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Roter Teppich für das Papiermuseum

Düren, den 13.09.2018

Düren. Ein roter Teppich vor dem Papiermuseum und darauf eine lange Schlange von Menschen, die neugierig darauf warteten, zu entdecken, was hinter der aufregenden Fassade des Museums auf sie wartet: „Das ist ein Museum für alle und ein Tag für alle. Heute erobern sich die Dürenerinnen und Dürener und die Gäste aus dem Umland das neue Museum“, betonte Bürgermeister Paul Larue bei der Eröffnung des neugestalteten und erweiterten Papiermuseums. Architekt Klaus Hollenbeck, seit acht Jahren mit dem Projekt in Düren intensiv befasst, ließ das Ergebnis für sich sprechen und lud alle zu Gesprächen ein. „Ich bin gespannt auf Ihre Meinung."

Eine lange Menschenschlange wartet am Eröffnungstag auf Einlass in das Museum. Foto: Stadt Düren/mah

Eine lange Menschenschlange wartet am Eröffnungstag auf Einlass in das Museum. Foto: Stadt Düren/mah

Da das Dürener Papiermuseum viele „Mütter“ und „Väter“ hat, wurden viele Scheren benötigt, um das traditionelle Band zur Eröffnung zu durchschneiden. Danach strömten die Besucherinnen und Besucher in das Museum. Zunächst war Staunen angesagt. Es dauerte eine Weile, bis die ersten sich trauten, Schubladen aufzuziehen, Türen zu öffnen, sich zum Mitmachen, Nachfragen und Ausprobieren einladen zu lassen. Doch etwas später war der Bann gebrochen, und es trat das ein, was sich Caroline Kaiser, die das Ausstellungskonzept entwickelt hat, davon erhoffte: Die Menschen kamen ins Gespräch, es entstand eine kommunikative  Atmosphäre. Caroline Kaiser hat das Thema Papier so in den Fokus gestellt, das man sich ihm in fünf Themenfeldern auf ganze neue Art und Weise nähern kann. Nahezu überall besteht die Möglichkeit, etwas zu bewegen, anzufassen, ungewöhnliche Blickwinkel und Ideen, neue Ansätze in Sachen Papier zu entdecken. Den meisten hat das gefallen. Von vielen kam die Rückmeldung, dass sie wiederkommen und sich die Ausstellung noch mal in Ruhe ansehen wollen, wenn der Ansturm der Eröffnung verebbt ist.

Einhellige Begeisterung herrschte auch über die Architektur. Klaus Hollenbeck hat sich vom Werkstoff Papier inspirieren lassen, der spektakulären Fassade mit den drei Merkmalen Faltung, Prägung, Wasserzeichen eine einzigartige Leichtigkeit sowie dem Bau einen skulpturalen Charakter verliehen und dafür die Öffnungen auf ein Minimum reduziert. Trotzdem ist es innen hell, strahlend weiß, wie Papier. Schräge Wände, schräge Decken greifen das Papiermotiv auf, eine Herausforderung, die von den Umsetzern -  Baudezernent Paul Zündorf, der die Lenkungsgruppe leitete, sowie dem Team rund um Gebäudemanager Helmut Harperscheidt und den Baufirmen -  souverän gemeistert wurde. 

„Dieses Museum für alle ermöglicht ganz unterschiedliche Ansätze. Vieles ist möglich! Lassen Sie sich von dieser Ausstellung und allen, die noch kommen, inspirieren!“, sagt die neue Museumsleiterin Anja Dorn. Sie freut sich auf die Aufgabe, das Papiermuseum demnächst langfristig  mit Leben zu füllen und weiß zu berichten, dass die meisten Workshop-Angebote für die nächste Zeit bereits ausgebucht sind. 

Dass die Ausstellungseröffnung so ein großer Erfolg war, ist nicht zuletzt der stellvertretenden Museumsleiterin Sabine Schneider, Helma Dürholz, Referentin im Dezernat Planen und Bauen, und Katja Schmitz von der Marketingabteilung der Stadt Düren zu verdanken, die in den letzten Wochen mit vollem Einsatz auf die Eröffnung hingearbeitet haben.

Dass  Papier zur Erbsubstanz der Stadt Düren gehört, wie Bürgermeister Paul Larue es ausdrückt, aber auch die Gegenwart der Rurstadt prägt und für die Zukunft von Bedeutung sein wird, bewies das große Interesse am Eröffnungstag und in der Eröffnungswoche, die von der Sparkasse Düren unterstützt wurde. Die Eröffnung wurde gefeiert mit Musik von Musikschuldozentinnen und –dozenten, mit einem Papierkünstler, der dafür sorgte, dass  überall in der Stadt Menschen mit bunten Papierblumen in der Hand herumliefen, mit Führungen und Aktionen für Kinder im Leopold-Hoesch-Museum und vielfältigen Angeboten auf dem Hoeschplatz, so bunt wie die großen Seifenblasen, die Kinder in die Luft steigen ließen. 

Weitere Infos zum Papiermuseum sowie eine Übersicht über die Förderer und Unterstützer sind auf der Website des Papiermuseums zu finden:

www.papiermuseum-dueren.de

 

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