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Grundübung in Demokratie und Engagement für andere

Düren, den 26.06.2012

Düren. Nele und ihre Mitschülerin aus der Städtischen katholischen Grundschule Gürzenich beraten kurz vor der aktuellen Fragestunde zu Beginn des Kinderparlaments im Sitzungssaal des Dürener Rathauses, wie sie ihr Anliegen am Besten vorbringen, nämlich die Umgestaltung des Schulhofes ihrer Grundschule.

Nele und eine Mitschülerin aus der Städtischen katholischen Grundschule Gürzenich sitzen im Sitzungssaal der Stadt Düren, wo sonst die Ratsvertreter sitzen und bereiten sich auf ihre Frage im Kinderparlament vor.

Zwei Schülerinnen der KGS Gürzenich freuen sich auf das Kinderparlament, in das sie einen Vorschlag zur Umgestaltung ihres Schulhofes einbringen möchten.

Da die Schülerinnen bald die Schule wechseln, werden sie das Endergebnis ihres Vorschlags an der KGS Gürzenich gar nicht mehr erleben. Sie nehmen aber das Versprechen mit, dass sich die neu eingerichtete "Planungsgruppe Schulhof" des Jugendamtes der Stadt Düren unter Federführung von Sabine Wagner vom Spielpädagogischen Dienst der Sache annehmen wird. Und die Schülerinnen haben ein wichtiges Grundprinzip der Demokratie und politischen Mitarbeit bereits jetzt erkannt: Man plant und wünscht nicht kurzsichtig nur für die eigenen Belange, sondern weitsichtig und nachhaltig voraus, auch für andere, die später den Nutzen vom jetzt Gedachten und Angeregten haben.

Das Kinderparlament unter Vorsitz des Bürgermeisters tagt in der Stadt Düren bereits seit mehr als 20 Jahren, seit rund zehn Jahren als reines Kinderparlament, vorher war es kombiniertes Jugend- und Kinderparlament. Diese erste Form, sich in Demokratie zu üben, Schwellenängste vor Politikern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung gar nicht erst entstehen zu lassen, wird so rege in Anspruch genommen, dass in letzter Zeit eine Sitzung in jedem Schulhalbjahr für alle nicht mehr ausreicht, sondern in zwei Sitzungen aufgeteilt werden muss, um allen Schulen, die mitmachen wollen, Gelegenheit zur Beteiligung zu bieten.
Die Kinder werden ernst genommen, jedes ihrer Anliegen und Wünsche protokolliert, aber auch deutlich benannt, wenn sie nicht erfüllbar sind.
Auf der Tribüne verfolgen viele Eltern und Geschwister, wie die Grundschülerinnen und Grundschüler ihre ersten Schritte in politische Mitbestimmung tun und können über deren Selbstbewusstsein oft nur staunen.  

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung ist das Kinderparlament unter Vorsitz von Bürgermeister Paul Larue ein wichtiges Forum, um auf Dinge aufmerksam gemacht zu werden, die aus Kindersicht im Argen liegen und Anregungen sowie Verbesserungsvorschläge zu bekommen. Außerdem können sie hier Informationen an die Kinder unmittelbar weitergeben, wie etwa die über das diesjährige Ferienangebot der Stadt Düren mit ganz konkreten Hinweisen zum Beispiel auf das neue Kombiticket. Außerdem wurden die Schulsozialarbeiterinnen der Stadt Düren vorgestellt und ihr Aufgabengebiet erklärt.

Das Kinderparlament tagt zweimal im Jahr. Die nächsten Sitzungen werden aufgrund der Sanierung des Rathauses  im Papst-Johannes-Haus stattfinden.

 

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