Wie das Annahaupt nach Düren kam
19:00 - 21:00 Uhr
Die Geschichte der Annaverehrung & des Pilgerns in Düren. Wie das Annahaupt nach Düren kam.
Welche Protagonisten haben in der Zeit des ausgehenden Mittelalters eine wichtige Rolle in der „Anna-Geschichte“ der Stadt Düren gespielt? Um 1500 arbeitete ein Steinmetz namens Leonhard in der Mainzer Stiftskirche St. Stephan und nahm, als er vor Weihnachten seine Mutter in Kornelimünster besuchte, das Annahaupt von dort mit.
Die Stadt Düren lag damals im Herzogtum Jülich, und der Herzog war ebenso wie die Stadt am Verbleib des Annahauptes interessiert, denn die Anwesenheit einer Reliquie von solcher Bedeutung und der dadurch ausgelöste Pilgerstrom waren für beide von großem Interesse. Papst Julius II. höchst selbst hatte entschieden, dass das Annahaupt auf ewige Zeiten in Düren bleibe. Das Annahaupt sei in Mainz nicht mit der ihm gebührenden Ehre behandelt worden. Das Annahaupt blieb also in Düren, und als Pfarrer Hildebrand von Weworden 1537 starb, stand die Annawallfahrt in voller Blüte. Sechs Jahre später aber sank dann das mittelalterliche Düren 1543 durch den großen Stadtbrand nach der Eroberung der Stadt durch Kaiser Karl V. während des gelderischen Erbfolgestreites in Schutt und Asche. Die Annareliquie blieb unversehrt und die Annaverehrung in Düren bis heute lebendig.