Kinder und Trauer - sie trauern anders
10:00 - 12:00 Uhr
Wenn wir uns als Erwachsene bewusst machen, dass Sterben und Leben, Leid und Freude, Gesundheit und Krankheit zusammengehören wie Licht und Schatten, müssen wir auch keine Angst mehr haben, darüber zu sprechen. Kinder spüren, wenn traurige Themen ein Tabu sind, Erwachsene „merkwürdig drauf sind“. Sie stellen dann vielleicht keine Fragen mehr. Die Bilder ihrer Phantasien sind oft schrecklicher als die Tatsache selber. Wann ist der ideale Zeitpunkt, mit Kindern über Abschiede, Verlust, den Tod und Sterben zu sprechen? Ein Gesprächseinstieg könnte z.B. der Tod des Haustieres oder das auf dem Spaziergang gefundene tote Tier sein. Ich gebe Ihnen Anregungen, wie Sie dem Kind eine begreifbare Dimension von Vergänglichkeit, Lebenskreislauf oder Anfang und Ende „an die Hand“ geben, z. B. in naturkundlichen Beobachtungen wie die Verwandlung der Raupe zum Schmetterling, Entwicklung von Löwenzahn zur Pusteblume u.v.m.. Wir sprechen über gute Gründe, warum es hilft, Kinder mit zur Beerdigung zu nehmen. Sie erhalten wertvolle Tipps und Literaturlisten, mit denen Sie das entsprechende Thema altersgerecht aufgreifen und vertiefen können.