Leitseite
Games aus Düren erfreuen Zocker aus der ganzen Welt
Verwaltung & Politik
Leben & Wohnen
Familie & Bildung
Wirtschaft & Handel
Kultur & Tourismus

Games aus Düren erfreuen Zocker aus der ganzen Welt

Düren, den 28.02.2018

Man bekommt den Eindruck, in einem großzügigen Loft in Köln, Hamburg oder Berlin zu sein, sobald man die Büroräume der Headup Games GmbH betritt. Doch stattdessen befindet man sich im Dienstleitungszentrum in Düren-Birkesdorf.

Dieter Schoeller hat das junge Unternehmen im Jahr 2009 gegründet. Für den Standort Düren hat er sich aus familiären Gründen entschieden. „Ich bin hier aufgewachsen und habe in Düren eine schöne Jugend verbracht. Selbst als ich weg war, bin ich im Herzen doch immer ein Rheinländer geblieben“, erklärt der Geschäftsführer.

Mit seinen Kollegen entwickelt und publiziert er hybride Spiele. Seine Firma ermöglicht es also, dass Gamer weltweit das gleiche Spiele auf unterschiedlichen Geräten nutzen können. Die Bandbreite erstreckt sich dabei von Computern über verschiedene Konsolen, wie die Playstation oder Xbox, bis hin zu mobilen Endgeräten, wie Handys oder die Nintendo Switch.

Das sie damit extrem erfolgreich sind, zeigt sich im Gemeinschaftsraum des Büros. Zwischen einem Kicker, alten Konsolen und einer lebensgroßen Nachbildung des Star-Wars-Helden Han Solo steht eine unscheinbare Glasvitrine voller Preise. Im letzten Jahr wurde Headup Games zum bereits dritten Mal mit dem Deutschen Entwicklerpreis als Bester Publisher ausgezeichnet.

„Wir haben in acht Jahren mit unseren Spielen schon 70 Millionen Kunden erreicht“, sagt Schoeller und man merkt ihm den Stolz darüber an. „Und das obwohl wir eher im Indie-Bereich unterwegs sind und nichts für den Mainstream produzieren. Unsere Spiele haben Ecken und Kanten und sind mit der Punk-Szene des Gamings vergleichbar.“

Der letzte große Hit ist das Spiel Bridge Constructor Portal, dass es in 69 Ländern auf Platz 1 der Puzzle-Download-Charts geschafft hat. Nominiert wurde es deshalb auch für den International Mobile Gaming Award und ist als Finalist im GooglePlay Indie Contest vertreten.

In der deutschen Gaming-Branche hat sich das Dürener Unternehmen durch solche Erfolge einen guten Ruf erarbeitet. Deutschlandweit arbeiten zwar nur rund 30.000 Menschen in Bereich der Spieleentwicklung, doch trotzdem setzt die Branche jährlich über zwei Milliarden Euro um. Was Schoeller dennoch bemängelt, ist eine unzureichende Förderung durch den Staat: „Nur sechs Prozent des Umsatzes mit allen Spielen in Deutschland ist auch mit in Deutschland entwickelten Games erwirtschaftet worden. Wir verlieren gegenüber dem Ausland den Anschluss.“

Für seinen eigenen Betrieb habe er deshalb auch eine „schlanke Firmenstruktur“ gewählt, sagt er. Das Unternehmen wachse dadurch zwar langsam, aber stetig und stets aus eigener Kraft. Den Mitarbeitern scheint das zu gefallen, denn die Fluktuationsrate ist sehr gering. Nur ein einziger Kollege hat in acht Jahren die Firma verlassen.

Die meisten seiner Kollegen, so Schoeller sind, wie er selbst auch, über ein Praktikum in die Branche reingerutscht. Alle vereinen würde die Liebe zum Spiel. „Games sollen Entertainment sein. Deshalb erarbeiten wir zusammen mit Entwicklern nur Spiele, die wir selbst auch gut finden.“

 

Weitere Meldungen aus der Kategorie: WIN.DN

zurück zu: Pressemeldungen

 Drucken © Stadt Düren
Impressum • Kontakt