Partnerstädte

Gelebte Partnerschaften - in Europa und weltweit

Wir Dürenerinnen und Dürener sind europäisch gesinnt und global orientiert!

In Düren sind wir stolz auf insgesamt fünf Partnerstädte im Westen und Osten Europas: neben den beiden französischen Städten sind dies Altmünster in Österreich, Gradačac in Bosnien-Herzegowina sowie Stryj in der Ukraine. Mit der türkischen Partnerstadt Karadeniz Ereğli am Schwarzen Meer und der Freundschaft mit der chinesischen Millionenstadt Jinhua überschreiten wir die Grenzen unseres Kontinents.

Broschüre "Partnerstädte der Stadt Düren"
 


 

Altmünster


Am 18. Dezember 1971 wurde die Urkunde über eine Partnerschaft zwischen der noch selbständigen Gemeinde Niederau und Neukirchen in der Marktgemeinde Altmünster unterzeichnet.

Weitere Informationen zu Altmünster

Lage: Oberösterreich am Traunsee
Einwohnerzahl: 9.600 Einwohner
Entfernung: 765 km
Bürgermeisterin:    Elisabeth Feichtinger

 

Am 18. Dezember 1971 wurde in Altmünster am Traunsee (Oberösterreich) die Urkunde über eine Partnerschaft zwischen der noch selbständigen Gemeinde Niederau und Neukirchen in der Marktgemeinde Altmünster unterzeichnet. Dieser Partnerschaft vorausgegangen waren seit 1965 freundschaftliche Kontakte zwischen dem Männergesangverein Niederau-Krauthausen und dem Musikverein Neukirchen. 

Nach der kommunalen Neugliederung zum 1. Januar 1972, bei der die Gemeinde Niederau zur Stadt Düren eingemeindet wurde, übernahm die Stadt Düren die Aufgaben aus der Partnerschaftsurkunde. Sie fördert nachhaltig die Begegnungen zwischen den Menschen beider Orte. Neben den Niederauer und Neukirchener Vereinen besuchen auch Delegationen des Rates und der Verwaltung die jeweilige Partnergemeinde. Die Partnerschaft wird breit von der Bevölkerung getragen.

1973 wurden in Düren-Niederau zwei Straßen umbenannt in “Altmünsterstraße” und “Neukirchener Straße”; seit 1989 gibt es in Neukirchen eine “Niederauer Straße”, in Altmünster eine “Dürener Straße” sowie seit November 2001 in Düren-Niederau auch einen “Traunseeweg”.

Die Begegnungen zeichnen sich seit mehr als vierzig Jahren durch eine herzliche Atmosphäre und Sympathie aus. Die Partnerschaft verdankt ihre Vitalität vielen Menschen. In den letzten Jahren gab es unter anderem einen regen Austausch zwischen dem Altenwohnheim in Altmünster und dem Schenkel-Schoeller-Stift in Niederau.

Altmünster ist auch ein beliebtes Urlaubsziel, denn es liegt direkt am Traunsee im schönen Salzkammergut und bietet mit seinen Badeflächen, einem beheizten Freibad, einem dichten Netz an Wanderwegen, Tennisplätzen, Mountainbikerouten und Volleyballanlagen viele Möglichkeiten für einen Aktivurlaub. 

Für Dürener Urlauber in Altmünster gibt es die Salzkammer-Card gratis (von Mai bis Oktober). Mit dieser Bonus-Card erhält man bis zu 30 % Ermäßigungen auf die Sehenswürdigkeiten des Salzkammergutes. Dürener Gäste erhalten die Card im Tourismusbüro Altmünster.

www.traunsee.at/altmuenster
www.tiscover.com/altmuenster

 


 

Cormeilles

 

Nach entsprechenden Beschlüssen der Räte wurde die Städtepartnerschaft im Juni 1970 offiziell begründet.
 

Weitere Informationen zu Cormeilles

Lage: Im französischen Department Eure in der Normandie
in der Landschaft Pays d'Auge (Frankreich)
Einwohnerzahl:     1.200 Einwohner
Entfernung: 550 km
Bürgermeister: Pascal Cauche

 

Eine Reise in die Normandie führte die Volkstanzgruppe des Turnvereins Arnoldsweiler im Jahre 1967 unter anderem nach Cormeilles im französischen Departement Eure, wo sie auftrat und sehr herzlich empfangen wurde. Die jungen Deutschen nahmen eine Einladung des dortigen Bürgermeisters mit nach Hause, eine Partnerschaft zwischen Cormeilles und der damals noch selbstständigen Gemeinde Arnoldsweiler zu gründen. Damit brachte dieser den guten Willen zum Ausdruck, den Deutschen nach den vergangenen Kriegen versöhnend die Hand zu reichen. Nach entsprechenden Beschlüssen der Räte wurde die Städtepartnerschaft im Juni 1970 offiziell begründet. In der Partnerschaftsurkunde wird der Wille beider Seiten zum Ausdruck gebracht, zum Frieden und zur europäischen Einigung beizutragen.

Seit Arnoldsweiler am 1. Januar 1972 im Rahmen der kommunalen Neugliederung Stadtbezirk von Düren wurde, wird die Städtepartnerschaft mit Cormeilles durch die Stadt Düren weitergeführt und durch die Einwohner des Stadtteils Arnoldsweiler und die Repräsentanten der Stadt Düren weiterhin mit Leben erfüllt. Schüler, Senioren, Sportler verschiedenster Sportarten, Karnevalisten, Musiker, natürlich auch Repräsentanten aus Politik und Verwaltung und die Mitglieder der beiden Partnerschaftskomitees haben sich seit Bestehen der Partnerschaft gegenseitig in Cormeilles und Arnoldsweiler besucht. Beliebte Traditionen sind seit Jahren die Begegnungen zu Karneval in Arnoldsweiler und zu Christi Himmelfahrt in Cormeilles mit Beteiligung der jeweiligen Gäste an den Umzügen durch den jeweiligen Ort.

Guter  Brauch sind auch die Besuche einer Delegation aus Cormeilles zum Dürener Stadtfest. Gemeinsam mit den anderen Dürener Partnerstädten präsentieren sie auf dem Annaplatz neben der Annakirche ihre Gemeinde, einen Ort mit typischen Fachwerkhäusern, die wunderschöne Region um Cormeilles und natürlich regionale Spezialitäten wie Calvados, Cidre und die berühmten Käse-Sorten.

Cormeilles hat rund 1.200 Einwohner; die Entfernung zwischen Cormeilles und Düren beträgt 531 km. Der Ort liegt umgeben von hügeligen Wiesen mit Apfelbäumen in der Landschaft Pays d’Auge. Die Städte Rouen, Caen, Lisieux, die bekannten Badeorte Deauville und Trouville liegen ebenso in der Nähe wie der Künstlerort und Hafen Honfleur sowie die mehr als zwei Kilometer lange Brücke der Normandie, welche in 60 Meter Höhe über dem Fahrwasser der Seine-Mündung die Orte Honfleur und Le Havre miteinander verbindet.

Interessantes rund um Cormeilles

 

 


 

Gradačac


Die Unterzeichnung der deutschen Urkunde erfolgte am 23. Februar 2002 in Düren durch Dürens Bürgermeister Paul Larue und seinem Amtskollegen Ferhat Mustafić.

Weitere Informationen zu Gradačac

Lage: Im Nordosten von Bosnien-Herzegowina
im Kanton Tuzla
Einwohnerzahl:    46.200 Einwohner
Entfernung: 1.431 km
Bürgermeister: Edis Dervišagić

 

Offiziell besteht die Städtepartnerschaft seit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in der bosnisch-herzegowinischen Fassung durch Dürens Bürgermeister Paul Larue und seinem Amtskollegen Ferhat Mustafić am 16. August 2001 in Gradačac. Die Unterzeichnung der deutschen Urkunde erfolgte am 23. Februar 2002 in Düren. Es war zu diesem Zeitpunkt erst die zweite offizielle Partnerschaft zweier Städte aus Deutschland und Bosnien-Herzegowina - die erste, die nach dem Bürgerkrieg entstanden ist.

Düren und Gradačac haben Gemeinsamkeiten, die verbinden. 
Beide Städte wurden durch einen schrecklichen Krieg stark zerstört, und sie haben Kriegsflüchtlinge ohne jegliche Verpflichtung und Nutzen aufgenommen, versorgt und ihnen eine vorübergehende Heimat geboten. Während ihres Aufenthaltes in Düren in den Jahren 1992 bis 1998 haben sich viele freundschaftliche Kontakte zwischen den damaligen Flüchtlingen und Dürener Bürgern entwickelt, die nach der Rückkehr ins Heimatland im September 1998 weiterhin gepflegt wurden. Die “Chemie” der Menschen beider Städte untereinander stimmt offensichtlich. Fleiß, Lebensfreude, Frohsinn, Gastfreundschaft und Offenherzigkeit sind auf beiden Seiten gleichermaßen ausgeprägt. Die Rückkehr von 220 Flüchtlingen erfolgte in eine eigens dafür von der Stadt Düren erbauten Siedlung in Gradačac

Trotz der großen räumlichen Entfernung sind die Kontakte der Menschen beider Städte sehr intensiv. Regelmäßig präsentiert man sich mit Informationen und Spezialitäten bei den jeweils größten Festen - dem Stadtfest in Düren bzw. der "Pflaumenmesse" in Gradačac.

Die Wertschätzung der Partnerschaft findet ihren Ausdruck in drei besonderen Ehrungen. 
Der frühere Bürgermeister von Gradačac, Ferhat Mustafić, wurde am 31. Juli 2007 im Rahmen einer Sondersitzung des Rates der Stadt Düren mit der Verleihung der "Ehrenplakette der Stadt Düren" für seinen Einsatz und seine Verdienste um die Städtepartnerschaft ausgezeichnet.

Ebenso wurde dem früheren Bürgermeister der Stadt Düren, Josef Vosen, in einer Sondersitzung des Rates der Gemeinde Gradačac die "Ehrenbürgerwürde" für seine Unterstützung beim Wiederaufbau von Gradačac verliehen.  

Weiterhin wurde der ehemalige Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Düren, Dietmar Bandke, zum "Ehrenbürger von Gradačac" ernannt und damit für seine langjährigen humanitären Leistungen für die Menschen in Gradačac und seine Verdienste in der vielfältigen Zusammenarbeit der Städte Gradačac und Düren ausgezeichnet.

Zusammenarbeit von Düren und Gradačac 
In vielen Bereichen hat sich in den letzten beiden Jahren eine Zusammenarbeit entwickelt. Beide Verwaltungen kooperieren miteinander. Des Weiteren besteht eine Schulpartnerschaft. Unter anderem gibt es vielversprechende Beziehungen in den Bereichen Sport, Kultur, Behindertenarbeit, Feuerwehr, medizinische Versorgung und Kirche.

So hat sich zum Beispiel ein reger Austausch zwischen den Frauen in Bosnien und Dürener Frauen entwickelt, ausgehend von Projekten, die Gilla Knorr, Leiterin des Frauenbüros der Stadt Düren, und Halida Jahić, Koordinatorin des bosnischen Frauennetzwerkes, gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Es wurde ein Kochbuch mit bosnischen Rezepten in deutscher Sprache herausgebracht. Dürener Frauen besuchten 2012 Frauen in Gradačac und Umgebung und informierten sich über Aktionen des bosnischen Frauennetzwerkes.
Die Rurtalbahn GmbH hat mitgeholfen, das Schienennetz in Teilen Bosniens wieder in Gang zu setzen. Die Zusammenarbeit der Stadt Gradačac mit den kommunalen Betrieben (Dürener Service Betrieb und Stadtentwässerung) hat bereits Früchte getragen. So gingen zwei dringend benötigte Müllfahrzeuge nach Gradačac. Diese Zusammenarbeit soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. 

Ein Austausch von Ärzten und Pflegekräften wurde auf den Weg gebracht. Eine Ärztin und zwei Ärzte aus der Partnerstadt Gradačac waren im Juli 2013 eine Woche lang zum Austausch mit Dürener Kollegen Gast im St. Augustinus-Krankenhaus in Lendersdorf und im St. Marien-Krankenhaus in Birkesdorf. 

Bei einem Besuch des Bürgermeisters Edis Dervišagić und dessen Ehefrau Samira, die mit einer sechsköpfigen Delegation angereist waren, wurden im Jahr 2013 Arbeitsgespräche mit den verschiedenen Bereichen der Verwaltung (Feuerwehr, Stadtentwässerung und Wirtschaftsförderung) geführt. Ein Schwerpunkt des Besuches wurde auf die Knüpfung wirtschaftlicher Kontakte gelegt. Einer der Höhepunkte des Besuches war der Empfang im Erkerzimmer von Schloss Burgau, wo Bürgermeister Paul Larue in festlicher Atmosphäre den im Jahr 2012 gewählten Bürgermeister Edis Dervišagić begrüßte, der sich dort in das Goldene Buch der Stadt Düren eintrug.

Bericht des Internetfernsehsenders Stadt TV Düren über das Partnerschaftskochbuch

www.gradacac.ba

 



Interessantes rund um Gradacac

Partnerstadt Gradacac

Partnerstadt Gradacac politisch

Partnerstadt Gradacac (allgemeine Informationen)

Reisebericht der Dürener Delegation (April 2003)

Reisebericht der Dürener Delegation (Mai 2004)

 

 

 


 

Jinhua


Am 24.10.2002 unterzeichneten Bürgermeister Paul Larue und sein chinesischer Amtskollege Lou Yangsheng, eine Vereinbarung über partnerschaftliche Beziehungen beider Städte.

Weitere Informationen zu Jinhua

Lage: Im Herzen der Provinz Zhejiang,
300 km südlich von Shanghai (China)
Einwohnerzahl:     350.000 Einwohner
Entfernung: 9.023 km
Bürgermeister: Ji Junmin

 

Nach einem ersten Kontakt im Jahr 1998 und weiteren Begegnungen und Delegationen in den darauffolgenden Jahren sind die Städte Düren und Jinhua seit 2002 offiziell Partnerstädte. In der Stadt Jinhua selbst leben auf einer Fläche von 301 Quadratkilometern 350.000 Menschen. Jinhua ist gleichzeitig Sitz der Regionalverwaltung von vier Städten (Lanxi, Yiwu, Dongyang, Yongkang), von vier Kreisen (Jinhua, Wuyi, Pujiang, Pan'an) und vom Bezirk Wucheng. Diese Region erstreckt sich über eine Fläche von 10.918 Quadratkilometern mit 4,38 Millionen Einwohnern. Damit ist Jinhua eine bedeutende Stadt und Region im Zentrum der Provinz Zhejiang mit einer ausgeprägten Infrastruktur.

In den letzten Jahren hat sich die wirtschaftliche Entwicklung von Jinhua entschieden beschleunigt. Die Provinz Zhejiang ist eine der wirtschaftlich blühendsten Provinzen in der Volksrepublik China, dies auch dank ihrer geographischen Lage in der Nähe der Küste, etwa 300 Kilometer südlich von Shanghai.

Tragende Säulen der Industrie sind der Maschinenbau, die Textil- und Nahrungsmittelindustrie sowie die chemische und pharmazeutische Industrie und die industrielle Herstellung von Baustoffen. Nebenzweige bilden Metallurgie sowie Papier-, Kunststoff-, Leder-, und Elektroindustrie. Jinhua ist ein bedeutender Warenumschlagplatz. In der Stadt Yiwu befindet sich einer der größten Märkte (Messen) für Alltagsgüter weltweit.

Die Städte Jinhua und Yiwu verfügen über einen gemeinsamen nationalen Flughafen mit direkten Flugverbindungen nach Guangzhou, Beijing, Shenzhen und vielen weiteren Großstädten Chinas.

Jinhua besitzt reiche natürliche Ressourcen und eine stark entwickelte Land- und Viehwirtschaft. Einem Sprichwort zufolge ist Jinhua "die zweite Kornkammer von Zhejiang". Hier wird der in ganz China berühmte "Schinken von Jinhua" seit über 800 Jahren hergestellt. Die landwirtschaftliche Umgebung von Jinhua ist für ihre Schönheit berühmt und reich an historischen Sehenswürdigkeiten. Bekannte Ausflugsziele und touristische Attraktionen sind zum Beispiel die Shuanglong-Tropfsteinhöhlen, die bizarren Felsen von Yongkang, die Sechs-Höhlen-Berge von Lanxi oder die heißen Quellen von Wuyi.

Kultur verbindet! Begonnen hatte die städtepartnerschaftliche Verbindung zu Jinhua mit einer Chinareise des Jugend-Jazz-Orchesters unter Leitung des Dürener Musikprofessors Wolfgang Breuer und einem Auftritt in Jinhua. Nach einem ersten Schriftwechsel wurden 1998 offizielle Kontakte mit Düren geknüpft. Besuche chinesischer Delegationen in Düren folgten. So lernte man sich allmählich kennen und fand Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten.

Im Jahr 2001 fasste der Rat der Stadt Düren den einstimmigen Beschluss, "die bestehenden Kontakte mit der Stadt Jinhua zu intensivieren und mittelfristig eine Städtepartnerschaft zwischen Jinhua und Düren aufzubauen". Etwas mehr als ein Jahr später, konkret am 24.10.2002, unterzeichneten Bürgermeister Paul Larue und sein chinesischer Amtskollege Lou Yangsheng, während des ersten offiziellen Besuches einer Dürener Delegation in Jinhua, eine Vereinbarung über partnerschaftliche Beziehungen beider Städte.

Diese Städtepartnerschaft, so ist in der genannten Vereinbarung zu lesen, soll das gegenseitige Verständnis der Bürgerinnen und Bürger von Jinhua und Düren fördern, die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen stärken und zum Wohl beider Städte beitragen.

Seit seiner Gründung im März 2008 unterstützt der Partnerschaftsverein Düren-Jinhua e.V. mit verschiedenen Aktionen und Maßnahmen die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Städten.

Fotoausstellung 2016

 


 

Karadeniz Ereğli

Am 17. September 2009 wurde die Städtepartnerschaft von Bürgermeister Paul Larue und seinem türkischen Amtskollegen Halil Posbiyik feierlich unterzeichnet.

Weitere Informationen zu Karadeniz Ereğli

Lage: Im Nordwesten der Türkei am Schwarzen Meer
Einwohnerzahl:    176.000 Einwohner
Entfernung: ca. 2.750 km
Bürgermeister: Halil Posbɩyɩk

 

Unter den in Düren lebenden 50 bis 60 Familien aus dem türkischen Karadeniz Ereğli war es ein lang gehegter Wunsch, zwischen ihrer neuen und alten Heimatstadt ein enges Band zu knüpfen. Sie haben die Partnerschaft zwischen Düren und Karadeniz Ereğli auf den Weg gebracht. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Ideengeber Sefer Aydin, der aus Karadeniz Ereğli stammt und seit 40 Jahren in Düren lebt. 

Als am 17. September 2009 die Städtepartnerschaft im Dürener Rathaus zwischen Düren und Karadeniz Ereğli von Bürgermeister Paul Larue und seinem türkischen Amtskollegen Halil Posbiyik feierlich unterzeichnet wurde, war auf beiden Seiten die Freude groß. Im Sommer 2010 war eine große Delegation aus Düren zu Besuch bei unseren türkischen Freunden in Karadeniz Ereğli. Auch dort wurde die Partnerschaft noch einmal offiziell besiegelt.

2011 besuchte die Feuerwehr aus Karadeniz Ereğli die Kollegen in der Stadt Düren, die 2012 mit einem Gegenbesuch den Kontakt fortsetzten.

Karadeniz Ereğli, das als Heraklia Pontike schon im 6. Jahrhundert vor Christus gegründet wurde, liegt in einer attraktiven Region der Türkei. Die Schönheiten der Natur kommen hier ebenso zu ihrem Recht, wie die wirtschaftliche Entwicklung. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Archäologische Museum, das Museumsschiff Alemda, die Cehennemagzi Höhle (Herkules) sowie die vier Kilometer lange Strandpromenade und unberührte Natur machen diese Gegend einzigartig. Im Juli findet hier alljährlich das beliebte Erdbeerenfest, ein internationales Kultur- und Gesangsfestival, statt. Die größte Eisen- und Stahlfabrik (Erdemir) in der Türkei und die große, international bekannte Schiffsfabrik des Landes fügen sich gut in die Landschaft ein und geben vielen Menschen, auch aus dem Umland, ihr Auskommen.

Liebe - Friede - Freundschaft, das ist nicht nur das Motto der Universität, sondern auch der Stadt Karadeniz Ereğli, die dieses Motto lebt und in die Welt hinaus trägt.

 


 

Stryj


Seit dem 15. September 2001 hat Düren eine Städtepartnerschaft mit Stryj. Bürgermeister Paul Larue und sein ukrainischer Amtskollege Roman Schramowyjat unterzeichneten die entsprechende Urkunde.

Weitere Informationen zu Stryj

Lage: Gelegen am Fuße der Karpaten
am gleichnamigen Fluss Stryj (Ukraine)
Einwohnerzahl:    62.000 Einwohner
Entfernung: 1.553 km
Bürgermeister: Roman Schramowjat

 

Landschaftlich reizvoll gelegen am Fuße der Karpaten bietet Stryj zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. Freilichtmuseen und Heilwasserquellen in den nahe gelegenen Kurorten Morshyn und Truskavic locken immer mehr Touristen in diese Region. Die Stadt Lwiw (Lemberg), etwas 80 Kilometer entfernt von Stryj, bietet mit ihrem historischen Zentrum, welches in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde, auf engem Raum Architektur aus dem Barock, der Renaissance, dem Jugendstil und dem Klassizismus.

Stryj wurde im Jahr 1385 gegründet und war im 15. und 16. Jahrhundert eine blühende Handelsstadt. 1772 wurde sie österreichisch, 1919 polnisch und 1939 ukrainisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Land zur Sowjetunion. Mit der Wende in Europa schlug 1990 wieder die Geburtsstunde einer unabhängigen Ukraine.

Seit dem 15. September 2001 hat Düren eine Städtepartnerschaft mit Stryj. Bürgermeister Paul Larue und sein ukrainischer Amtskollege Roman Schramowyjat unterzeichneten die entsprechende Urkunde im Sitzungssaal des Dürener Rathauses.

Die Wurzeln dieser Städtepartnerschaft liegen im Engagement des St. Augustinus-Krankenhauses. Deren damaliger ärztlicher Direktor und Chirurg Dr. Wolfgang Spithaler sowie Geschäftsführer Gabor Szük leisteten mit ihren Teams viele Jahre in Polen medizinische und humanitäre Hilfe. Auf Initiative des Dürener Orthopäden Michael Markowicz verlagerten die Mediziner 1999 ihr Wirken in die Ukraine und operierten seither in Lwiw und Stryj viele Male Patienten. Michael Markowicz besitzt eine große Bildersammlung ukrainischer Künstler und wurde für sein Engagement um ukrainische Kunst und Kultur 2007 von der Akademie der Künste in Lwiw zum Honorarprofessor ernannt.

Seit der Gründung der Städtepartnerschaft haben sich zahlreiche Begegnungen ergeben; die Zusammenarbeit wurde kontinuierlich intensiviert. Es gibt mittlerweile regelmäßige Kontakte in den Bereichen von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Medizin, Sozialwesen, Schule, Sport und Kultur. Ein besonderer Akzent sind die Praktika junger Leute aus Stryj in den Betrieben und Einrichtungen unserer Stadt. So ist es gelungen, im zusammenwachsenden Europa den Blick verstärkt nach Osten zu richten und Wege des Verstehens und des Miteinanders zu gehen.

 


 

Valenciennes

 

Im Frühjahr 1959 wurde auf Beschluss beider Stadträte die Städtepartnerschaft gegründet.

Weitere Informationen zu Valenciennes

Lage: Im Department Nord in der Region Nord-Pas-de-Calais am Zusammenfluss der Schelde und der Rhônelle (Frankreich)
Einwohnerzahl:    41.000 Einwohner
Entfernung: 250 km
Bürgermeister: Laurent Degallaix

Nur wenige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, in dem sich Deutsche und Franzosen als Feinde gegenüberstanden, reichten Einwohner der Stadt Düren und der nordfranzösischen Stadt Valenciennes einander die Hände zur Versöhnung. Auf die Initiative des stellvertretenden Bürgermeisters von Valenciennes Ferdinand Nicaise wurde im Frühjahr 1959 auf Beschluss beider Stadträte die Städtepartnerschaft gegründet. Bereits im ersten Jahr gab es neben dem offiziellen Treffen der Städteräte auch den ersten Schüleraustausch. 138 Mädchen und Jungen aus Valenciennes wurden herzlich in Dürener Familien aufgenommen. Der damalige Dürener Oberbürgermeister Spies Sprach anlässlich der Gründung den Leitgedanken aus: "Wir wollen mit der Jugend beginnen und wollen daran denken, dass über sie der Weg zu einem geeinten Europa gehen muss."

In den 50 Jahren des Bestehens der Partnerschaft haben viele Dürener Schulen aller Schulformen, Vereine, Berufsgruppen (schon seit 1960 z. B. die Feuerwehr), Seniorenvereinigungen, Einrichtungen (wie z. B. die Sparkasse, Krankenhaus) und viele andere feste Kontakte zu entsprechenden Partnern in Valenciennes geknüpft, die durch regelmäßige gegenseitige Besuche und Briefe gefestigt wurden, oft auf privater Ebene fortgesetzt. Jährlich finden mehr als 20 Begegnungen statt. Der Weg hin zur Freundschaft wurde mit Erfolg begangen. Das gegenseitige Erlernen der beiden Sprachen ist dabei eine angenehme Begleiterscheinung.

Auch räumlich ist die Distanz nicht allzu groß: In zweieinhalb Stunden erreicht man von Düren aus mit dem Pkw über die Autobahn Aachen - Paris kurz hinter der belgisch-französischen Grenze die Stadt Valenciennes im Departement Nord nach nur 250 Kilometer Fahrt.

Valenciennes, eine Stadt mit ca. 41.000 Einwohnern, bietet dem Besucher ein bedeutendes Kunstmuseum, ein Theater, eine Universität, eine Bibliothek, in der unter anderem das älteste, um 880 n. Chr. entstandene, handschriftliche Literaturdokument in französischer Sprache und vieles mehr zu sehen ist.

Auch die neugestaltete Innenstadt bietet den Besuchern viele Möglichkeiten vom Einkauf bis zum typisch französischen Restaurant. In der Umgebung finden sich zudem zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten.

Valenciennes - für Dürenerinnen und Dürener immer eine kleine Reise wert.

www.ville-valenciennes.fr
 


 

Interessantes rund um Valenciennes

Informationen zur Partnerstadt Valenciennes