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Sihl: Spannende Suche nach neuen Möglichkeiten

Düren, den 19.08.2017

Die Sihl GmbH in Düren beschichtet und veredelt bahnförmige Materialien aus Papier, Folie und Gewebe. Zugegeben, das klingt erst einmal nicht wirklich spannend. Aber es steckt eine gute Portion Sihl in vielen Dingen, die wir täglich in den Händen halten, die wir nutzen und anschauen, von denen wir profitieren.

Bild: Der Standort Düren ist der größte in der Unternehmensgruppe. 320 Mitarbeiter beschichten und veredeln bahnförmige Materialien. Foto: Sihl

Dazu gehören hochwertiges Fotopapier, der Fluggepäckanhänger am Check-in-Schalter des Flughafens, Konzerttickets, Fahrkarten oder gar Tapeten, bedruckte Textilien, hintergrundbeleuchtete Werbetafeln und Etiketten. Und täglich sind die Mitarbeiter des Traditionsunternehmens auf der spannenden Suche nach neuen Anwendungsmöglichkeiten. Allein 25 der 320 Dürener Mitarbeiter sind in der Forschung und Entwicklung tätig. Sihl kooperiert mit zahlreichen Hochschulen der Region, unter anderem der RWTH Aachen, der FH Aachen und der FH Köln.

„Wir kennen uns bereits“, hat Sihl schlagfertig eine Präsentation der eigenen Leistungsfähigkeit überschrieben. Die zahlreichen Produkte, die ohne die Beteiligung durch Sihl so nicht existieren würden, sind am 12. Oktober im Anwendungszentrum zu sehen. Es ist schon überraschend, welche Anwendungsmöglichkeiten „beschichtete Medien“ eröffnen. Die Lange Nacht der Industrie nimmt Sihl zum Anlass, Besuchern die Herstellung beschichteter Papiere, Folien und anderer Werkstoffe von der Anlieferung der Rohstoffe bis zur Konfektionierung des Produkts zu zeigen und zu erklären.

Aus 250 Chemikalien werden in Düren etwa 200 Lacke und Rezepturen hergestellt, die wiederum zu 500 verschiedenen Produkten kombiniert werden können. „Wir beschichten nicht nur, wir laminieren auch, stellen eigene Verbundstoffe her“, erklärt Geschäftsführer Siegfried Zilliger. Verschiedene Materialbeschaffenheiten wie Reißfestigkeit und eine wasserabweisende Beschichtung lassen sich gemäß der Kundenwünsche und Anforderungen kombinieren. In Düren stehen zehn Beschichtungsanlagen zur Verfügung, die größte ist 80 Meter lang. Die elfte und kleinste Anlage gehört zur Ausstattung des Labors.

1902 wurde die „Firma für beschichtete Papiere“ gegründet. Fast ein Jahrhundert lang waren Lichtpausenpapiere ein Exportschlager Made in Düren. In den 90er Jahren jedoch brach der Markt mit dem Aufkommen anderer Technologien zusammen. „Das war eine schwierige Zeit“, sagt Siegfried Zilliger. Doch Sihl wäre nicht Sihl, wenn es nicht eine hohe Innovationskraft besessen hätte. Heute ist das Portfolio umso breiter aufgestellt, um Schwankungen besser abfedern zu können. Statt Masse setzt Sihl vor allem auf Individualität und hohe Qualität, betont der Geschäftsführer.

Die Schweizer Konzernzentrale sitzt in Bern, es gibt auch noch ein Werk in den USA. Der Großteil der 500 Mitarbeiter arbeitet jedoch in Düren, dort werden auch etwa 80 bis 90 Millionen Euro der weltweit 140 Millionen Euro Umsatz erzielt. Neugierig geworden? Dann geht es hier zur Anmeldung für die kostenlose Lange Nacht der Industrie: www.langenachtderindustrie.de/standorte/rhein-ruhr/anmeldung. Kleiner Tipp für Schüler und Studenten: Sihl ist immer auf der Suche nach aufgewecktem Nachwuchs!


Text: Stephan Johnen/WIN.DN
Foto: Sihl

 

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