„Geschichtsmosaik“ für die Buswartehallen für den Kaiserplatz

Ein Ort (Platz oder Straße) soll so schön und angenehm sein, dass man den Bus fahren lässt und noch ein wenig verweilt. Dieses Ziel übertragen wir nun auch auf die Wartehallen der Bushaltestellen: Bei der Ankunft wird man meist die Wartehalle schnell verlassen, aber beim Warten auf den Bus hat man Zeit, sich mit etwas Sinnvollem zu beschäftigen. Eine Bushaltestelle kann daher beim Warten auf den Bus (oder auch darüber hinaus) etwas von ihrer Umgebung und der Stadt erzählen.

36 Themen werden auf neun Scheiben chronologisch angeordnet. Auf jeder Tafel sind vier Themen dargestellt, zwei von außen und zwei von innen lesbar. Hieraus ergibt sich, dass auf der ersten Tafel einer Wartehalle vier Daten dargestellt sind, die zeitlich weit auseinanderliegen, und auf der neunten Tafel die Daten sich zeitlich treffen. Bei einem Weg um die Wartehalle „durchläuft“ man somit die Stadtgeschichte.

Die Inhalte haben bis auf einige Themen, die für die Gesamtstadt besondere Bedeutung haben (z. B. „1972 Kommunalreform“), Bezüge zu einzelnen Orten in der Stadt, die heute anders gesehen und erlebt werden als zu ihrer Entstehungszeit. Nicht mehr Sichtbares wird erkennbar, heute Vorhandenes wird aus seiner Geschichte heraus erklärbar.