Leitseite
Viele Gründe zum Feiern am Internationalen Frauentag und noch viel zu tun ...
Verwaltung & Politik
Leben & Wohnen
Familie & Bildung
Wirtschaft & Handel
Kultur & Tourismus

Viele Gründe zum Feiern am Internationalen Frauentag und noch viel zu tun ...

Düren, den 24.02.2014

Düren. Mit einem traditionellem Sekt- und Selters-Empfang sowie einem unterhaltsamen und nachdenklich stimmenden Theaterstück wird dieses Jahr der Internationale Frauentag am Samstag, dem 8. März, in Düren gefeiert. Von 11 bis gegen 13:30 Uhr laden das Frauenbüro der Stadt und das Dürener Frauenforum, unterstützt von der Sparkasse Düren, alle interessierten Frauen in das Haus der Stadt ein. Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung gebeten (Telefon: 02421 25-2260 oder 25-2261, Kontaktformular). Kinderbetreuung ist auf Anfrage möglich.

Anne Pentzlin, im Vorstand von "Frauen helfen Frauen", Anke Holtmann-Ritsch vom Sozialdienst Katholischer Frauen, Iris Papst von der CDU Frauen-Union, Gilla Knorr, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Düren und Erika Janssen von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratische Frauen (AsF) aus Jülich, halten die Fahne mit den Forderungen hoch und laden zum Internationalen Frauentag ins Haus der Stadt.

Anne Pentzlin, im Vorstand von "Frauen helfen Frauen", Anke Holtmann-Ritsch vom Sozialdienst Katholischer Frauen, Iris Papst von der CDU Frauen-Union, Gilla Knorr, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Düren und Erika Janssen von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratische Frauen (AsF) aus Jülich, halten die Fahne mit den Forderungen hoch und laden zum Internationalen Frauentag ins Haus der Stadt.

Zu feiern gibt es gleich mehrere Jubiläen, die Gilla Knorr, Leiterin des Frauenbüros der Stadt Düren, gerne aufzählt. Zum einen 95 Jahre Frauenwahlrecht: um dieses Recht zu erkämpfen, begingen Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz 1911 erstmals den Internationalen Frauentag.
65 Jahre Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz, Artikel 3, Absatz 2, ist der zweite Grund zu feiern. Und da aller guten Dinge drei sind: Vor genau 20 Jahren haben die kommunalen Frauenbüros und Frauenorganisationen im Zuge der Verfassungsreform 1994 mit einer erfolgreichen Postkartenaktion gefordert, diesen Grundgesetz-Artikel um einen entscheidenden Satz zu ergänzen, wodurch der Gesetzgeber einen unmissverständlichen Auftrag erhielt, da tätig zu werden, wo Frauen benachteiligt und diskriminiert sind.
Diese Jubiläen zu feiern, ist ein Aspekt des Internationalen Frauentags. Gleichzeitig ist er ein Anlass, allen Frauen zu danken, die mit ihrem gesellschaftspolitischen Engagement solche Erfolge erst möglich machen.
Nach der traditionellen Begrüßung durch Gilla Knorr und Bürgermeister Paul Larue um 11 Uhr gibt es am Samstag, 8. März, viel Spaß aber auch Stoff zum Nachdenken mit dem Theaterstück "Damenkarussell" für zwei Schauspielerinnen und anschließend viel Zeit zum Austausch untereinander. "Frauen wünschen sich solche Gelegenheit zur Vernetzung", sagt Iris Papst von der CDU Frauen-Union. "Die Feier ist eine Wertschätzung der Frauen, die sich engagieren", ergänzt Anke Holtmann-Ritsch vom Sozialdienst Katholischer Frauen.
"Ist es denn überhaupt noch nötig, den Internationalen Frauentag zu begehen?" Diese Frage wird Gilla Knorr immer wieder gestellt, und sie beantwortet sie mit einem nachdrücklichen "Ja!". Denn bei allen erzielten Erfolgen gibt es noch viel zu tun, wie sie anhand von aktuellen Zahlen beweist, die für sich sprechen: Nur sechs von 16 Mitgliedern der neuen Bundesregierung sind Frauen. In den Kommunalparlamenten sind nur 26,1 % Frauen vertreten. Lediglich 19,2 % der Hochschul-Professuren sind mit Frauen besetzt. In den Spitzenpositionen der Wirtschaft liegt der Frauenanteil bei 5,9 %. Frauen verdienen im Durchschnitt 22 % weniger als Männer, erhalten 60% weniger Rente als Männer, und 63,5 % der Frauen haben eine Rente von weniger als 650 Euro. Deshalb hat sich das Frauenbüro die Stichworte "Ausbildung, Beruf und Familie", "Gleiche Chancen im Beruf", "Alterssicherung", "Frauenförderung", "Bildung" und "Integration" sowie "Schutz vor Gewalt" und "Wertschätzung" ganz groß auf ihre Fahne geschrieben und zeigt weiterhin Flagge, auch am Internationalen Frauentag.

 

Weitere Meldungen aus der Kategorie: Kultur, Stadtinfo

zurück zu: Pressemeldungen

 Drucken © Stadt Düren