Corona

Corona-Virus: Unterstützung für Unternehmen

Für die gesamte Stadt Düren stellt die Corona-Pandemie eine enorme Belastungsprobe dar. Oberste Priorität hat die Reduktion von Kontakten, damit das Virus sich nicht mehr so schnell ausbreiten und unser Gesundheitssystem Schritt halten kann. Es geht schlicht darum, hunderte Menschenleben zu schützen. Vor diesem Hintergrund sind alle behördlichen Maßnahmen berechtigt. Gleichzeitig muss man aber auch die massiven Nebenwirkungen sehen, die diese Maßnahmen auch und vor allem für die Wirtschaft haben. Betroffen sind fast alle Bereiche vom Einzelhandel über die Gastronomie, die Hotellerie, das Handwerk, den Handel, den Dienstleistungsbereich, die industrielle Produktion sowie die Logistik. Aus diesen vielfältigen Bereichen sind Unternehmen in Düren von vorübergehenden und notwendigen Schließungen betroffen und/oder haben mit teils massiven Nachfrage- und Umsatzeinbußen zu kämpfen.

Vor diesem Hintergrund bieten die Stadt Düren und die WIN.DN GmbH zahlreiche Informationen und Entlastungsmaßnahmen, die auf dieser Seite zusammengefasst sind:

In Anbetracht der Entwicklungen wird auf den Unterstützungsbedarf der Unternehmen reagiert und die Unterstützungsmöglichkeiten entsprechend angepasst. Hier werden die bestehenden Fördermaßnahmen fortlaufend aktualisiert.

 


 

Übersicht der Unterstützungsprogramme:

 

1. Maßnahmen der Stadt Düren

  • Stundung von städtischen Steuerforderungen
  • Infohotline und weitere Unterstützungsangebote der WIN.DN GmbH

2. Allgemeine Unterstützungsprogramme

  • Kurzarbeitergeld
  • Unterstützung bei einer vom Gesundheitsamt angeordneter Quarantäne
  • Herabsetzung und Stundung von Steuerzahlungen und Versicherungsbeiträgen

3. Liquidität

  • Überbrückungshilfe II 
  • (NEU) Überbrückungshilfe III 
  • November- und Dezemberhilfe
  • Förderkredite und Besicherung

 



 

1. Maßnahmen der Stadt Düren

Als Beitrag zur Sicherung der Liquidität ermöglicht die Stadt den Dürener Unternehmen, auf Antrag, die zinslose Stundung von allen städtischen Steuerforderungen und –vorauszahlungen. Das betrifft insbesondere die Gewerbesteuer, die Grundsteuer und die Vergnügungssteuer. In Einzelfällen kann die zinslose Stundung auch für Mieten und Pachten in städtischen Räumlichkeiten in Anspruch genommen werden.

  • Unternehmen, die von dem Angebot der Stundung Gebrauch machen möchten, richten eine kurze E-Mail mit entsprechender Begründung (Bspw. Umsatzeinbußen aufgrund der verfügten Schließung) an das städtische Amt für Finanzen senden, unter stadtkasse@dueren.de. Die Stadtkasse sichert eine zügige Bearbeitung zu und wird umgehend Kontakt zu den Antragstellern aufnehmen.
     
  • Die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft WIN.DN bietet für Dürener Unternehmen eine Hotline und Informationen zur Corona-Pandemie. Unter Tel.: 02421-69540-18 erreichen Unternehmen die WIN.DN-Hotline von Montag bis Donnerstag von 9 - 16 Uhr und Freitag von 9 -12 Uhr.
     
  • Unterstützung bei gezielten Marketingaktionen: Die WIN.DN/ Stadt Düren stellt gerne die digitalen Kanäle (Facebook, Instagramm) zur Verfügung und sorgt für eine größere Reichweite.
     
  • Wir möchten alle Händler und Gastronomen, die bis jetzt ihre Produkte oder Dienstleistungen online noch nicht anbieten, motivieren, das kurzfristig zu tun. Aus diesem Grunde werde die WIN.DN gemeinsam mit der CityMa, solange der Vorrat reicht, Digitalisierungsgutscheine anbieten. Mit dieser finanziellen Unterstützung könnten Händler und Gastronomen sich bei entsprechenden Dienstleistern ihrer Wahl beraten lassen und eigene Online-Präsenzen aufbauen.
     
  • Gemeinsam mit dem CityMa e.V. Düren unterstützt die WIN.DN GmbH, Einzelhändler und Gastronomen bei der Bewältigung der Krise. Auf der CityMa-Webseite können Angebote beworben werden. Durch die Bündelung aller Angebote erreichen wir bessere Netzwerkeffekte, die allen Händlern und Gastronomen weiterhelfen.

 


 

2. Allgemeine Unterstützungsprogramme

  • Kurzarbeitergeld
    Kommt es in Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu Arbeitsausfällen aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses, ist ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld möglich. Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall Kurzarbeit bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit anzeigen.

    Servicehotline für Arbeitgeber: 0800-4555520
    Weitere Informationen finden Sie unter: www.arbeitsagentur.de/unternehmen​
     
  • Unterstützung bei einer vom Gesundheitsamt angeordneter Quarantäne
    Das Gesundheitsamt kann nach § 29 und § 30 Infektionsschutzgesetz Menschenunter Quarantäne stellen. Wenn der Betroffene krank ist, gelten die Regeln für eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Diejenigen, die ohne Krankheit vorsorglich unter Quarantäne stehen, haben per Gesetz einen Anspruch auf Verdienstausfall in Höhe des Nettoentgeltes. Den übernimmt zunächst der Arbeitgeber, innerhalb von drei Monaten kann er nach § 56 Infektionsschutzgesetz einen Antrag auf Erstattung der ausgezahlten Beträge stellen.
    Zuständig in Nordrhein-Westfalen ist der Landschaftsverband Rheinland:
    https://www.lvr.de/de/nav_main/metanavigation_5/nav_meta/service/inhaltsseite_114.jsp
    Die vom Land Nordrhein-Westfalen oder freiwillig beschlossenen Betriebsschließungen sind keine Quarantänen oder Tätigkeitsverbote im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Diese gelten aber als „außergewöhnliches Ereignis“ im Sinne des Kurzarbeitergeldes.
     
  • Herabsetzung und Stundung von Steuerzahlungen und Versicherungsbeiträgen
    Die Finanzverwaltung kommt betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen und der Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitest möglich aus.
     
  • Weitere Informationen und Vordrucke für entsprechende Anträge erhalten Sie unter:
    https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus


 

3. Liquidität

  • Die Überbrückungshilfe II: Fördermonate September bis Dezember 2020
    Die Förderung schließt nahtlos an die 1. Phase der Überbrückungshilfe mit dem Förderzeitraum Juni bis August 2020 an.

Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen:

  • mit entweder einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten,
  • oder einem Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.                                        

Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat

Die Antragsstellung ist ab sofort durch einen vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt möglich. Anträge können bis zum 31.12.2020 gestellt werden.  

Zur Antragsstellung: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html                
 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:  https://www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2

Das Programm wird für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen mit der NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt.

Weiterhin werden zur Berücksichtigung der besonderen Corona-Situation hier auch Hygienemaßnahmen einschließlich investive Maßnahmen berücksichtigt, die nicht vor dem 1. September Berücksichtigung der besonderen Corona-Situation hier auch Hygienemaßnahmen einschließlich investive Maßnahmen berücksichtigt, die nicht vor dem 1. September 2020 begründet sind (z.B. Luftfilteranlagen, Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in Außenbereiche“.
 

  • (NEU) Überbrückungshilfe III:
    Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) sowie das Bundesfinanzministerium (BMF) haben sich darauf verständigt, die bisherige Überbrückungshilfe II über das Jahresende 2020 hinaus zu verlängern und auszuweiten. Diese Überbrückungshilfe III hat eine Laufzeit von Januar 2021 bis Juni 2021. Es werden weitere Verbesserungen gegenüber der Überbrückungshilfe II geben. Bei der Höhe sind anstatt von bislang max. 50.000 EUR pro Monat künftig bis zu 200.000 EUR pro Monat Betriebskostenerstattung möglich. Zu den betroffenen Unternehmen sollen explizit auch Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten gehören.

    Zu den Verbesserungen gehört auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden Rechnung getragen werden. Es soll eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Juni 2021 geleistet werden. Damit können Soloselbstständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 % des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer weckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u. ä. anzurechnen.

    >>  FAQ der Überbrückungshilfen III

     

  • November- und Dezemberhilfe​:
    ​Ist eine außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen wird, in Form einer einmaligen Kostenpauschale.
     
  • Die Unterstützung von Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und Einrichtungen mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe ("Novemberhilfe") wird auch für den Zeitraum der temporären Schließungen im Dezember fortgeführt und ggfl. Unter geänderten Konditionen bis in den Januar 2021 verlängert. Antragsberechtigt sind auch alle Kommunalen Unternehmen.
     

Antragsverfahren möglich unter: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html
 

  • Antragsberechtigt sind: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der auf Grundlage des MPK-Beschlusses vom 28.10.2020, 25.11.2020 und 03.12.2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten; auch Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen (direkt betroffene Unternehmen).

  • Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den o.g. Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt betroffene Unternehmen).


Förderfähige Maßnahmen: Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019 anteilig für die Anzahl an Tagen der Schließung im November bzw. Dezember 2020. Damit den betroffenen Unternehmen einfach und unbürokratisch geholfen werden kann, wird die Hilfe als einmalige Kostenpauschale je Monat ausgezahlt. Sowohl indirekt Betroffene als auch Verbundunternehmen erhalten die volle Hilfe (also bis zu 75 Prozent des Umsatzes), auch wenn sie nur zu 80 Prozent betroffen sind. Gleiches gilt für sogenannte „Mischbetriebe“, die mehrere wirtschaftliche Aktivitäten in einem Unternehmen verbinden. Erzielt ein Unternehmen trotz grundsätzlicher Schließung im November Umsätze, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Für Restaurants, die Speisen außer Haus verkaufen, gilt eine flexiblere Sonderregelung.
Im Regelfall erfolgt die Antragstellung durch Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen.

Weitere Informationen erhalten Sie über: 
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-11-05-faq-ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html

 

Antragsverfahren möglich unter: https://www.wirtschaft.nrw/ausserordentliche-wirtschaftshilfe-fuer-den-monat-november-novemberhilfe

 

  • Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen weitere öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung.

Kredite können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 1,5 Mio. €) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab ca. 1,5 Mio. €) besichert werden.
Entsprechende Informationen finden Sie unter: 
https://www.nrwbank.de/de/corporate/presse/corona-hilfe-nrwbank.html
 oder telefonisch unter: 0211-917414800

 

  • KfW-Programme
    KfW-Schnellkredit kann ab sofort für Anschaffungen und laufende Kosten in Anspruch genommen werden. Der Schnellkredit wird zu 100% durch eine Garantie des Bundes abgesichert.

    KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt tätig sind.  Für Anschaffungen und laufende Kosten können Kreditbeträge bis zu 1 Mrd. Euro beantragt werden, Risikoübernahme bis zu 90 % je nach Unternehmensgröße.

    ERP-Gründerkredit – Universell: Wenn Ihr Unternehmen mindestens 3 Jahre, aber weniger als 5 Jahre am Markt aktiv sind, können Sie für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) kleinere oder auch große Kreditbeträge bis zu 100 Mio. Euro beantragen. Eine Risikoübernahme bis zu 90 % je nach Unternehmensgröße erfolgt durch den Bund.

    https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/

 


 

Per Pressemitteilung und Facebook informieren wir zudem regelmäßig über den Stand der Dinge:

 


 

Weitere Informationen für Unternehmen: