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Annamarkt-Projekte

Viele Projekte machen Lust auf den Annamarkt

Die Vorbereitungen für den Historischen Annamarkt, der vom 30.08. bis zum 01.09.2019 die Stadt Düren wieder in ein historisches Gewand kleidet und Szenen aus der Stadtgeschichte zu Beginn des 16. Jahrhunderts lebendig werden lässt, laufen auf Hochtouren.

So bereiten sich derzeit Schülerinnen und Schüler verschiedener Dürener Schulen sowie Kinder aus städtischen Kindertagesstätten auf unterschiedliche Projekte vor. Museen aus Stadt und Region sind dabei, und ganz viele Gruppen aus der Dürener Bevölkerung haben sich bei Sabine Roth, Gewandmeisterin der Arbeitsgemeinschaft Dürener Historienfeste e.V., angemeldet, die seit Wochen ein Gewand nach dem anderen fertigt.

Die vielen Projekte bereichern auch dieses Mal den Historischen Annamarkt, der zum sechsten Mal in Düren stattfindet. Mit buntem Markttreiben, Lagerleben, Landsknechtstruppen, historischem Festumzug und viel Spectaculum werden wieder tausende von Besucherinnen und Besucher in die Rurstadt gelockt

Scriptorium

Erste Ergebnisse des Workshops (Foto: Achim Jaeger)

Das Stiftische Gymnasium wird sich am Historischen Annamarkt 2019 in vielfältiger Weise beteiligen. So werden die Teilnehmer der von Dr. Achim Jaeger geleiteten Stadtmauer-AG - wie schon in den vergangenen Jahren - ein Skriptorium einrichten, in dem interessierte Besucherinnen und Besucher das Schreiben mit Tinte und Feder beobachten und selbst einüben können. Zudem wird die Kunstlehrerin Eva Magiera mit Schülerinnen und Schülern eine Malwerkstatt betreiben und Aquarelle nach historischen Vorlagen erstellen.

Zur Vorbereitung auf das vom 30. August bis zu 1. September 2019 stattfindende Dürener Historienfest gab im Juni der renommierte Dürener Künstler und Kalligraph, Rolf Lock, mit einem Kalligraphie-Workshop einen Vorgeschmack. Elf Schülerinnen unterschiedlicher Jahrgangsstufen wurden von ihm in die Kunst des Schreibens eingeführt. Zunächst konnten die Jugendlichen Schreibmaterialien vergangener Tage wie Papyrus, Wachstäfelchen, Pergament und handgeschöpftes Papier im wahrsten Sinne des Wortes begreifen, indem sie es berührten und sich mit den Materialien vertraut machten. Auch Beispiele mittelalterlicher Buchkultur wurden beispielsweise anhand von faksimilierten Blättern aus dem berühmten „Book of Kells“ oder dem „Codex Sinaiticus“ veranschaulicht. Dann führte Rolf Lock die interessierten Schülerinnen in die Unzialschrift, eine Majuskelschrift, die früher mit der Rohrfeder auf Pergament geschrieben wurde, ein und bot ihnen Gelegenheit, selbst Texte in dieser ansprechenden Schrift zu verfassen. Hochkonzentriert machten sich die Schülerinnen ans Werk und erprobten verschiedene Techniken, um mit Zug- und Vogelfedern zu schreiben und mit Wasserfarben und Tusche kunstvolle Buchstaben und mittelhochdeutsche Verse ebenso aufs Papier zu bringen wie auch filigrane grafische Darstellungen von Insekten.


Den jungen Kalligraphie-Schülern hat der Workshop viel Spaß gemacht. Während des historischen Annamarktes wird nun für Interessierte die Möglichkeit bestehen, selbst einmal auszuprobieren, wie die (Stahl-)Feder in der Hand liegt. Die inzwischen kundigen Schülerinnen und Schüler werden dabei das von dem renommierten Künstler Rolf Lock vermittelte Wissen an andere weitergeben.

„Ernas Erben“ entwickeln Theaterstück zum Leben der Agatha Niffs

Die Theatergruppe „Ernas Erben“ unter Leitung der Theaterpädagogin Marion Kaeseler setzt sich intensiv mit der Geschichte von Agatha Niffs auseinander, entwickelt Theaterszenen zu deren Leben.

Die Theatergruppe "Ernas Erben", unter der Leitung von Theaterpädagogin Marion Kaeseler, spielt die historisch belegte Geschichte der Dürenerin Agatha Niffs. 1510 wurde Agatha Niffs als Hexe verbrannt. Wie es dazu kam, zeigen die jungen Leute zwischen 16 und 22 Jahren als umherziehende Gauklergruppe auf dem Annamarkt.

Sie entwickeln selber Theater-Szenen anhand der geschichtlichen Zeugnisse, die es über das Alltagsleben der Waidfärber gibt, in deren Milieu sich das Drama um Agatha Niffs ereignete. Der wurde von einem Waidfärber Zauberei vorgeworfen. Nach Prozess, Gefängnisaufenthalt und Folter verurteilte man sie zum Feuertod.

Die Farben der Renaissance, Wappen der Region

Die Schülerinnen sind bereits eifrig mit Entwürfen von Wappen beschäftigt, die teilweise von Vorlagen aus dem Stadtarchiv angeregt wurden oder aus der Fantasie heraus entstanden sind.

Schülerinnen der St. Angela-Realschule der Klassen 5 bis 7 begeben sich in Workshops unter der Leitung ihres Kunstlehrers Reinhard Schultz-Hock auf die Spuren der Farben der Renaissance. Wie wurden sie hergestellt, welches Material war dazu nötig? Künstler Reinhard Schultz-Hock leistet zu dem Thema ein Stück Detektivarbeit und spürt in der Region Quellen auf, wo es „Zutaten“ für die Farben gibt. Gemeinsam mit den Schülerinnen will er dann versuchen, ein paar dieser Farben herzustellen.
Außerdem fertigen die Schülerinnen nach Vorlagen aus dem Stadt- und Kreisarchiv Düren und nach eigenen kreativen Einfällen Wappen und Fahnen auf Papier und Stoff.
Das Ergebnis des Workshops in der Schule wird auf dem Historischen Annamarkt präsentiert.

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Der Verein "AG Dürener Historienfeste" dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Ideen, ihr Interesse und ihr Engagement.

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