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Birkesdorf: Stadtteilinfo

Lage und Verkehrsanbindung

Birkesdorf  liegt am nördlichen Stadtrand von Düren und ist mit dem Stadtgebiet Düren verwachsen. Westlich des Stadtteiles fließt die Rur, nördlich verläuft die Bundesautobahn A 4.
Birkesdorf grenzt an die Gemeinde Niederzier.

Es bestehen vier Busverbindungen nach Düren (Dürener Kreisbahn).
Der Dürener Hauptbahnhof ist ca. 2,7 km entfernt. Von dort aus hat man Anschluss in die Richtungen Köln,  Aachen, Heimbach/Eifel und Linnich. Linnich und Heimbach sind ebenfalls über die Haltestelle "Im Großen Tal" zu erreichen, die ca. 1,0 km entfernt ist.
Die Autobahn-Anschlussstelle A 4 Richtung Köln-Aachen liegt ca. 2,3 km entfernt.
Das städtische Radverkehrsnetz verbindet Birkesdorf mit den angrenzenden Stadtteilen Arnoldsweiler, Hoven, Mariaweiler und dem Stadtgebiet Düren.

Stadtteilrundgang

Kirchliche Bauten und historische Baudenkmäler

Das Foto zeigt die Katholische Pfarrkirche St. Peter, Nordstraße, in Birkesdorf.

Kath. Pfarrkirche St. Peter, Nordstraße, Birkesdorf

Kath. Pfarrkirche St. Peter, Nordstraße, Birkesdorf

Die Kirche wurde erstmalig im Jahre 1300 im Liber Valoris erwähnt. Eine St. Nikolaus Kapelle an der Pfarrkirche wird im Jahre 1430 erwähnt. Im Jahre 1658 brannte das gesamte Dorf ab. Die Kirche wurde danach an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Durch die Zunahme der Kirchenbesucher wurde die Kirche zu klein und in den Jahren 1855/56 abgerissen.
Die neue Kirche wurde nach den Plänen des Dombaumeisters Vincenz Statz aus Köln errichtet und im Jahre 1857 eingeweiht. Die dreischiffige neugotische Backsteinbasilika hat einen vorgelagertem neuen Westturm. Im Jahre 1911 wurde der Bau erweitert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt und in den 1950er Jahren notdürftig wieder instandgesetzt. Die Reparatur der Kriegsschäden und der Neubau des Querschiffes sowie der Sakristei erfolgten in den Jahren 1963 bis 1966. Im Jahre 1999 wurde der Altarraum umgestaltet.

Das Foto zeigt das Evangelische Gemeindezentrum in Birkesdorf.

Evangelisches Gemeindezentrum Birkesdorf

Evangelisches Gemeindezentrum Birkesdorf

Durch den Zusammenschluss der reformierten Gemeinde und der lutherischen Gemeinde in den Jahren 1886/87 entstand die "Evangelische Gemeinde zu Düren". In Birkesdorf wurde am 10.06.1973 der Neubau des Gemeindezentrums der Evangelischen Gemeinde eingeweiht. Es umfasst unter anderem einen großen Gottesdienstraum mit einem Fassungsvermögen von über 300 Menschen, zwei Versammlungsräume, einen Feierraum, eine Sakristei und einen Mehrzweckraum.
   
Kontakt:
Evangelisches Gemeindezentrum Birkesdorf
Matthias-Claudius-Straße 8
52353 Düren
Telefon: 02421 83154

Das Foto zeigt die Evangeliums-Christen Gemeinde in Birkesdorf.

Evangeliums-Christen Gemeinde e.V.

Evangeliums-Christen Gemeinde e.V.

Der Ursprung der Gemeinde in Birkesdorf liegt im Jahre 1984, als sich eine kleine Gruppe zusammengeschlossen hat. Im Jahre 1993 wurde das Gemeindezentrum erbaut, in dem jeden Sonntag ein Gottesdienst abgehalten wird. Weiterhin finden dort regelmäßig andere Veranstaltungen statt. Das Gemeindezentrum umfasst 500 Sitzplätze. Angrenzend an das Gebäude befindet sich ein Volleyballplatz und ein Grillplatz.
    
Kontakt:
Evangeliums-Christen Gemeinde e.V.
Weidenpesch 78
52353 Düren
Telefon: 02421 880408

Das Foto zeigt die Marienkapelle, die sich auf dem Friedhof in Birkesdorf befindet.

Marienkapelle

Marienkapelle

Die verklinkerte Kapelle ist im Jahre 1964 nach Plänen des Birkesdorfer Architekten Oswald Willems erbaut worden. Im Jahre 1978 wurde sie von der Stadt Düren erworben und zwei Jahre später in den erweiterten Friedhof einbezogen.

Das Foto zeigt das ehemalige Amtsgebäude der Amtsverwaltung in der Zollhausstraße 40 in Birkesdorf.

Ehemaliges Amtsgebäude der Amtsverwaltung Birkesdorf

Ehemaliges Amtsgebäude der Amtsverwaltung Birkesdorf, Zollhausstraße 40

Der zweigeschossige Backsteinbau in gotisierenden Formen ist Ende des 19. Jahrhunderts erbaut worden. Die Straßenfassade des Gebäudes hat elf Achsen und der Backsteingiebel mit Zierverklinkerung ist zweifarbig.
Das Rathaus ist ein Zeugnis für die kommunale Selbstverwaltung der ehemaligen Gemeinde und des Amtes Birkesdorf. Seit der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1972 ist das Gebäude eine Außenstelle der Stadtverwaltung Düren.

Das Foto zeigt die ehemalige Burg Schlossberg in Birkesdorf.

Ehemalige Burg Schlossberg

Ehemalige Burg Schlossberg, Schlossbergstraße

Die erstmals 1402 als "Haus Schlossberg" bezeichnete Anlage ist aus einem Hof entstanden, der nach einem Verkauf im Jahre 1365 dem Ritter Philipp von Merode gehörte und ein jülichsches Lehensgut war. Der Rittersitz ging in der Jülichschen Fehde im Jahre 1543 in Flammen auf und wurde 1580 wiederhergestellt. Im Jahre 1673 ging die Burg an die Familie von Weworden-Drove über. Die von Wassergräben umgebene Burg brannte durch Beschuss der französische Revolutionsarmee am 2. Oktober 1794 ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
Ein kleiner zweigeschossiger Backsteinbau mit Fenstergewänden aus rotem Sandstein und einem erhaltenem Renaissance-Muschelgiebel aus Sandstein mit einer Inschrift aus dem Jahre 1580 ist der letzte noch erhaltene bauliche Rest des ehemaligen Rittersitzes Schlossberg.

Sehenswürdigkeiten/Besonderheiten

Das Foto zeigt die Rückriem-Stelel vor dem alten Amtsgebäude in Birkesdorf.

Rückriem-Stele vor dem alten Amtsgebäude

Rückriem-Stele vor dem alten Amtsgebäude

Die Stele in Birkesdorf nimmt Bezug auf die Zerschlagung der Arbeiterbewegung in Düren. In den ersten Monaten nach der Machtübergabe der Nationalsozialisten 1933 wurde das alte Rathaus zum Ausgangspunkt für die unerbittliche Verfolgung der Gegner des Nazi-Regimes. Neben den Kommunisten waren gleichermaßen auch Sozialdemokraten und andere Oppositionelle betroffen. In den "Schutzhaftlagern" und Konzentrationslagern der Nazis waren zeitweise bis zu 50 Birkesdorfer eingesperrt.

Die Rückriem-Stelen in Düren

Der alte Industriestandort Birkesdorf

Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich Birkesdorf zum Industrieort (Maschinenbau, Eisengießerei, Teppich-, Tuch- und Papierherstellung, Kunststoffe, Pharmazeutika).

Papierfabrik Felix Heinrich Schoeller
Im Jahre 1856 erwarb Felix Heinrich Schoeller eine Eisenwalzmühle bei Birkesdorf, die bis dahin von der Familie Hoesch betrieben worden war. Am 30. Oktober 1857 erhielt er die Konzession für die Umwandlung der Walzmühle zu einer Papierfabrik. Zehn Jahre später erweiterte er sein Unternehmen um eine Strohzellstofffabrik. Bis zum Ersten Weltkrieg nahm die Entwicklung der Firma einen rasanten Verlauf. In der Produktion hochwertiger Spezial- und Feinpapiere waren über 500 Arbeitskräfte tätig, vier Papiermaschinen waren im Einsatz, exportiert wurde ins europäische Ausland sowie nach Nord- und Südamerika. Die Firma genoss Weltruf.
Am 1. Januar 1965 kaufte die Fa. Zanders AG aus Bergisch-Gladbach die Fabrik (Werk Reflex). Mitte der 1980er Jahre waren ca. 1.100 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktionskapazität lag bei etwa 70.000 to Büro-, Fein- und Spezialpapiere. Nach mehreren Besitzerwechseln ist die Firma seit Anfang 2012 im Besitz der Hahnemühle FineArt GmbH.

Isola GmbH
Schwerpunkt der 1912 von Leo Schoeller und anderen Unternehmern gegründeten Isola Werke AG auf dem Gebiet der Kunststofferzeugung und Kunststoffverarbeitung war zunächst die Herstellung von Elektro-Isoliermaterial und Schichtpressstoffen, wobei die Produktpalette durch ständige technische Neuentwicklungen und durch eigene Forschungen hinsichtlich der härtbaren Kunststoffe erweitert wurde. Nach der fast vollständigen Zerstörung der Fabrikanlagen im Zweiten Weltkrieg waren in den 1960er Jahren bereits 500 Beschäftigte hier tätig. Die erzeugten Werkstoffe finden Einsatzmöglichkeiten in der Elektro-, Papier-, Textil- und chemischen Industrie sowie im Maschinen- und Apparatebau.
Mitte der 1980er Jahre wuchs die Zahl der Mitarbeiter auf etwa 1.200 an.
Isola ist heute Weltmarktführer für kupferkaschierte, glasfaserverstärkte Basismaterialien (Glas-Epoxylaminate) zur Herstellung von Leiterplatten. Das Unternehmen wurde im Jahre 2004 von der Texas Pacific Group und Redfern Partners aus den USA übernommen und beschäftigt weltweit 2400 Mitarbeiter. Der Hauptsitz liegt seitdem in den USA am Standort Chandler (Phoenix, Arizona).

Anker-Teppichfabrik
Im Jahre 1842 gründete Leopold Schoeller in Düren eine Tuchfabrik unter dem Namen "Leopold Schoeller & Söhne". Am 1. Juli 1854 eröffnete er unter dem Dach seiner Tuchfabrik das „Teppichkontor“, nachdem er sich ein preußisches Patent auf "Druckteppiche" gesichert hatte. Das Unternehmen wurde im Jahre 1873 unter dem Namen "Gebrüder Schoeller & Co." in das Handelsregister Aachen eingetragen und der Anker, als Symbol für den Handel und für kaufmännische Solidität, 1876 als Warenzeichen der Teppichfabrik unter Markenschutz gestellt. In einem Neubau entlang der Wirteltorpromenade "auf dem Schützengraben" waren zu diesem Zeitpunkt 75 Webstühle im Einsatz. Als wenige Jahre später bereits die Gebäude nicht mehr ausreichten, wurde das gesamte Unternehmen in den Jahrzehnten bis zum Ersten Weltkrieg auf ein neu erworbenes Betriebsgelände in Birkesdorf verlegt. In der florierenden Fabrik waren Anfang der 1880er Jahre etwa 570 Arbeiter, um 1900 etwa 700 Arbeiter und kurz vor dem Ersten Weltkrieg erstmals mehr als 1.000 Arbeiter beschäftigt. Die Produktion lag für den letztgeannnten Zeitpunkt bei  827.000 qm Teppiche.
Nach dem Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Fabrikgebäude produzierte man 1951 bereits wieder so viele Quadratmeter Teppich wie vor dem Krieg.
Seit 1997 firmiert die einstige Teppichfabrik als "ANKER-Teppichboden Gebr. Schoeller GmbH + Co. KG". Heute werden ausschließlich Teppichböden für den Objektbereich (öffentliche Bauten wie zum Beispiel Banken, Verwaltungen, Hotels, Krankenhäuser, Reha-Bereiche, Shopping etc.) und für Flugzeuge produziert. Etwa 300 Beschäftigte gehören dem Familienunternehmen an.

Paul Hartmann AG
Seit 1928 bestand im Norden der Ortslage das Verbandsstoffwerk Dr. Degen & Kuth (DUKA). Bis 1927 war hier die um 1895 gegründete Kartonpapierfabrik Peltzer & Münch, seit 1902 Felix Peltzer & Cie. ansässig. Die Fa. Degen & Kuth war von 1887 bis 1928 an drei verschiedenen Standorten in Düren tätig.
Im Jahre 1973 fusionierte die Fa. mit dem Heidenheimer Verbandsstoff-Hersteller Paul Hartmann AG. Ende der 1980er Jahre waren im Birkesdorfer Werk etwa 300 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 2005 firmiert der Betrieb als dessen Tochterfirma Consumer Medical Care GmbH. Er produziert überwiegend für Discounter und Drogeriemärkte Kosmetikartikel.

Das Foto zeigt den Mühlenteich in Birkesdorf.

Mühlenteich

Mühlenteiche und Mühlen

Als Mühlenteiche werden die seit Jahrhunderten bestehenden, künstlich von der Rur abgeleiteten Nebenarme bezeichnet, die die an deren Verlauf errichteten zahlreichen Mühlen mit Wasser versorgten. Im Kreisgebiet Düren gibt es fünf große Mühlenteiche. Der durch Birkesdorf fließende Dürener Teich wird seit Ende des 18. Jahrhunderts einige hundert Meter flussaufwärts von Schoellershammer aus der Rur abgeleitet und führte ursprünglich bis Krauthausen (Gemeinde Niederzier); in den 1980er Jahren wurde der Dürener Teich allerdings verkürzt und mündet seitdem westlich von Birkesdorf zurück in die Rur. Auch in Birkesdorf nutzten zahlreiche Mühlen und die in der Folge daraus entstandenen Industriebetriebe seine Wasserkraft.
    
Die Schüllsmühle stand ehemals im Westen von Birkesdorf und wurde 1785 als Papiermühle bei einer bestehenden Fingerhutsmühle konzessioniert. 1820 wurde darüber hinaus für Johann Schüll die Erlaubnis zur Tuchfabrikation erteilt. Mitte der 1850er Jahre spezialisierte sich die nun Gebr. Schüll firmierende Firma auf die Herstellung von Kunstwolle und beschäftigte bald 500 bis 600 Arbeiter. Heute befindet sich dort eine Wohnbebauung (Wilhelm-Schüll-Straße/ Winand-Dammers-Straße).

Der im Jahre 1816 als Tuchfabrik Peill & Schoeller bezeichnete Betrieb beschäftigte zu diesem Zeitpunkt 130 Arbeiter, während 20 Jahre später hier 250 Beschäftigte an 50 Webstühlen tätig waren. 1928 firmiert die Firma unter Draemann-Peill. Von dem bis zu Beginn der 1960er Jahre produzierenden Unternehmen bestehen noch alte Fabrikgebäude an der Nordstraße.

Bezirksausschuss

Der Bezirksausschuss von Birkesdorf besteht aus insgesamt 15 stimmberechtigten Mitgliedern. Zusätzlich kann jedem Bezirksausschuss ein/e bestellte/r sachkundige/r Einwohner/in als beratendes Mitglied angehören.
Die Bezirksausschüsse sind gemäß Hauptsatzung in allen Angelegenheiten, die ihren Bezirk betreffen, vor der Beschlussfassung zu hören. Sie haben das Recht, Angelegenheiten ihres Stadtbezirks in eigener Initiative zum Gegenstand ihrer Beratungen zu machen und den Fachausschüssen und dem Rat Anträge und Empfehlungen zuzuleiten.

Ratsinformationssystem

Samstags in ...

Bürgermeister Paul Larue wollte neben seinen hervorragend besuchten Donnerstagssprechstunden im Rathaus allen Bürgerinnen und Bürgern auch noch Gelegenheiten geben, ihre Anregungen, Kritikpunkte und Ideen unmittelbar einzubringen. Daher startet er im Jahre 2001 seine Besuchsreihe "Samstags in ...". In lockerer Reihenfolge besucht Bürgermeister Paul Larue alle Ortsteile und Stadtviertel an Samstagvormittagen und steht dort persönlich zur Verfügung.

Pressemeldungen

Reger Gedankenaustausch über die Parkraumsituation am St. Marien-Hospital
22.03.2011

Düren. "Samstags in ... Birkesdorf" hieß es am vergangenen Wochenende zur ersten Stadtteilerkundung in diesem Jahr mit Dürens Bürgermeister Paul Larue. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bezirksausschussvorsitzenden und ...
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