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„Aus der Stiftung ist etwas Lebendiges geworden“
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„Aus der Stiftung ist etwas Lebendiges geworden“

Düren, den 29.06.2017

Düren. Es war ein feierlicher Augenblick im Leopold-Hoesch-Museum, als Bürgermeister Paul Larue und Stifter Hubertus Schoeller gleich drei Vereinbarungen unterzeichneten: einen Leihvertrag, mit dem Hubertus Schoeller seiner Stiftung am Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum wichtige Kunstwerke aus seiner Sammlung zur Verfügung stellt, eine Vereinbarung über die Zustiftung weiterer Werke an die Hubertus Schoeller Stiftung sowie eine Vereinbarung zur Bestätigung des Bestandes dieser Stiftung.

Von links: Bürgermeister Paul Larue, Hubertus Schoeller, Verena Schloemer (stehend), Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann bei der Unterzeichnung der Vereinbarungen.

„Heute wird konkret vollzogen, was der Rat im  Mai einstimmig beschlossen hat“, fasste Bürgermeister Paul Larue zusammen und blickte gemeinsam mit Hubertus Schoeller auf die Anfänge der Stiftung zurück. Vor 14 Jahren, als Hubertus Schoeller seine Galerie in Düsseldorf aufgab, kam er auf die Idee, die Abschlussausstellung als Stiftung in seine Heimatstadt Düren zu bringen. „Zu meiner großen Freude hat Düren das verwirklicht!“, sagte Hubertus Schoeller beim Unterzeichnen der drei Vereinbarungen. Mit Gründung der Stiftung wurde ein bedeutender Bestand an Konkreter und Konstruktiver Kunst aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Sammlung des Museums eingebracht. In den vergangenen Jahren hat Hubertus Schoeller seine Stiftung immer wieder ergänzt. „Es fehlten große Formate und Plastiken“, meinte er. 

Gleichzeitig mit dem neuen Zugang zum Bestand, der die Stiftung nochmals um 137 Kunstwerke erweitert, gewährt er dem Museum Zugriff auf 36 ausgewählte Kunstwerke aus seiner privaten Sammlung. 

Hubertus Schoeller dankte der Stadt und dem Museum, namentlich Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann, dafür, wie gut die Stiftung in Düren betreut wird: „Es freut mich sehr, wie aus der Stiftung  in meinen Augen etwas Lebendiges geworden ist.“

Das Highlight der Stiftung sei der Lichtraum von Otto Piene, das Herz des Museums, und die Werke der Künstlergruppe Zero, erklärte Dr. Renate Goldmann. Diese hätten das Leopold-Hoesch-Museum auf die internationale Landkarte gebracht. Ein Werk aus der Schoeller Stiftung hat es bis in eine Ausstellung im Guggenheim-Museum in New York geschafft. Der Kontakt, den der Stifter Hubertus Schoeller zu Künstlern, Galeristen, Kuratoren und anderen Sammlern pflege, sei sehr wichtig und finde seinen Niederschlag in der Sammlung, betonte die Museumsdirektorin.

Verena Schloemer, Vorsitzende des Kulturausschusses, übermittelte den Dank des Rates an Hubertus Schoeller für sein Engagement und erzählte von begeisterten Reaktionen vieler Museumsbesucher, wenn sie den Ausstellungsraum betreten oder die Lichtinstallation von Otto Piene erstmals entdecken.

Das Leopold-Hoesch-Museum sei, was Impressionismus und Expressionismus angeht, sehr gut vertreten gewesen, fasst Hubertus Schoeller rückblickend zusammen. „Es fehlte das Gesicht der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.“ Diese Lücke hat seine Sammlung Konstruktiver und Konkreter Kunst geschlossen. „40 Jahre meines Lebens stecken darin.“

 

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