen: Lange sah es so aus, als ob sich mit Ceylan Aydin eine Weltmeisterin vergangener Tage erneut in die Siegerliste eintragen könnte, führte sie das Feld der Teilnehmerinnen doch mit einer Weite von 12,56 m an. Dann jedoch der große Auftritt von Birgit Pohl. Ob es an der besonderen Thermik während Ihres Versuches lag, oder ob sie eine günstigere Flugbahn gewählt hat ist nicht mehr nachzuvollziehen, Ihr Kern blieb jedenfalls bei 12,62 m liegen. Ganze 6 cm hatte sie am Ende Vorsprung und somit wurde sie zur neuen Weltmeisterin gekürt. Dritte im Feld wurde Petra Sebastian, die ihren Kern auf 11,17 m spuckte.

Bekannte Gesichter auf dem Treppchen beim Seniorenwettbewerb. Die „Alten Haudegen“ Oliver Kuck, Wolfgang Schlepütz und Guido Kall konnten sich erneut dem Ansturm der „Nachwuchsspucker“ erwehren und die vorderen Plätze unter sich ausmachen. Sieger mit einer Weite von 17,46 m wurde der mehrmalige Weltmeister Oliver Kuck vor Wolfgang Schlepütz mit 17,06 m und Guido Kall, 16,62 m.
Unter den Klängen der Deutschen Nationalhymne überreichten der damalige Stadtdirektor Eckhard Creutz und Platzmeister Max Röntz den Siegern Urkunden, Geld- und Sachpreise.
Nach der gelungenen Rückkehr zum Polizeihundesportplatz waren sich die Organisatoren des Vermessungsamtes schnell einig: Das Kirschkernweitspucken wird auf Jahre hinaus eine Freiluftveranstaltung bleiben!!!

Jahr 1997

Das Kirmes-Jubiläum - 100 Jahre Annakirmesplatz - brachte neuen Wind in den 23. Wettkampf um die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken. Die Zahl derjenigen, die für Presse, Rundfunk und Fernsehen berichteten, war höher als sonst. Die junge Welle „1 Live“ führte spontane Interviews mit allen Sportlern, die sich auf der Wiese des Hundesportplatzes eingefunden hatten.

Zu der großen Schar der „ewigen“ Teilnehmer fügten sich auch neue Weltmeisterschaftsaspiranten, die bei den oberen Zielweiten eifrig mitmischten.
Das warme Wetter verhinderte aber leider die ganz großen, weltrekordverdächtigen Weiten: Die Bahn war einfach zu stumpf, so dass den Kernen die Ausrollstrecke fehlte. Da half auch die Spucke dem Kern nicht viel weiter!
Bei den Junioren (bis einschließlich 14 Jahre) gab es ein gelungenes Comeback von Sascha Lauterbach: Mit einer Weite von 12,52 m holte er sich nach 1995 (damals 12,38 m) erneut den Siegerpokal. Er ist bei zunehmender Lungengröße sicherlich noch steigerungsfähig und in einigen Jahren potenzieller Anwärter auf den Weltmeistertitel bei den Senioren! Guido Pesch, im Vorjahr noch Dritter, belegte mit einer Weite von 12,09 m den zweiten Platz. Auf den dritten Platz kam Tamara Kirfel mit 7,97 m.

Bei den Damen errang wieder einmal Ceylan Aydin (geb. Weyermann) den ersten Platz mit 11,07 m. Nach 1992, 1993, 1994 und 1995 wurde sie zum fünften Mal Siegerin bei den Damen. Mit 14,05 m hält sie außerdem seit 1993 die größte Siegesweite inne. Mit Marianne Marx rückte eine „Newcomerin“ nach vorne. Mit einer Spuckweite von 10,53 m belegte sie einen ausgezeichneten zweiten Platz. Dritte wurde schließlich die Weltmeisterin von 1995, Aline Mühlbauer, mit 9,73 m.

Der Seniorenwettbewerb der Herren wurde von einem neuen Wettbewerbsteilnehmer gewonnen: Martin Metzker aus Düren erreichte mit 17,24 m das Ziel zum neuen Weltmeister. Noch im letzten Jahr konnte der Altweltmeister Oliver Kuck mit einer ähnlichen Weite das „Rennen“ gewinnen, diesmal musste er sich mit Platz vier begnügen. Ingo Hidek mit 16,47 m und Ingo Bogisch mit 16,11 m folgten auf den Plätzen zwei und drei.
Der damalige Bürgermeister Josef Vosen erschien persönlich zur Siegerehrung gegen 17:00 Uhr und überreichte zusammen mit der Miss Annakirmes 1996, Ute Bartelt, die Preise: Pokal, Annakirmeskrug, Urkunde und Preisgeld konnten vor Ort in Empfang genommen werden.

Bei sonnigem Wetter mit frischer Luft auf der grünen Sportanlage sah man nach dem Wettbewerb nur zufriedene Gesichter, denn Spaß hat es allen gemacht: Den Teilnehmer, den Zuschauern und dem Organisationskomitee der Veranstaltung: dem Vermessungsamt der Stadt Düren!

Jahr 1998

Die Gemeinde der Kirschkernweitspucker fand in diesem Jahr auf der Polizeihundesportanlage ideales Wettkampfwetter vor.
Sportmoderator Robert Wirtz von Radio Rur konnte wiederum zahlreiche Sportler und Fans an der roten Spuckbahn begrüßen. Leider fehlte der Vorjahresmeister Martin Metzker und konnte daher seinen Titel nicht verteidigen. Auch der mehrmalige Weltmeister und Rekordinhaber Oliver Kuck fand nicht den Weg zum Polizeihundesportplatz.

Bei den Junioren (bis einschließlich 14 Jahre) tauchten in der Starterliste völlig neue Teilnehmer auf. Sieger wurde der 14-jährige Jens Forster aus Düren mit einer Weite von 11,46 m. Den zweiten Platz belegte David Preussner, Düren, mit gut einem Meter Rückstand (10,27 m) und last but not least errang Thomas Betzer aus Düren mit 8,11 m den dritten Platz.

In der Riege der angetretenen Damen sah man dann schon bekannte Gesichter unter den Teilnehmerinnen und das Rennen machte die Siegerin des Jahres 1996, Birgit Pohl aus Düren-Lendersdorf. Sie bewies bei einer Weite von 12,78 m eine gute Kondition in dieser Sportart, denn mit 12,62 m errang sie bereits schon einmal den Titel. Der Kirschkern von Petra Zurhelle aus Inden endete auf der roten Plane bei 12,61 m und reichte für den zweiten Platz, gefolgt von Eva Berbuir aus Düren auf Platz 3 mit einer Weite von 11,40 m.

In der Königsklasse, dem Weltmeisterwettbewerb, zeigte sich schon in der Vorrunde, dass mit einem „Oldtimer“ bei der Endausscheidung zu rechnen ist: Wolfgang Schlepütz aus Nideggen, Kirschkernweltmeister des Jahres 1990. Zwar hatte er bei seinen drei Versuchen nur einmal das Glück auf der Bahn zu bleiben, dieser Kirschkern landete jedoch bei 15,44 m. Vor ihm lagen lediglich Ralph Schmidt mit 16,08 m und Guido Kall mit 15,61 m.

Der zweite und alles entscheidende Durchgang brachte Wolfgang Schlepütz jedoch den Sieg und somit auch wiederum den Titel mit einer Weite von 19,32 m. Vizeweltmeister wurde Raph Schmidt mit 18,56 m, während Guido Kall sich nur noch um einen Meter verbessern konnte und so einen dritten Platz errang.
Wenige Tage vor der Ausrichtung der Weltmeisterschaft hatte eine deutsche Nachrichtenagentur die Meldung verbreitet, daß Brian Krause bei einem Kirschkernweitspucken in Colorado/USA auf eine Weite von 21,88 m gekommen sei. Aus Kostengründen musste die Dürener Wettkampfleitung jedoch leider auf eine Dienstreise in die USA verzichten. Allerdings hätte man gerne erfahren, wie dort gespuckt und gemessen wird.

Jahr 1999

Die Sonne brannte in diesem Jahre ganz besonders auf die rote Spuckbahn. Trotzdem: Alle Fans dieses sportlichen Wettbewerbs fanden sich auch in diesem Jahr wieder auf der Wiese des Hundesportplatzes ein. Auch ehemalige Weltmeister stellten sich dem Publikum, denn die Stadt Düren hatte zur 25. Weltmeisterschaft besonders zu einem Sonderwettbewerb der Weltmeister der letzten zehn Jahre eingeladen. Es traten hierzu Hans-Peter Iven (1983, 1986 und 1989), Wolfgang Schlepütz (1990 und 1998), Norbert Steven (1988) und Oliver Kuck (1991, 1992, 1995, 1996) an. Mit 19,89 m schaffte es Norbert Steven, seine „Kollegen“ auf die Plätze zu verweisen. Dabei entschieden nur wenige Zentimeter über den Sieg, denn mit 19,85 m wurde Hans-Peter Iven Zweiter, während der Mann mit der weiterhin gültigen Rekordweite von 20,66 m, Oliver Kuck, hier nur eine Weite von 19,75 m erzielte. Zur Belohnung erhielten die vier Weltmeister ein Backbuch mit entsprechenden Kuchenrezepten, wobei auch die Kirschen nicht fehlen durften.

Im eigentlichen Wettbewerb kämpfte sich im Anschluss an den Sonderwettbewerb der Ex-Weltmeister Hans-Peter Iven mit einer Weite von 20,19 m im dritten Versuch an die Spitze der Senioren. Der erste Kern blieb bereits bei einer Weite von 14,89 m liegen und der zweite Kern verließ frühzeitig die Spuckbahn. An zweiter Stelle landete Dietmar Milz mit 19,64 m und der Drittplazierte hieß Ulrich Tendyra mit einer Weite von 18,70 m.
Bei dem Wettbewerb der Damen, die mittlerweile Spaß am Spucken bekommen haben, sah man Birgit Pohl am Start. Sie kam, spuckte und siegte zum dritten Mal in dieser Disziplin mit einer stolzen Weite von 14,48 m. Mit diesem gezielten Spucken übertraf sie ihre Vorjahres-Siegesweite von 12,78 m um gut eineinhalb Meter. Es bleibt die Frage zu stellen, ob sie auch im nächsten Jahr wieder auf dem Siegertreppchen stehen wird. Aber Ceylan Aydin bleibt ihr weiterhin auf den Fersen. Sie mußte sich mit 14,19 m mit dem zweiten Platz begnügen. Die drittbeste Weite erreichte Birgit Müller aus Kreuzau-Drove mit 11,83 m.

In der Jugendklasse (bis einschließlich 14 Jahre) setzte sich Thomas Fischöder mit einer Spuckweite von 13,32 m im ersten Versuch an die Spitze, gefolgt von Thorsten Jörres mit 12,37 m und Simon Freyaldenhoven mit 11,84 m. Bei der Preisverteilung meinte bei der Sieger: Ich bewundere das hier, so weit konnte ich nie spucken.

Jahr 2000

Lag es an den süßen Kirschen oder am Wetter? Während die Spucker die Rolleigenschaften der Süßkirschen kritisierten, hatten Teilnehmer und Veranstalter enormes Glück mit dem Wetter: Rund um Düren regnete es derart heftig, dass Feuerwehren im Dauereinsatz waren, um Keller und Ladenlokale leer zu pumpen. Doch Petrus hatte ein einsehen mit der Annakirmes und schickte lediglich einen kurzzeitigen Nieselregen über den Kirmesplatz. Doch diese Bedingungen reichten aus, um die Weltrekordmarke in keinster Weise zu gefährden. Dafür aber sahen die zahlreichen Zuschauer auf der Hundesportanlage einen der spannendsten Wettbewerbe der letzten Jahre. Am Ende lagen winzige 27 cm zwischen dem Sieger und dem Drittplazierten. Mit einer Weite von 17,65 m siegte Wolfgang Schlepütz aus Nideggen mit minimalem Vorsprung vor Walter Zurhelle (17,57 m) und Dietmar Milz, dessen Kern eine Weite von 17,38 m erreichte.
Nicht minder spannend war in diesem Jahr der Damenwettbewerb. Hier konnte sich Bianca Ostländer aus Hürtgenwald-Gey, nach der Vorrunde „nur“ Dritte, im Endkampf steigern und mit einer Weite von 11,48 m den Weltmeistertitel gewinnen. Mit lediglich 16 cm Rückstand wurde Beatrix Scherrello Zweite, Birgit Pohl konnte sich mit erzielten 10,73 m über den dritten Platz freuen. Kuriosum: Sowohl die Zweit- als auch die Drittplazierte erzielten ihre Bestweiten jeweils im ersten Versuch! Da schien den beiden Damen im Laufe des Wettbewerbs die Puste ausgegangen zu sein!

Einen überlegenen Sieger gab es im Wettbewerb der Jugendlichen. Mit nahezu zwei Metern Vorsprung gewann Sascha Aßelhoven aus Binsfeld. Bereits sein erster Versuch (11,83 m) hätte zum Titelgewinn augereicht, doch er beendete die Konkurrenz mit einem „weltmeisterlichen“ Spuck: Bei sagenhaften 13,03 m rollte der Kirschkern aus. Zweiter wurde mit 11,20 m Hendrik Bongartz aus Düren, gefolgt von Daniel Ropertz, der sich im letzten Versuch auf 11,07 m steigern konnte und somit den dritten Platz erzielte.

Unter den Klängen der deutschen Nationalhymne überreichten dann Bürgermeister Paul Larue und Platzmeister Max Röntz den Siegern Pokale, Urkunden und Kirmesgeld. Man darf gespannt sein, ob im kommenden Jahr bei günstigeren Bedingungen und sauren Kirschen der Fabelweltrekord von Oliver Kuck verbessert werden kann. Es wäre an der Zeit, schließlich stammt der Rekord aus dem Jahre 1991.

Jahr 2001

In diesem Jahre erhielt der Weltmeisterschaftskampf in Düren seine internationale Anerkennung. Herr Mosimann und seine Gattin reisten extra aus Lausanne (Schweiz) an, um die Dürener Veranstaltung zu begutachten. Das Ehepaar Mosimann gehört dem Eidgenössischen Verband der „Chriesistei-Spucker“ an. Dieser hat ein Reglement für seine Wettbewerbe aufgestellt, die im Grunde genommen denen unserer Weltmeisterschaft entsprechen.
Die Mosimanns waren begeistert vom Bahnaufbau und von der Parkanlage des Hundesportvereines. Dass mit der Weltmeisterschaft auch eine Kirmes verbunden war, gefiel ihnen ebenfalls sehr. Herr Mosimann ließ es sich trotz der großen Hitze nicht nehmen, sein „Kirsch-Kostüm“ zur Siegerehrung anzuziehen. Es handelte sich um eine rote Jacke mit einem Turban in Form eines Kirschkerns, die ihre Wirkung bei den Freunden des Kirschkernweitspuckens zeigte. Übrigens: Frau Annamarie Mosimann möchte einen Weltverband für diese Sportart gründen!

Was den Wettbewerb anbetraf, so bekamen die Teilnehmer einen Vorgeschmack auf das beginnende Kirmeswetter: Bei 31,5 Grad Celsius heizte Petrus den Sportlern ziemlich ein. Insgesamt standen 30 Kilo Süßkirschen für die rund 60 Teilnehmer zur Verfügung. Auch Altmeister wie Wolfgang Schlepütz und Hans-Peter Iven trafen wieder zum Wettkampf ein.
Ingo Hideg aus Düren „schoss“ sich von Anfang an mit 19,18 m an die Spitze. Dies hatte er auch verdient, denn er nahm in diesem Jahre zum vierten Male den Anlauf, das Siegertreppchen zu erreichen! Hans-Peter Iven schaffte fast ein Comeback und landete mit 16,12 m auf dem zweiten Platz, knapp vor Alexander Breuer aus Kreuzau. Wolfgang Schlepütz erreichte immerhin mit 15,60 m den vierten Platz.

Den Damenwettbewerb gewann Andrea Klein aus Troisdorf mit 11,09 m knapp vor Bianca Scherello - die damals noch amtierende Miss Annakirmes 2000 -, die mit 10,81 m den zweiten Platz belegte. Es folgte Ceylan Aydin mit 10,69 m auf Platz 3. Somit kann man Frau Aydin als erfolgreichste und auch eine der treuesten Teilnehmerinnen bezeichnen.

Bei den Kindern und Jugendlichen (bis einschließlich 14 Jahre) siegte Charlotte Fischöder mit starken 10,76 m vor Cedric Steiger mit 10,67 m. Dritter im Bunde wurde Rene Nixdorf aus Trittau.

Jahr 2002

Pure Spannung herrschte bei der 28. Ausgabe der traditionellen Auftaktveranstaltung der Annakirmes! Erst mit seinem letzten Versuch konnte der Schweizer Thomas Steinhauer am bis dato führenden Hans-Peter Iven vorbeiziehen (oder besser vorbeispucken) und sich mit phantastischen 20,26 m den Weltmeistertitel sichern. Damit verfehlter er den Weltrekord, mit 20,66 m gehalten von Oliver Kuck, nur um 40 Zentimeter! Für den Ex-Weltmeister Iven blieb in diesem Jahr mit guten 18,50 m „nur“ der Vize-Titel. Dritter im Bunde wurde Enzo Pusceddu, seinem Kirchkern ging bei 16,43 m die Puste aus!

„Auswärtssieg“ auch bei den Damen, auch hier ging der Weltmeistertitel in die Schweiz! Siegerin wurde Conchita Kohler, die wie Thomas Steinhauer dem „Eidgenössischen Chrisistei Spucker Verband“ angehört. Aber es war denkbar knapp! Zwischen der Siegesweite und der Weite für Platz 3 lagen nur 56 Zentimeter. So setzte sich am Ende dieses spannenden Wettbewerbes Conchita Kohler mit 13,57 m durch. Zweite wurde Beatrix Scherello mit 13,12 m, Dritte Ceylan Aydin mit 13,01 m.

Auf die Jugend ist Verlass, denn in diesem Wettbewerb blieb der Weltmeistertitel im Lande! Auch wenn Jan Knipprath die Rekordweite von Andreas Schmidt (16,75 m) bei weitem nicht erreichen konnte, so reichten seine 11,80 m in diesem Jahr zum Weltmeistertitel! Vizeweltmeister wurde Marcus Meuthen mit 11,36 m, gefolgt von Michael Fischöder, der mit 10,79 m Dritter wurde.

Jahr 2003

Die Weltmeisterschaft 2003 im Kirschkernweitspucken hatte es in sich: Mit zwei Weltrekorden und einem an Spannung kaum zu überbietenden Wettkampf bei den Männern erlebten die zahlreichen Zuschauer auf der Platzanlage des Hundesportplatzes am Rurdammweg eine sensationelle Veranstaltung.
Mit 21,71 m lag Oliver Kuck aus Hürtgenwald mehr als einen Meter über seinem alten Weltrekord aus dem Jahre 1991. Zwischenzeitlich musste er allerdings dem Weltmeister aus dem letzten Jahr, Thomas Steinhauer, den Rekord abgeben. Der Schweizer gab sich schließlich trotz seiner Bestmarke von 21,37 m dem jetzt auch mit fünf Titeln die WM-Bestenliste anführenden Kuck geschlagen.
Wie im letzten Jahr - diesmal sogar mit Weltrekord - war die Eidgenössin Conchita Kohler bei den Damen erfolgreich. Sie spuckte den Kirschkern auf die Rekordweite von 15,24 m. Zweite wurde Beatrix Scherello. Ihr Kirschkern rollte 12 cm weiter als der von Julia Kramer, die Platz drei erzielte.

Ganz knapp ging es bei den Junioren zu. Nur zwei Zentimeter gaben am Ende den Ausschlag und mit diesem hauchdünnen Vorsprung konnte Jan Knipprath (12,33 m) seinen Titel verteidigen. Zweiter wurde mit 12,31 Metern Sascha Frey-Aldenhoven aus Langerwehe vor Thomas Maintz aus Stockheim mit 10,68 m.

Die Sieger

Herren:

  1. Oliver Kuck (21,71 Meter)
  2. Thomas Steinhauer, Schweiz (21,37 Meter)
  3. Alexander Breuer (19,53 Meter)

Damen:

  1. Conchita Kohler, Schweiz (15,24 Meter)
  2. Beatrix Scherello (12,36 Meter)
  3. Julia Kramer (12,24 Meter)

Junioren:

  1. Jan Knipprath (12,33 Meter)
  2. Sascha Frey-Aldenhoven (12,31 Meter)
  3. Thomas Maintz (10,68 Meter)

Jahr 2004

Oliver Kuck aus Hürtgenwald, der im Jahr 2003 einen neuen Weltrekord aufstellen konnte, sicherte sich auch im Jubiläumswettbewerb 2004 wieder den Weltmeistertitel. Mit einer Weite von 18,51 m blieb Kuck zwar deutlich hinter seiner letztjährigen Bestweite von 21,71 m zurück, dennoch reichte dies zum souveränen Sieg in der Herrenkonkurrenz.

Bei den Damen wurde Petra Zurhelle aus Vettweiß neue Weltmeisterin. Sie spuckte den Kirschkern auf 12,64 m. Im Juniorenwettbewerb war Stephan Hermann aus Düren erfolgreich, der mit seinem letzten Versuch auf 15,28 m den zwischenzeitlich führenden Thomas Jörres noch abfangen konnte.

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbuchten die Veranstalter der 30. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken - darunter auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, Belgien, den Niederlanden, den USA und der Schweiz. Die beiden Eidgenossen Thomas Steinhauer und Conchita Kohler, die in den letzten zwei Jahren für Furore sorgten, hatten am Eröffnungstag der Annakirmes weniger Glück und konnten die Podestplätze diesmal nicht erreichen.

Ein doch spürbarer Gegenwind auf der Anlage verhinderte, dass ähnliche Weiten wie im letzten Jahr erreicht werden konnten. Einzig bei den Junioren war eine Steigerung der Bestweite im Vergleich zum Jahr 2003 zu verzeichnen.

Die Sieger

Herren:

  1. Oliver Kuck (18,51 Meter)
  2. Wolfgang Schlepütz (17,09 Meter)
  3. Hans-Peter Iven (16,81 Meter)

Damen:

  1. Petra Zurhelle (12,64 Meter)
  2. Ceylan Aydin (11,48 Meter)
  3. Sabine Farwick (11,35 Meter)

Junioren:

  1. Stephan Hermann (15,28 Meter)
  2. Thomas Jörres (13,75 Meter)
  3. Jan Knipprath (12,69 Meter)

 

Jahr 2005

Ein witterungsbedingtes Novum verzeichnete die 31. Auflage der Weltmeisterschaften im Kirschkernweitspucken am Eröffnungstag der Dürener Annakirmes: Aufgrund plötzlich auftretender Regenschauer musste die Konkurrenz bereits nach der Vorrunde, die aufgrund der sehr hohen Teilnehmerzahl gut zwei Stunden dauerte, beendet werden.
Weltmeister bei den Herren wurde Martin Metzker aus Köln mit einer hervorragenden Weite von 19,56 m. Bei den Damen gewann Stefanie Godesberg aus Nörvenich die Konkurrenz. Sie spuckte den Kirschkern auf 12,92 m. In der Juniorenklasse war Max Herglotz aus Kreuzau erfolgreich, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 12,08 m erreichte.
Auch der tatkräftige Einsatz der Organisatoren, die versuchten, die Bahn mit einem Aufnehmer vom Wasser zu befreien, konnte die Fortsetzung des Wettbewerbs nicht retten. Da die Kirschkerne auf der nassen Bahn nicht so weit rutschen können, war an eine Steigerung der bis dato erreichten Weiten nicht mehr zu denken.

Der extra aus Kiel angereiste Deutsche Meister Franz-Wolfgang Coersten hatte zu diesem Zeitpunkt ebenso wie der Weltrekordhalter Oliver Kuck aus Hürtgenwald bereits sein Pulver verschossen. Die beiden wurden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht und konnten keinen Podestplatz erreichen.

Bürgermeister Paul Larue überreichte im Anschluss an die Vorrunde zusammen mit Marianne Hemgenberg, Vorsitzende des Steuerausschusses, den verdienten Siegern ihre Ehrengaben.

Die Sieger

Herren:

  1. Martin Metzker, Köln (19,56 Meter)
  2. Patrick Schmitz, Düren (18,23 Meter)
  3. Taner Duran, Düren (18,13 Meter)

Damen:

  1. Stefanie Godesberg, Nörvenich (12,92 Meter)
  2. Sabine Farwick, Düren (12,40 Meter)
  3. Doris Königin, Düren (12,22 Meter)

Junioren:

  1. Max Herglotz, Kreuzau (12,08 Meter)
  2. Felix Schmitz, Nideggen (11,02 Meter)
  3. Cedric Schumacher, Kreuzau (10,13 Meter)

Jahr 2006

Die ersten Entscheidungen der Annakirmes des Jahres 2006 fielen bereits am Eröffnungssamstag: Die Weltmeister im Kirschkernweitspucken wurden auf dem Polizeihundesportplatz hinter der Alpinabahn gekürt.

Bei den Herren konnte sich Oliver Kuck aus Ober-Hilbersheim bei Bingen zum siebten Mal durchsetzen. Mit seiner Weite von 21,47 m kratzte er förmlich an seinem eigenen im Jahre 2003 aufgestellten Weltrekord. Bei den Damen gewann zum wiederholten Mal Ceylan Aydin aus Düren die Konkurrenz. Sie spuckte den Kirschkern auf 14,66 m. In der Juniorenklasse war Thomas Maintz aus Kreuzau erfolgreich, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 13,23 m erreichte.
Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbuchten die Veranstalter der 32. Weltmeisterschaft am Eröffnungstag der Annakirmes im Kirschkernweitspucken - darunter auch Tim Worral, der extra aus Australien angereist war, aber mit seiner Weite (12,53 m) nicht die Endrunde erreichen konnte, und Stefan Minten, einziger Treppenlaufprofi der Welt, der gerne an kuriosen Wettkämpfen teilnimmt: So hat er in seiner Karriere schon einen Wettlauf mit einer Seilbahn gewonnen. Letzterer ließ es sich auch nicht nehmen, zusammen mit Bürgermeister Paul Larue einen "Vier-Treppenlauf" zu machen.

Der erste Bürger der Stadt überreichte im Anschluss an den interessanten Wettkampf zusammen mit Marianne Hemgenberg, Vorsitzende des Steuerausschusses, den verdienten Siegern ihre Ehrengaben.

Die Sieger

Herren:
1. Oliver Kuck, Ober-Hilbersheim (21,47 Meter)
2. Guido Kall, Düren (20,39 Meter)
3. Gerd Schönbrenner, Düren (18,09 Meter)

Damen:
1. Ceylan Aydin, Düren (14,66 Meter)
2. Charlotte Fischöder, Düren (13,43 Meter)
3. Beatrix Scherello, Düren (12,19 Meter)

Junioren:
1. Thomas Maintz, Kreuzau (13,23 Meter)
2. Marco Fuss, Düren (12,43 Meter)
3. Karim Rabhi, Düren (12,36 Meter)

Jahr 2007

Obwohl es mittags noch nicht danach ausgesehen hatte, blieb das Wetter während der 33. Auflage der Weltmeisterschaften im Kirschkernweitspucken stabil. Als der Wettbewerb startete, riss die Wolkendecke auf und die Sonne lachte den zahlreichen Teilnehmern und Zuschauern entgegen.
Der Wettbewerb am Eröffnungstag der Annakirmes wurde von Teilnehmern aus Nordhessen dominiert. Alle Siegerpokale wanderten in diesem Jahr an die Gruppe "Paparozzi" aus Witzenhausen. Weltmeister bei den Herren wurde Thomas Brübach mit einer Weite von 18,37 m. Bei den Damen gewann Melanie Heczko die Konkurrenz. Sie spuckte den Kirschkern auf 15,00 m. In der Juniorenklasse war Wilco Brübach - Sohn des Senioren-Weltmeisters - erfolgreich, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 11,01 m erreichte.
Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verzeichneten die Veranstalter bei der WM im Kirschkernweitspucken - diesmal allerdings ohne Beteiligung aus dem Ausland, dafür aber mit der besagten Gruppe „Paparozzi“, die in ihrer Heimatstadt Witzenhausen regelmäßig an den Deutschen Meisterschaften im Kirschkernweitspucken teilnimmt.

Der Rekordweltmeister und Weltrekordhalter Oliver Kuck konnte in diesem Jahr nicht an seine gewohnte Form anknüpfen und erreichte am Ende „nur“ den vierten Platz.

Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) wieder hervorragend hergerichtet wurde, fanden sich neben den lokalen Medien auch Vertreter des WDR, von Sat 1 und der Nachrichtenagentur DDP ein.

Die Sieger erhielten im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Marianne Hemgenberg, der Vorsitzenden des städtischen Steuerausschusses, die Siegerpokale und das Preisgeld, das in diesem Jahr erstmalig bei den Herren und den Damen mit 100 Euro gleichhoch war.
 
Die Sieger

Herren:
1. Thomas Brübach, Witzenhausen (Nordhessen), Weite: 18,37 Meter
2. Martin Metzker, Düren, Weite: 16,87 Meter
3. Walter Zurhell, Vettweiß, Weite: 16,19 Meter

Damen:
1. Melanie Heczko, Bad Sooden-Allendorf (Nordhessen), Weite: 15,00 Meter
2. Ceylan Aydin, Düren, Weite: 12,70 Meter
3. Carola Heczko, Bad Sooden-Allendorf (Nordhessen), Weite: 11,53 Meter

Junioren:
1. Wilco Brübach, Witzenhausen (Nordhessen), Weite: 11,01 Meter *
2. Cedric Schumacher, Kreuzau, Weite: 9,89 Meter
3. Celina Schumacher, Kreuzau, Weite: 8,95 Meter

Jahr 2008

Nur eine Viertelstunde hat gefehlt und die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken wäre ohne Regenschauer beendet worden. So aber musste die Endrunde der Herren unterbrochen und letztendlich sogar abgebrochen werden. Die Weiten der Vorrunde gaben daher den Ausschlag über Sieger und Verlierer bei den Herren. Die Wettbewerbe der Damen und Junioren konnten noch bei schönem Wetter beendet werden.

Bei der Herrenkonkurrenz konnte sich Thomas Brübach aus Witzenhausen (Hessen) mit der hervorragenden Weite von 19,69 Meter durchsetzen und seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Weltmeisterin bei den Damen wurde Uta Koch aus Kreuzau. Sie spuckte den Kirschkern auf 13,42 Meter. In der Juniorenklasse war Patrick Schaber aus Düren erfolgreich, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 16,08 Meter erreichte und damit förmlich am 15 Jahre alten Weltrekord kratzte. Wilco Brübach, letztjähriger Sieger bei der Juniorenkonkurrenz, erhielt einen Sonderpreis, da seine deutliche Leistungssteigerung in der Endrunde des Herrenwettbewerbs (16,76 Meter) aufgrund des Abbruchs nicht gewertet werden konnte.

Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchten ihr Glück bei der 34. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken - darunter auch wieder Thomas Steinhauer und Conchita Kohler aus der Schweiz, letztere aktuelle Weltrekordhalterin bei den Damen. Die Veranstalter konnten auch wieder Gäste aus Witzenhausen begrüßen. Sogar Johanna I., eine von fünf Witzenhäuser Kirschenprinzessinnen, gab sich die Ehre und wünschte den Teilnehmern viel Glück.

Bürgermeister Paul Larue und Marianne Hemgenberg, Vorsitzende des städtischen Steuerausschusses, überreichten im Anschluss an den Wettbewerb den Siegern, die erstmals auf einem Podest geehrt wurden, ihr Preisgeld und die Siegerpokale.

Die Sieger

Herren:
1. Thomas Brübach, Witzenhausen (Nordhessen), Weite: 19,69 Meter
2. Wolfgang Schlepütz, Nideggen, Weite: 15,86 Meter
3. Sascha Aßelhoven, Nörvenich, Weite: 15,82 Meter

Damen:
1. Uta Koch, Kreuzau, Weite: 13,42 Meter
2. Conchita Kohler, Holderbank (Schweiz), Weite: 13,38 Meter
3. Irene Holle, Düren, Weite: 13,00 Meter

Junioren:
1. Patrick Schaber, Düren, Weite: 16,08 Meter
2. Dennis Uhlemann, Düren, Weite: 11,85 Meter
3. Sarah Loosemann, Wachtendonk (Niederrhein), Weite: 9,93 Meter

Jahr 2009

Nachdem in den vergangenen beiden Jahren vier der sechs möglichen Titel nach Nordhessen gingen, dominierten in diesem Jahr wieder die Spucker aus der Region. Bei den Herren ging der Titel nach 1983, 1986, 1989 und 1999 zum fünften Mal an Hans-Peter Iven aus Düren, der sich mit einer Weite von 17,79 Metern knapp vor seinem Sohn Mario Iven, selbst früherer Junioren-Weltmeister, behaupten konnte. Bei den Damen gewann Irene Holle aus Düren die Konkurrenz. Sie spuckte den Kirschkern auf 13,57 Meter. In der Juniorenklasse war Mirco Becker aus Kreuzau erfolgreich, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 14,58 Metern erreichte.

Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie eine im Vergleich zu den Vorjahren stark gestiegene Zuschauerzahl verzeichneten die Veranstalter bei der WM im Kirschkernweitspucken. Dass es sich um eine Weltmeisterschaft handelt, machte ein "Spucker" aus der Türkei deutlich, der extra aus Istanbul zu diesem Wettbewerb angereist war.
Nachdem bei den Deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen in Witzenhausen erstmals ein "Dopingfall" unter den Kirschkern-Spuckern bekannt wurde, achteten die Organisatoren der WM diesmal ganz genau auf die abgeknabberten Kirschkerne und untersuchten diese bei den Bestweiten auf mögliche Manipulationen.
Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) in guter Partnerschaft zur Verfügung gestellt wird, gab es erstmals auch eine Tribüne für die Zuschauer.

Die Sieger erhielten im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Marianne Hemgenberg, der Vorsitzenden des städtischen Steuerausschusses, die beide von der Witzenhäuser Kirschenprinzessin Theresa (Gries) unterstützt wurden, die Siegerpokale und das verdiente Preisgeld.

Die Sieger

Herren:
1. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 17,79 Meter
2. Mario Iven, Düren, Weite: 17,27 Meter
3. Oliver Kuck, Bingen, Weite: 16,73 Meter

Damen:
1. Irene Holle, Düren, Weite: 13,57 Meter
2. Melissa Sanchez, Düren, Weite: 13,19 Meter
3. Uta Koch, Kreuzau, Weite: 12,85 Meter

Junioren:
1. Mirco Becker, Kreuzau, Weite: 14,58 Meter
2. Kubilay Özmen, Düren, Weite: 12,67 Meter
3. Dennis Uhlemann, Wuppertal, Weite: 9,97 Meter

Jahr 2010

Wie im Jahr 2009 beherrschte die Familie Iven auch im Jahr 2010 den Herrenwettbewerb der WM im Kirschkernweitspucken. Vater Hans-Peter und Sohn Mario errangen mit Weiten von 18,07 Meter und 17,55 Meter souverän den ersten und zweiten Platz. In der Damenkonkurrenz setzte sich Irene Holle aus Düren mit einer Weite von 14,36 Meter erneut durch. Bei den Junioren blieb der Kirschkern von Simon Köttgen erst bei 12,18 Meter liegen. Der Dürener gewann damit erstmals den Titel.

Rund 85 Teilnehmerinnen und Teilnehmer spuckten bei gutem Kirmeswetter rund 1.600 Kirschkerne, die der Obstbauer Wollseifen vom Dürener Wochenmarkt freundlicherweise zur Verfügung stellte, auf die Bahn. Kurios war das Tagesprogramm des Drittplatzierten der Herrenkonkurrenz: Der Teilnehmer mit dem Spitznamen Ludwig P war gerade noch rechtzeitig vor Ende der Vorrunde von der Deutschen Meisterschaft für ferngesteuerte Elektrobuggies, die an diesem Wochenende in Langenfeld ausgetragen werden, nach Düren zum Kirschkernweitspucken angereist - es sollte sich für ihn lohnen.

Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) wieder hervorragend hergerichtet wurde, fanden sich neben den lokalen Medien auch Vertreter des regionalen Fernsehsenders center.tv ein.

Die Sieger erhielten im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Hubert Cremer, stellvertretender Bürgermeister, die Siegerpokale und das verdiente Preisgeld.

Die Sieger

Herren:
1. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 18,07 Meter
2. Mario Iven, Köln, Weite: 17,55 Meter
3. Ludwig P, Aachen, Weite: 17,09 Meter

Damen:
1. Irene Holle, Düren, Weite: 14,36 Meter
2. Stefanie Godesberg, Düren, Weite: 11,61 Meter
3. Alexandra Schmitz, Düren, Weite: 11,50 Meter

Junioren:
1. Simon Köttgen, Düren, Weite: 12,18 Meter
2. Dennis Uhlemann, Wuppertal, Weite: 11,96 Meter
3. Kubilay Özmen, Bottrop, Weite: 11,80 Meter

 

Jahr 2011

Nideggen bei den Herren, Kreuzau bei den Damen und Wuppertal bei den Junioren stellen in diesem Jahr die Weltmeister im Kirschkernweitspucken. Bei trockenem, aber recht kühlem Wetter und Gegenwind auf der Spuckbahn konnten sich Wolfgang Schlepütz (17,33 Meter), Irene Holle (11,63 Meter) und Dennis Uhlemann (12,88 Meter) gegen ihre Konkurrenten durchsetzen.

Unter den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 37. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken verzeichneten die Veranstalter dieses Jahr auch wieder internationale "Spucker" - darunter auch der frühere Weltmeister aus der Schweiz, Thomas Steinhauer. Der Eidgenosse erreichte mit 16,05 Meter den zweiten Platz beim Herrenwettbewerb hinter dem mittlerweile viermaligen Weltmeister Wolfgang Schlepütz. Der Titelträger aus den vergangenen beiden Jahren, Hans-Peter Iven, schied überraschend bereits in der Vorrunde aus. Sein Sohn Mario Iven, im letzten Jahr Vizeweltmeister, konnte sich in der Endrunde noch auf den dritten Platz verbessern.
Zur Seriensiegerin bei den Damen entwickelt sich mehr und mehr Irene Holle, die zum dritten Mal in Folge die Bestweite erreichen konnte. Dabei musste sie sich in der Endrunde gegen die Angriffe von Sabine Claßen und Julia Knipprath erwehren, die sie zwischenzeitlich auf den 3. Platz verdrängten. Mit ihrem ersten Spuckversuch der abschließenden Runde konnte Irene Holle die Kräfteverhältnisse allerdings wieder gerade rücken und sich den Titel sichern.
Nach zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz in den vergangenen drei Jahren hat Dennis Uhlemann dieses Jahr sein Meisterstück geschafft und den Juniorenwettbewerb gewonnen. Er setzte sich gegen Denis Gerner und Max Cremer durch.

Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) hervorragend hergerichtet wurde, erhielten die Sieger im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Ingo Latotzki, Chefredakteur der Dürener Nachrichten, die Siegerpokale und das verdiente Preisgeld.

Die Sieger des Jahres 2011

Herren:
1. Wolfgang Schlepütz, Nideggen, Weite: 17,33 Meter
2. Thomas Steinhauer, Schweiz, Weite: 16,05 Meter
3. Mario Iven, Köln, Weite: 15,88 Meter

Damen:
1. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 11,63 Meter
2. Sabine Claßen, Düren, Weite: 10,93 Meter
3. Julia Knipprath, Düren, Weite: 10,82 Meter

Junioren:
1. Dennis Uhlemann, Wuppertal, Weite: 12,88 Meter
2. Denis Gerner, Düren, 12,24 Meter
3. Max Cremer, Düren, Weite: 10,73 Meter

Jahr 2012

Hochklassige und spannende Wettbewerbe konnten die Zuschauer der 38. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken am Eröffnungstag der Annakirmes beobachten. Bei den Damen fehlte nur ein einziger Zentimeter, um den Weltrekord aus dem Jahr 2003 zu egalisieren. Irene Holle aus Kreuzau spuckte den Kirschkern auf 15,23 Meter und überholte damit die Weltrekordhalterin Conchita Kohler aus Remigen in der Schweiz, die nach der Vorrunde noch führte. Bei den Herren entschied Hans-Peter Iven aus Düren als erster Teilnehmer der gesamten Konkurrenz bereits mit seinen ersten drei Spuckversuchen den Herren-Wettstreit und übernahm mit seiner beeindruckenden Weite von 19,43 Metern auch die alleinige Führung der ewigen Bestenliste der WM im Kirschkernweitspucken - insgesamt hat Iven nun sieben Titel auf der Habenseite. Sieger im Jugendwettbewerb wurde zum zweiten Mal Simon Köttgen, ebenfalls aus Düren, der mit seinem Kirschkern eine Weite von 13,49 Metern erreichte.

Etwa 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchten in diesem Jahr bei trockenem Wetter - eine Stunde vor Beginn hatte es danach noch nicht ausgesehen - ihr Glück bei der 38. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken - darunter auch wieder internationale Starter aus den Niederlanden und der Schweiz. Die Eidgenossen stellten mit rund 20 Personen die größte Fangruppe im Feld und eröffneten zudem mit dem Nationalsymbol der Schweiz, einem Alphorn, musikalisch den Wettbewerb.

Auf der Anlage am Rurdammweg, die von den Hundefreunden Düren (www.hfd-ev.de) wieder hervorragend hergerichtet wurde, fanden sich neben den lokalen Medien auch Vertreter des WDR sowie von den Nachrichtenagenturen Reuters und DAPD ein.

Die Sieger erhielten im Anschluss an den Wettbewerb von Bürgermeister Paul Larue und Sandra Kinkel, Redakteurin der Dürener Nachrichten, die Siegerpokale und das verdiente Preisgeld. Für die Viertplatzierten der drei Wettbewerbe gab es Sachpreise gestiftet von der Gaststätte "Zur Eule" in Düren.

Die Sieger des Jahres 2012

Herren:
1. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 19,43 Meter
2. Ludwig P., Aachen, Weite: 18,85 Meter
3. Alexander Breuer, Kreuzau, Weite: 18,53 Meter

Damen:
1. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 15,23 Meter
2. Conchita Kohler, Remigen (Schweiz), Weite: 15,00 Meter
3. Sonja Dubach, Zeihen (Schweiz), Weite: 13,36 Meter

Junioren:
1. Simon Köttgen, Düren, Weite: 13,49 Meter
2. Annika Braun, Düren, Weite: 11,93 Meter
3. Dominik Holle, Kreuzau, Weite: 11,48 Meter

Jahr 2013

In sengender Sonne standen die Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche Schlange, um an den 39. Kirschkern-Weltmeisterschaften auf der Annakirmes in Düren teilnehmen zu können. Den zahlreichen Zuschauern im Schatten blieb angesichts der Weiten, die von den Kirschkern-Artisten trotz Gluthitze erzielt wurden, die Spucke weg. Platzmeister Achim Greiff verbrauchte mehrere Kreidestücke und das Mikrofon von Moderator Robert Wirtz mehrere Batterien, ehe die neuen Weltmeister gefeiert werden konnten.

"Hier ist das Wimbledon des Kirschkernweitspuckens", sagte Platzmeister Achim Greiff während des Wettkampfs in dieses Mikrofon, ein bisschen leise und verhalten, weil er gerade einen Kirschkern rund kaute, mit dem er traditionsgemäß später am Wettkampf teilnahm.
"Die Kirschen müssen von den Kernen ganz abgegessen und -gelutscht sein, sonst klappt es nicht!" riet Robert Wirtz den Anfängern unter den Teilnehmern. Ashley Kraus ist so eine Anfängerin. Sie kommt aus der niederländischen Stadt Venlo, macht mit der Familie Ferien in und um Düren, meldete sich spontan untrainiert zum Wettbewerb und erspuckte sich souverän auf Anhieb mit 9,99 Metern die Weltmeisterschaft der Junioren im Kirschkernspucken. "Damit hatte ich gar nicht gerechnet", sagte sie ehrlich überrascht.
Bei den Damen siegte buchstäblich mit ihrem letzten "Spucker"  mit einer Weite von 15 Metern Irene Holle, in Sachen Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken auf dem Annakirmesplatz eine Wiederholungstäterin, die bereits fünfmal auf dem Treppchen stand. "Kann man das noch toppen?" wurde sie von Robert Wirtz gefragt. "Den Weltrekord brechen!" antwortete Irene Holle ohne zu zögern.
Der wurde bei der 375. Annakirmes auch in der Kategorie der Männer nicht überboten. Dazu war es dann doch zu heiß. Der amtierende Weltrekordhalter Oliver Kuck, der dieses Mal auch wieder mit dabei war, kam nur bis ganz dicht an das Treppchen heran. Dort stand bei den Männern zum achten Mal Hans-Peter Iven aus Düren ganz oben, der 18,67 Meter schaffte und dessen Sohn auch kräftig und gekonnt in der Weltmeisterschaft mitspuckte. Zweiter wurde bei den Männern Guido Kall vom Ordnungsamt der Stadt Düren, was ein Zuschauer mit der Bemerkung quittierte: "Beruflich muss er aufpassen, dass keiner auf den Gehweg spuckt, und hier darf er selber." 18,01 Meter spuckte der Mann vom Ordnungsamt und bekam dafür einen Pokal, von den Aachener Nachrichten gestiftet, und eine Urkunde, wie alle Vizesieger, Sieger und Drittplatzierte der 39.Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken, denen Bürgermeister Paul Larue persönlich gratulierte. Der Bürgermeister dankte den Helfern, die drei Stunden in praller Sonne Kirschkerne von der Bahn gekehrt, moderiert und Siegerlisten geführt hatten, und freute sich darüber, dass die 39. Weltmeisterschaft durch eine große Gruppe Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Schweiz, durch die holländische Junioren-Siegerin und durch einen Schweden internationalen Rang, sozusagen Weltliga-Niveau, bekam und zusätzlich durch viele Teilnehmer aus den Reihen der Lechbrucker Gäste bereichert wurde, die in ihren Trachten auch beim Kirschkernspucken ein schönes Bild abgaben.

Die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken, die nächstes Jahr ihr 40. Jubiläum feiert, ist 1974 als "Schnapsidee" an der Theke entstanden. Die Theke im Kirmeszelt wird wohl auch für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem heißen 39. Wettkampf das Ziel gewesen sein, um sich mit Junioren-Limo oder einem kühlen Bier zu erfrischen.
 

 

Die Sieger des Jahres 2013

 

Herren:
1. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 18,67 Meter
2. Guido Kall, Düren, Weite: 18,01 Meter
3. Alexander Breuer, Kreuzau, Weite: 17,02 Meter

Damen:
1. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 15,00 Meter
2. Gabriela Heinen, Kreuzau, Weite: 14,22 Meter
3. Jutta Schmidt, Düren, Weite: 12,53 Meter

Junioren:
1. Ashley Kraus, Venlo (Niederlande) Weite: 9,99 Meter
2. Janek Kuck, Ober-Hilbersheim, Weite: 9,19 Meter
3. Annika Braun, Düren, Weite: 8,67 Meter

Jahr 2014

Vor der WM als Außenseiter gehandelt, nach der WM der große Sieger - Das Team des Verbandes Reisender Schausteller (VRS) aus Düren holte sich gleich zweimal den begehrten Titel bei der diesjährigen 40. Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken.

Zunächst gewann die Mannschaft um den Verbandsvorsitzenden Hans-Bert Cremer mit Roswitha Breuer, Gerhard Suhr und Udo Lausberg die Teamwertung mit knappem Vorsprung vor dem Team der Abteilung Vermessung. Anschließend überraschte Roswitha Breuer, Schaustellerin und Kassiererin im VRS, noch in der Frauen-Einzelkonkurrenz. Mit 13,95 Metern spuckte sie den Kirschkern um hauchdünne zwei Zentimeter weiter als die große Favoritin und Weltrekordlerin Conchita Kohler aus der Schweiz. Titelverteidigerin Irene Holle aus Kreuzau musste sich mit dem dritten Platz begnügen.

 

Überhaupt waren die Einzelkategorien spannend wie selten. Doch obgleich sich das Wetter von seiner besten Seite zeigte, wurde schnell deutlich, dass die Weltrekorde an diesem Tag nicht in Gefahr waren. Mit 18,25 Metern war der Gürzenicher Jan Knipprath Sieger in der Vorrunde der Männer. Diese Weite wurde in der Endrunde nur noch von einem Aachener Teilnehmer mit dem Künstlernamen Ludwig P. übertroffen, der den Kirschkern zumindest in die Nähe der 20-Meter-Marke spuckte und am Ende mit 19,48 Metern den Titel des Weltmeisters in die Karlsstadt nahm. Der achtfache Weltmeister und Titelverteidiger Hans-Peter Iven kam mit 17,21 Metern auf den dritten Platz. Bereits in Vorrunde ausgeschieden war der Weltrekordler Oliver Kuck, der im Jahr 2003 den Kirschkern auf 21,71 Meter spuckte.

Bei den Junioren gab es dann doch noch Jubel bei den Gästen aus der Schweiz, die wieder mit einer Gruppe eigens aus dem Alpenstaat angereist waren. Jessica Stückelberger spuckte den Kirschkern auf 10,75 Meter und wurde in ihrer Kategorie Weltmeisterin.

Als besonderes Highlight in der Annakirmeswoche bezeichnete Dürens Bürgermeister Paul Larue die Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken bei der anschließenden Siegerehrung. "Dieser Wettbewerb hat in seinen 40 Jahren Sportgeschichte geschrieben", so Paul Larue. Er dankte vor der Übergabe der Pokale, Urkunden und des Siegergeldes allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dem Platzmeister Achim Greiff und seinem Team von der Vermessungsabteilung im Amt für Stadtentwicklung sowie Moderator Robert Wirtz, der trotz zwischenzeitlichem Ausfall der Mikrofon-Batterien, die Veranstaltung wieder in souveräner Manier begleitete.

 

 

Die Sieger des Jahres 2014

 

Herren:
1. Ludwig P., Aachen, Weite: 19,48 Meter
2. Jan Knipprath, Düren, Weite: 18,25 Meter
3. Hans-Peter Iven, Düren, Weite: 17,21 Meter

Damen:
1. Roswitha Breuer, Aachen, Weite: 13,95 Meter
2. Conchita Kohler, Remigen (Schweiz), Weite: 13,93 Meter
3. Irene Holle, Kreuzau, Weite: 13,00 Meter

Junioren:
1. Jessica Stückelberger, Brugg (Schweiz), Weite: 10,75 Meter
1. Ashley Kraus, Venlo (Niederlande) Weite: 10,48 Meter
2. Janek Kuck, Ober-Hilbersheim, Weite: 10,36 Meter

Chronik der Kirschkernweltmeister

Jahr Weltmeister Weite
1974       mit Blasrohr: Klaus Stutzenstein (Düren) 33,05 m       
1974
Heinz Michels (Hürtgenwald)
14,61 m
1975 Josef Goertz (Düren)
17,34 m
1976 Karl-Heinz Stupp (Eschweiler) 16,95 m
1977 Karl-Heinz Stupp (Eschweiler)
15,09 m
1978 ausgefallen /
1979 Wolfgang Gohlke (Düren) 14,46 m
1980
Franz Stupp (Lautertal)
13,14 m
1981
Rainer Guthausen (Düren)
15,05 m
1982 Herbert Istas (Nörvenich)
16,86 m
1983 Hans-Peter Iven (Düren) 20,59 m
1984 Karl-Heinz Stupp (Düren)
17,56 m
1985 Gerd Schönbrenner (Düren)
16,29 m
1986 Hans-Peter Iven (Düren)
18,99 m
1987 Guido Braun (Düren) 17,22 m
1988 Norbert Steven (Merzenich)
19,45 m
1989 Hans-Peter Iven (Düren)
17,52 m
1990 Wolfgang Schlepütz (Düren)
17,30 m
1991 Oliver Kuck (Hürtgenwald) 20,66 m
1992 Oliver Kuck (Hürtgenwald)
19,58 m
1993 Sascha Sadewasser (Düren)
19,03 m
1994 Sascha Sadewasser (Düren) 15,50 m
1995 Oliver Kuck (Hürtgenwald) 19,49 m
1996 Oliver Kuck (Hürtgenwald) 17,46 m
1997 Martin Metzker (Düren) 17,24 m
1998 Wolfgang Schlepütz (Nideggen) 19,32 m
1999 Hans-Peter Iven (Düren)
20,19 m
2000 Wolfgang Schlepütz (Nideggen) 17,65 m
2001
Ingo Hideg (Düren)
19,18 m
2002 Thomas Steinhauer (Schweiz) 20,26 m
2003 Oliver Kuck (Hürtgenwald) 21,71 m (WR)
2004 Oliver Kuck (Hürtgenwald) 18,51 m
2005 Martin Metzker (Düren) 19,56 m
2006 Oliver Kuck (Ober-Hilbersheim)
21,47 m
2007 Thomas Brübach (Witzenhausen) 18,37 m
2008 Thomas Brübach (Witzenhausen) 19,69 m
2009 Hans-Peter Iven (Düren) 17,79 m
2010 Hans-Peter Iven (Düren) 18,07 m
2011 Wolfgang Schlepütz (Nideggen)
17,33 m
2012 Hans-Peter Iven (Düren) 19,43 m
2013 Hans-Peter Iven (Düren) 18,67 m
2014 Ludwig P. (Aachen) 19,48 m
     
     
     
     
     
     
     

 

 

Jahr Weltmeisterin Weite
1988
Elisabeth Gerkowski (Kreuzau)
11,53 m
1989 Judith Abschlag (Düren) 11,18 m
1990
Ingrid Harzheim (Düren)
11,04 m
1991 Marianne Marx (Nörvenich) 11,24 m
1992 Ceylan Weyermann (Düren) 11,58 m
1993 Ceylan Weyermann (Düren) 14,05 m
1994 Ceylan Aydin (Düren) 11,39 m
1995
Aline Mühlbauer (Düren)
11,73 m
1996 Birgit Pohl (Düren) 12,62 m
1997 Ceylan Aydin (Düren) 11,04 m
1998 Birgit Pohl (Düren) 12,78 m
1999 Birgit Pohl (Düren) 14,48 m
2000 Bianca Ostländer (Hürtgenwald) 11,48 m
2001 Andrea Klein (Troisdorf) 11,09 m
2002 Conchita Kohler (Schweiz) 13,57 m
2003 Conchita Kohler (Schweiz) 15,24 m (WR)
2004 Petra Zurhelle (Vettweiß)
12,64 m
2005
Stefanie Godesberg (Nörvenich)
12,92 m
2006 Ceylan Aydin (Düren) 14,66 m
2007
Melanie Heczko (Bad Sooden-Allendorf)
15,00 m
2008
Uta Koch (Kreuzau)
13,42 m
2009
Irene Holle (Düren)
13,57 m
2010
Irene Holle (Düren)
14,36 m
2011
Irene Holle (Kreuzau)
11,63 m
2012
Irene Holle (Kreuzau)
15,23 m
2013
Irene Holle (Kreuzau)
15,00 m
2014 Roswitha Breuer (Aachen)
13,95 m
     
     

 

Jahr Weltmeister/in Weite
1982 Georg Senden (Düren)
10,65 m
1983 Georg Senden (Düren)
9,98 m
1984 Georg Senden (Düren) 12,69 m
1985
Thomas Rogge (Düren)
13,75 m
1986
Tina Franzen (Düren)
9,91 m
1987 Jürgen Schmitz (Düren)
12,73 m
1988 André Peters (Nörvenich)
9,90 m
1989 Selahattin Baykal (Türkei) 10,24 m
1990 Mario Iven (Düren) 10,27 m
1991
Alexander Breuer (Kreuzau)
13,14 m
1992 Sebastian Fischbach (Düren) 12,70 m
1993
Andreas Schmidt (Düren)
16,75 m (WR)
1994 Sascha Schepp  (Düren) 12,35 m
1995 Sascha Lauterbach (Düren)
12,38 m
1996 Gül Ali Alpulla (Düren) 13,17 m
1997 Sascha Lauterbach (Düren) 12,52 m
1998 Jens Forster (Düren) 11,46 m
1999
Thomas Fischöder (Düren)
13,32 m
2000
Sascha Aßelhoven (Nörvenich)
13,03 m
2001
Charlotte Fischöder (Düren)
10,76 m
2002 Jan Knipprath (Düren) 11,80 m
2003 Jan Knipprath (Düren) 12,33 m
2004 Stephan Hermann (Düren) 15,28 m
2005 Max Herglotz (Kreuzau) 12,08 m
2006 Thomas Maintz (Kreuzau)
13,23 m
2007
Wilco Brübach (Witzenhausen)
11,01 m
2008 Patrick Schaber (Düren)
16,08 m
2009 Mirco Becker (Kreuzau)
14,58 m
2010 Simon Köttgen (Düren)
12,18 m
2011 Dennis Uhlemann (Wuppertal)
12,88 m
2012 Simon Köttgen (Düren) 13,49 m
2013
Ashley Kraus, Venlo (Niederlande)
9,99 m
2014 Jessica Stückelberger, Brugg (Schweiz) 10,75 m