Gemeinsame Aktion für den Stadtteil Norddüren erfolgreich gestartet

27.02.2018

Sie warb dafür, dass die Dürener Nordstadt in dieses Programm aufgenommen wird, da auch hier in zunehmendem Maße eine systematische Verwahrlosung wertvoller Bausubstanz und eine gesunden Wohnbedingungen abträgliche Belegungspraxis in bestimmten Gebäudebeständen zu beklagen ist, was das gesamte Quartier erheblich beeinträchtigt. Seitens des Ministeriums wurde -auch auf Drängen des technischen Beigeordneten Paul Zündorf- ein Gespräch vor Ort zugesagt.
Dieses Gespräch fand in der vergangenen Woche unter Beteiligung der Verwaltung, der Stadtteilvertretung, der Landtagsabgeordneten Liesel Koschorreck, einer Vertreterin des Ministeriums und eines Vertreters der Bezirksregierung statt. Hier stellte die Verwaltung die Problemlage und bereits angelaufene Maßnahmen vor, die weiterer Unterstützung bedürfen. So wurde eine behördenübergreifend agierende Task Force Problemimmobilien Düren eingerichtet. In einem kooperativen Verfahren gehen Verwaltungseinheiten der Stadt und des Kreises, unterstützt durch die Stadtteilvertretung Nord-Düren konsequent gegen missbräuchliche Vermietungspraxis und Sozialleistungsmissbrauch z.B. durch fingierte Mietverträge sowie Bewohner gefährdende Baumängel vor. Vermieter werden notfalls mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen dazu veranlasst, ihrer Verpflichtung nachzukommen, bewohnbaren Wohnraum bereitzustellen.

Frau Nakelski vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr begrüßte den integrativen Ansatz zur Problemlösung und zeigte sich sehr beeindruckt von dem großen ehrenamtlichen Engagement der Stadtteilvertretung, das auch über den Zeitraum des Förderprogramms „Soziale Stadt“ unverändert hoch ist. Nach Begehung des Stadtteils und Besichtigung einiger Problemimmobilien erhielten die anwesenden Akteure von der Vertreterin des Ministeriums die Zusage, dass die Stadt Düren ab sofort in den Arbeitskreis „Problemimmobilien“, in dem die Städte mit Förderprogramm vertreten sind, in Zukunft mit eingeladen wird, was von allen Teilnehmenden außerordentlich begrüßt wurde.
Ferner wurden weitere zeitnahe Treffen mit Verwaltung und Vertretern des Ministeriums und der Bezirksregierung vereinbart, um geeignete Fördermöglichkeiten zu besprechen.

Alle Beteiligten zeigten sich nach diesem Treffen sehr zufrieden von dem Gesprächsergebnis, vor allen Dingen darüber, dass jetzt wieder „Bewegung“ in die doch sehr schwierige Problemlage gekommen ist.