Abgeschlossene Ordnungsmaßnahmen


 

Theodor-Heuss-Park / Bismarckquartier 2018/19

Kurzgefasst:

Eine der wichtigsten Ordnungsmaßnahmen im Stadtumbauprozess „Innenstadt Düren“ ist das Projekt „Am Theodor-Heuss-Park“. Die Maßnahme besteht aus zwei Teilprojekten:

  • Errichtung eines Gebäudekomplexes auf dem ehemaligen Stadthallengelände („Bismarckquartier“)
  • Neugestaltung des Theodor-Heuss-Parks

Das Bismarckquartier wurde im Entwurf von HPP-Architekten bereits 2018 realisiert. Die Gestaltung des Parks wurde in einem Wettbewerbsverfahren ermittelt. Der Park konnte im Frühjahr 2019 fertiggestellt werden und wurde mit einem Fest am 24.05.2019 offiziell eröffnet.

Theodor-Heuss-Park / Bismarckquartier - Hintergrund und Planung

In Abstimmung mit den Investoren und Architekten des „Bismarckquartiers“ sollten sich die Freiflächen innerhalb des neuen Gebäudekomplexes mit dem Park als eine Einheit darstellen. Die Freiflächen auf dem Privatgrundstück des Bismarckquartiers wurden daher in die Planungsüberlegungen mit einbezogen. 

Um die freiraumplanerische und städtebauliche Qualität des Theodor-Heuss-Parks zu sichern, hat die Stadt Düren im Jahr 2016 einen kooperativen 2-phasigen Einladungswettbewerb gem. RPW 2013 mit integrierter Bürgerbeteiligung durchgeführt. Zwölf Landschaftsarchitekten waren in einer ersten Phase dazu aufgerufen, Ideen und Konzepte für den Park zu entwickeln.

Den Auftakt des Verfahrens bildete das Innenstadtforum am 07. April 2016, bei dem von den Bürgerinnen und Bürgern Nutzungsvorschläge für den Park entwickelt und diskutiert wurden. Die Anregungen sind in die Auslobung des Wettbewerbs eingeflossen.

Von einer Jury wurden die drei überzeugendsten Vorschläge ausgewählt, die auch mit der Öffentlichkeit diskutiert und dann weiter ausgearbeitet wurden. Anschließend wurden die drei ausgearbeiteten Entwürfe im Rahmen eines Innenstadtforums erneut öffentlich vorgestellt, bevor eine Woche später das Preisgericht den Sieger bestimmte.

Sieger des Wettbewerbsverfahrens war das Dürener Büro Landschaftsarchitektur Reepel. Die Planer beschreiben ihren Entwurf wie folgt: „Als prägendes Element werden die städtebaulichen Bezüge des neuen Quartiers aufgegriffen und die Architektur erneut in einen räumlich-funktionalen Zusammenhang mit dem Parkraum gesetzt. Das hohe Maß an urbanem Flair, das als Genius Loci dem Ort zugrunde liegt, wird darüber hinaus zum inhaltlichen Element des Entwurfskonzeptes.

Die beiden Kernelemente des Ortes, die Landschaft und die Stadt, werden in diesem Konzept in einer städtischen Lichtung vereint. Dabei wird die demokratische, grüne Rasenfläche leicht erhöht und als zentrales Element in Wert gesetzt.

Der bestehende Baumbestand wird in seiner derzeitigen Form, bis auf wenige Kleinbäume, erhalten und bildet somit die landschaftliche Kulisse des Parkraumes und formt eine natürliche Lichtung, die sich zum Bismarckquartier öffnet. Durch axial ausgerichtete Baumpflanzungen wird das Ensemble aus Park und Architektur gestärkt und räumlich zu einer Einheit verdichtet. Unter den Baumreihen ergeben sich im Norden und Süden Promenaden, welche inhaltlich unterschiedlich definiert werden. Im Süden bildet die Bushaltestelle eine wichtige funktionale Vorgabe.

Unter einem Blätterdach finden die Passanten auf langen Bänken Platz. Organisch geformte Pflanzinseln lockern die Promenade auf und verflechten den Parkraum mit dem Stadtraum und formen den räumlichen Übergang zum Bismarckquartier.

Im Norden wird der historische Kontext des „Stadtgartens“ wieder aufgegriffen: Die Promenade entlang der Rasenfläche wird begleitet von Hochbeeten. Diese integrieren zum einen die Ästhetik des Gartens in Form von Pflanzungen in den Parkraum, darüber hinaus grenzen sie den „Schulpark“ am Wirteltor Gymnasium räumlich sanft vom Park ab, wobei eine gewisse Durchlässigkeit erhalten bleibt.“

Papiermuseum 2018

Die Papierherstellung prägte die Stadtentwicklung Dürens wesentlich. Bei dem Innenstadtforum zum Thema „Image“ wurde Papier als Wahrzeichen Dürens und wesentliches Identifikationsmerkmal der Stadt benannt. Das vorhandene Papiermuseum wurde dieser wichtigen Stellung nicht mehr gerecht. Um einen modernen Standard zu erhalten, wurde das Bestandsmuseum umfassend saniert und durch einen Erweiterungsbau nach dem Entwurf von Hollenbeck Architektur/ Köln ergänzt. Wesentliches Merkmal des Neubaus ist die Außenfassade. Knicke in der Putzfassade erinnern an die Faltung eines Papiers. Die Archetypen Wasserzeichen und Prägung dienen bei der Gestaltung des Schriftzugs über dem Eingangsbereich als Gestaltungsidee. Im September 2018 wurde das neue Museum eröffnet.

Als eines der wenigen Einrichtungen seiner Art in Europa, kann das neue Papiermuseum ein Leuchtturmprojekt für Düren sein. Da es zur Imagebildung der Stadt beiträgt, wurden die Kosten der Fassadengestaltung mit Städtebauförderungsmitteln in Höhe von 270.000,- € gefördert.

Um die Attraktivität des Gebäudes auch in den Abendstunden hervorzuheben und den angrenzenden öffentlichen Raum entlang der historischen Wallanlage auch in der Dunkelheit zu beleben, wird die Fassade durch Bodeneinbauleuchten so angestrahlt, dass die Knicke der Fassade als Reminiszenz der Faltung von Papier erkennbar werden. Durch die Aktion „Eine Baustelle leuchtet“ im Rahmen von „Düren leuchtet 2017“ wurde das Papiermuseum schon im Vorlauf zu der Eröffnung in Szene gesetzt.

Marktplatz 2018

Der 2018 fertiggestellte neue Marktplatz hat entlang aller Ränder Bäume, entlang der Fassaden führt ein von jeglicher Ausstattung freier Gehbereich, zwischen der mittleren, vielfach nutzbaren Platzfläche und diesem Gehbereich ist ein Bereich mit besonderer Oberfläche eingeordnet, der jederzeit für Außengastronomie und Aufenthalt „ohne Verzehrzwang“ zur Verfügung steht. Die Planung erfolgte durch das Büro Landschaftsarchitektur REEPEL in Düren.

In Zusammenhang mit der Umgestaltung des Platzes wurde eine neue Marktstandanordnung realisiert, bei der auch während der Marktzeiten auf allen Platzseiten Außengastronomie möglich ist. Alle Marktstände am Rand sind nun mit ihren Fronten oder Seitenflächen der Bebauung zugewandt, sodass die Besucher der Außengastronomie auf die schönen Auslagen der Marktwagen schauen können.

Holzbendenpark BA1 2017

Die Ordnungsmaßnahme Holzbendenpark wurde in drei Abschnitte geteilt: der erste Abschnitt (Spielplatzbereich), der mit Förderbescheid 2016 bewilligt wurde, ist inzwischen nach Plänen des Dürener Landschaftsplanungs-Büro Reepel, das bereits 2015 ein Konzept für den gesamten Park erarbeitet hatte, fertiggestellt. Im zweiten Bauabschnitt wird – zusammen mit dem Bau des neuen Hallenbads der Südeingang in den Park attraktiver gestaltet. Im dritten Bauabschnitt soll dann schließlich der zentrale Parkbereich umgestaltet werden.

Kölnstraße / Platz am Kölntor 2017

Die Ordnungsmaßnahme Kölnstraße/Kölntorplatz wurde Anfang 2017 erfolgreich abgeschlossen.
Die neuen Stadträume sind sehr beliebt, nicht zuletzt wegen der Ausstattung (Baumpflanzungen, Sitzmöglichkeiten, Spielgerät), die zu Aufenthalt und Kommunikation anregt.