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Miteinander diskutieren – voneinander lernen

Düren, den 29.05.2019

Düren. Der Austausch zwischen der St. Angela Schule in Düren und einer Privatschule in Tiflis in Georgien ist noch ziemlich jung. Ende 2017 gab es einen ersten Austausch unter den Lehrerinnen, 2018 einen ersten gegenseitigen Besuch der Schülerinnen und Schüler, und dieses Jahr geht der Austausch in die zweite Runde. Bei ihrem Frühlingsbesuch in Düren wurden die Schülerinnen und Schüler, die am Austausch teilnehmen, sowie die Lehrerinnen und Lehrer, die ihn begleiten, von Bürgermeister Paul Larue im Rathaus empfangen.

Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer machten auf der Rathaustreppe ein Erinnerungsfoto mit Bürgermeister Paul Larue und der Fahne der Stadt Düren, die der Schule in Tiflis als Geschenk überreicht wurde. Foto: Stadt Düren

Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer machten auf der Rathaustreppe ein Erinnerungsfoto mit Bürgermeister Paul Larue und der Fahne der Stadt Düren, die der Schule in Tiflis als Geschenk überreicht wurde. Foto: Stadt Düren

„Ein Austausch mit Georgien ist für eine deutsche Schule alles andere als selbstverständlich“, sagte Bürgermeister Paul Larue, der sich sehr darüber freut, dass dieser Schulkontakt über diese weite Entfernung zustande gekommen ist. „Europa ist größer, als wir uns das gemeinhin vorstellen. Georgien verbindet unseren Kontinent mit Asien.“

Die Gäste haben bei ihrem Aufenthalt in Deutschland viel erlebt. Aachen, Köln und Bonn wurden ebenso besucht wie die Eifel. Paul Larue dankte den Lehrerinnen und Lehrern, die das alles organisieren, und begann ein lebhaftes Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern im Ratssaal. Es wurde über die Bewegung „Fridays for Future“  diskutiert verbunden mit der ganz konkreten Frage, was jede und jeder selber tun kann, um die Umwelt zu schützen. Die Georgier berichteten, dass in ihrem Heimatland Papiertüten viel teurer sind als Plastiktüten und überall im Land Müll in Plastiktüten ein großes Problem darstellt. „Bei uns wird der Müll nicht getrennt“, erzählte eine Lehrerin aus Georgien. „Bei uns in Deutschland wird die Mülltrennung auch nicht von allen ernst genommen“, warf eine deutsche Schülerin ein.

Diskussion und Gespräch konnten weitestgehend in deutscher Sprache geführt werden. An der Schule in Tiflis wird Deutsch als erste Fremdsprache unterrichtet, noch vor Russisch und Englisch. Man kann hier auch das Deutsche Sprachdiplom ablegen.

Die Gäste wollten wissen, ob es viele Kontakte von Dürener Schulen mit Schulen im Ausland gibt. „Düren ist eine Schulstadt, und wir legen großen Wert auf internationale Beziehungen“, betonte der Bürgermeister. Er erkundigte sich danach, ob die georgischen und die deutschen Schülerinnen und Schüler ähnliche Interessen haben. Bei der Zuordnung der Austauschschüler, so erfuhr er, haben die Lehrerinnen und Lehrer versucht, auf ähnlich gelagerte Interessen zu achten, aber auch da, wo sich Gegensätze etwa beim Musik- oder Filmgeschmack auftun, wurde gerade das im Austausch miteinander oft als Bereicherung empfunden. 

Nach dem Empfang beim Bürgermeister trafen sich alle in der Küche der Angela-Schule zum gemeinsamen Kochen. Pizzabacken war angesagt.  

Im Herbst starten die deutschen Schülerinnen und Schüler zum Gegenbesuch nach Tiflis. Die georgischen Lehrerinnen und Schüler gaben Tipps, was man dort unbedingt besichtigen muss und machten richtig Appetit auf eine Reise nach Georgien.

 

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