Machbarkeitsstudie Tiefengeothermie für Düren-Kreuzau

28.04.2021

„Für den Wirtschaftsstandort Düren und den Strukturwandel ergibt sich eine wichtige neue Option. Wir sind dankbar, dass wir für die Machbarkeitsstudie ausgewählt wurden. Das Vorhaben knüpft sehr gut an unsere anderen Projekte mit dem Fokus neue Energiequellen an!“

Thomas Hissel, Geschäftsführer der WIN.DN GmbH, freut sich über die Entscheidung, dass der Standort Düren-Kreuzau für den Wettbewerbsaufruf „Wärme aus Tiefengeothermie für NRW“ des MWIDE ausgewählt wurde.

Das Ziel des Projektes ist die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für eine auf Tiefengeothermie basierende Wärmeversorgung in Düren und Kreuzau. Im Fokus der Versorgung stehen Produktionsbetriebe, insbesondere die Papierindustrie entlang der Rur. Durch die Verwendung einer Fernwärmetrasse mit drei Temperaturniveaus (z. B. 40 – 60 °C, 70 – 90 °C und 100 – 120 °C) bestünde die Möglichkeit sowohl zur Anbindung der Industrie als auch bestehender und neuer lokaler Fernwärmenetze und Quartiere. Das Netz wäre damit ebenfalls flexibel an zukünftige Bedarfe anpassbar. Durch die Nutzung der rücklaufenden Wärme im jeweils niedrigeren Temperaturniveau und die mögliche Einspeisung von Prozesswärme und Solarthermie könnte ein hoher Wirkungsgrad der Wärmenutzung im gesamten Netzgebiet erreicht werden.
Das Konsortium ist dabei zusammengesetzt aus den wichtigsten Vertretern für die Erreichung der gesetzten Ziele im Bereich Tiefengeothermie. Als Forschungspartner sind das Fraunhofer-Institut für Energiesysteme und Geothermie, das Institut NOWUM-Energy der FH Aachen und das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen involviert. Die Koordination übernimmt die WIN.DN GmbH und als Energieunternehmen sind die Stadtwerke Düren sowie die Leitungspartner beteiligt. Ein besonders großer Stellenwert bei der Durchführung der Machbarkeitsstudie wird auf die Praxispartner aus dem Bereich der Papierindustrie gelegt. Der Industriepark Niederau, Schoellershammer, VOITH, und die Modellfabrik Papier gGmbH sind nur einige der wichtigen Industriepartner, die von diesem Projekt profitieren können.

„Für uns als Papierunternehmen am Standort Kreuzau ist es in der aktuellen Situation des Strukturwandels besonders interessant, neue Möglichkeiten geliefert zu bekommen. Daran arbeiten wir als Familienunternehmen sehr gerne mit. Wir sind begeistert von den Entwicklungen, die zurzeit im Raum Düren stattfinden,“ äußert sich Herr Holger Autenrieb, Geschäftsführer der Papierfabrik Niederauer Mühle.
Bei der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse fasste Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart das Anliegen des Landes auf den Punkt: „Wir bringen die Wärmewende in Nordrhein-Westfalen weiter voran. Die Tiefengeothermie bietet hierbei große Potenziale, die wir stärker nutzen wollen. Ich freue mich sehr über das große Interesse am Wettbewerb und die qualitativ hochwertigen Bewerbungen aus allen Teilen des Landes. Das zeigt: Die Kommunen sind ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, die klimafreundliche Wärmeversorgung vor Ort voranzutreiben und die Tiefengeothermie in der Fläche nutzbar zu machen.“

Alle Beteiligten sind sehr gespannt auf die Umsetzung des Vorhabens und die wichtigen Ergebnisse, die durch die Machbarkeitsstudie geliefert werden.

Text u. Grafik: WIN.DN

WIN.DN auf Glasscheibe