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Minensuchboot Düren
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Minensuchboot Düren

Das Foto zeigt eine Miniaturnachbildung des Minensuchboots Düren im Foyer des Dürener Rathaus.

Miniaturnachbildung des Minensuchboots Düren

Vor 50 Jahren begann lebendige Partnerschaft

Im Mai 1958 übernahm die Stadt Düren die Patenschaft über das 10. Küstenminensuchboot der Bundesmarine. Vorausgegangen war eine Anfrage des Bundesministers für Verteidigung. In Rekordzeit, nämlich innerhalb eines Tages, erfolgte die Zusage der Stadt. Der damalige Oberbürgermeister Spies, dessen Frau die „Düren“ taufte, sowie Oberstadtdirektor Brückmann und der Vorsitzende der Marinekameradschaft Düren nahmen am Stapellauf am 12.6.1958 teil. Im April des folgenden Jahres besuchte Kapitänleutnant Kurt Lau, von 1959 bis 1961 erster Kommandant der „Düren“, die Patenstadt an der Rur und überbrachte eine Einladung zur Indienststellung des Bootes, die am 22. April 1959 wiederum im Beisein des damaligen Oberbürgermeisters, des Oberstadtdirektors sowie der Marinekameradschaft Düren erfolgte.

Dem ersten Kommandanten folgten zehn weitere, bis das Boot 1979 bis 1983 wegen des Umbaus vom Minensuchboot zum HL-Boot (Hohlstablenkboot) außer Dienst gestellt wurde. Von 1983 bis zur endgültigen Außer-Dienst-Stellung im Jahr 2000 befehligten vier weitere Kommandanten die „Düren“, zuletzt Kapitänleutnant Franz.

Das Foto zeigt das Minensuchboot "Düren" vor der Indienststellung am Ausrüstungspier.

"Düren" vor der Indienststellung.

Die Patenschaft wurde in der Stadt Düren von einer breiten Basis mitgetragen und gestaltet: Nicht nur, dass sechs Bürgermeister sowie Ratsmitglieder und Verwaltungsbeamte die Partnerschaft pflegten, es waren auch die Mitarbeiter und Kinder im Kinderheims St. Josef, Feuerwehrleute, Karnevalisten sowie nicht zuletzt die Mitglieder der Marinekameradschaft daran beteiligt.
Über die Jahrzehnte hinweg waren immer wieder Abordnungen der Stadt zu Gast auf dem Minensuchboot, nahmen an Bord- und Hafenfesten teil oder am Familientag. 1999 wurde das 40jährige Bestehen der Patenschaft sowohl mit einem Besuch einer Abordnung auf dem Minensuchboot als auch mit einem Festakt in der Stadt Düren gewürdigt.
Auch von Seiten der Besatzung wurde die Patenschaft aktiv mitgeprägt. 1961 lud Kapitänleutnant Günther Paul Stadt und Presse zu einer Seefahrt auf der Düren ein. Im Januar 1962 war die gesamte Besatzung Gast in Düren.
Es bildeten sich im Laufe der Jahre bestimmte Eck-Pfeiler des Austausches heraus: Der traditionelle Besuch der Besatzung vor Weihnachten zur Bescherung im Kinderheim St. Josef, in der Regel Besuch einer Abordnung während der Annakirmes, die auch am Festumzug zum 100jährigen Jubiläum der Annakirmes 1997 teilnahm. Neue Kommandanten stellten sich in Düren vor, neue Bürgermeister auf dem Patenschiff.
Im Jahr 2000 verbrachte Bürgermeister Paul Larue mit Stadtverordneten, Mitgliedern der Marinekameradschaft und Verwaltungsmitarbeitern ein Abschiedswochenende in Wilhelmshaven aus Anlass der Außerdienststellung der Düren.

Indienst- bzw. Außerdienststellung

Indienststellung als Küstenminensuchboot22.04.1959
Außerdienststellung als Küstenminensuchboot20.12.1979
Indienststellung als Hohlstablenkboot07.11.1983
Außerdienststellung als Hohlstablenkboot31.03.1989
Indienststellung als Minensuchboot01.04.1989
Außerdienststellung als Minensuchboot29.09.2000
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