Wahldürener und Weltstar: Erinnerungen an Rudolf Schock

20.08.2021
21:00 Uhr

Der Opernsänger Rudolf Schock, 1915 in Duisburg geboren starb 1986 in seinem Dürener Domizil. In den Jahrzehnten von 1950 bis weit in die 1980er Jahre hinein war Schock so prominent und bekannt, dass man ihn getrost als einen der ersten modernen „Superstars“ bezeichnen kann und die Stadt Düren ihm zu Ehren den Platz vor dem 1991 eröffneten „Haus der Stadt“ nach ihm benannt hat. Die Tochter Dagmar Müller-Schock hat den Nachlass des grossen Sängers der Stadt Düren – und nicht seiner Geburtsstadt Duisburg – überlassen. So gelangten viele bislang unbekannte Details aus dem Leben Schocks ins Stadt- und Kreisarchiv Düren. In den 1950er Jahren drehte Rudolf Schock in jedem Jahr einen Kinofilm, wodurch die Popularität des von allen Zeitzeugen als offen, herzlich und großzügig beschriebenen Weltstars weiter anwuchs. Und als 1963 das ZDF auf Sendung ging, wurde aus dem einstigen „Opern-Fürsten im Tenor-Fach“ alsbald jemand, den man heute als „Kult-Star“ bezeichnen würde und dessen „Medienpräsenz“ und Beliebtheit bis zu seinem überraschenden Tod im November 1986 überwältigend war. Seit dem 1. Oktober 1980 lebte der Weltstar mit seiner Ehefrau Gisela in Düren, wohin seit den frühen 1950er Jahren private Freundschaften bestanden und wo das Ehepaar Schock Teile seines Vermögens in den Wiederaufbau der im Weltkrieg völlig zerstörten Stadt investiert hatte. Der Vortrag des Historikers Dr. Horst Wallraff möchte die Erinnerung an diesen Wahldürener mit vielen interessanten Details neu beleben.

 

Theater Düren im Haus der Stadt

Stefan-Schwer-Straße 4-6
52349 Düren

Vorverkaufsstellen

Tickets unter: koelnticket.de