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Sozialamt und Dürener Spielverein 1906 e.V. organisieren Probetraining für Flüchtlinge

Düren, den 19.01.2017

Düren. „Das Schöne am Fußball ist, dass die Sprache zweitrangig ist.“ - Für Christian Quintin vom Dürener Spielverein 1906 e.V. steht der Spaß am Sport im Vordergrund. Auch die Herkunft sei dabei egal, so Quintin. Gemeinsam mit Nihal Cekme, Sozialarbeiterin im Dürener Sozialamt und Flüchtlingsbeauftragte, organisieren er und seine Mitstreiter im Verein seit Monaten Trainingsangebote für Flüchtlinge.

Foto vom Probetraining (privat)

Seit August 2016 ist Christian Quintin offiziell Integrationsbeauftragter des Vereins. „Wir haben Spieler aus verschiedenen Ländern und Altersklassen. Rund die Hälfte unserer Vereinsmitglieder hat einen Migrationshintergrund. Für uns ist daher Integration ein besonderes Anliegen.“, erklärt er während eines Probetrainings auf der DSV-Sportanlage am Sepp-Herberger-Platz. Heute spielen mehrere junge Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern erstmals vor. Sie werden je nach Leistung später in einer der beiden Herrenmannschaften eingesetzt. Doch auch jüngere Spieler für die sechs Jugendmannschaften sind willkommen. Eine gesonderte Flüchtlingsmannschaft ist nicht geplant. „Das wäre auch kontraproduktiv. Schließlich soll der Kontakt zu den übrigen Mitspielern hergestellt werden.“ Umgekehrt erwartet er, dass die Flüchtlinge als Teil der Mannschaft akzeptiert und respektiert werden. Das funktioniert, bestätigen die beiden Trainer der ersten und zweiten Mannschaft, Sven und André Pütz. Integration sei keine Einbahnstraße, sagen sie und Sprache sei eben zweitrangig, auch wenn manchmal die Sprachbarriere das Training schwieriger mache.

Auch außerhalb des offiziellen Trainingsprogramms trifft man sich. „Wir veranstalten Weihnachtsfeiern, gehen auf die Kirmes, treffen uns zum Fußball schauen und gehe zusammen frühstücken.“, berichtet Christian Quintin.

Als einen gelungenen Beitrag zur schnellen Integration wertet Nihal Cekme vom Dürener Sozialamt das Angebot des Dürener Spielvereins. Es helfe den geflüchteten Menschen sehr, hier erste Kontakte herzustellen, Sprachbarrieren zu überwinden und sich zugleich sportlich zu betätigen. „Alles in allem eine runde Sache, die hilft, die Menschen zueinander zu bringen.“, so Cekme.
Auch der Integrationsrat der Stadt Düren sieht das so, hat er doch in seiner letzten Sitzung einen entsprechenden Antrag des DSV zur Unterstützung der Aktion positiv entschieden.

 

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