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Neues Handlungskonzept für Nord-Düren vorgestellt: Kampf gegen Sanierungsstau
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Neues Handlungskonzept für Nord-Düren vorgestellt: Kampf gegen Sanierungsstau

Düren, den 15.12.2017

Düren. In einer gut besuchten Informationsabend stellte das Amt für Stadtentwicklung in Nord-Düren im „Haus für Alle“ den Entwurf zum Integrierten Handlungskonzept „Problemimmobilien Nord-Düren“ vor, der bis zum 12. Januar im Rathaus Düren eingesehen werden kann. Paul Zündorf, Technischer Beigeordneter der Stadt Düren, freute sich über das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Veranstaltung.

Vor interessierten Bürgerinnen und Bürgern stellte Dr. Inken Tintemann vom Amt für Stadtentwicklung das neue Handlungskonzept für Nord-Düren vor.

Vor interessierten Bürgerinnen und Bürgern stellte Dr. Inken Tintemann vom Amt für Stadtentwicklung das neue Handlungskonzept für Nord-Düren vor.

Einleitend nannte er ein paar Dinge, die mit Hilfe von Fördermitteln im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“ von 2007 bis 2015 im Quartier Nord-Düren bereits auf den Weg gebracht wurden: Eine sehr aktive Stadtteilvertretung - seit zwei Jahren ein Verein -, viele Institutionen, Einrichtungen und Einzelpersonen, die sich um verschiedene Zielgruppen kümmern und an den gebildeten Projekt- und Bewohnergruppen aktiv teilnehmen, das „Haus für Alle“, das erfolgreich gelaufene Fassadenprogramm sowie die Umgestaltung öffentlicher Räume. Es hat sich schon einiges bewegt in diesem interessanten Stadtteil mit guter Verkehrsanbindung, gemischter Bevölkerung und alter Gründerzeitbebauung im Baubestand. Aber gravierende Probleme stehen weiterhin im Raum, es gibt einen Sanierungsstau. „Ein wichtiges Stück Dürener Geschichte verfällt gerade. Das schädigt das Image des ganzen Stadtteils“, betonte Dr. Inken Tintemann vom Amt für Stadtentwicklung, Projekte Soziale Stadt, die das 70 Seiten umfassende Konzept vorstellte.

Nach einem Ratsbeschluss im Februar 2017 folgten im Mai Sondierungsgespräche mit Ministerium und Bezirksregierung. Danach wurde eine „TaskForce Problemimmobilien Düren“  als Teil einer landesweiten Arbeitsgemeinschaft gegründet und von Juli bis Oktober vom Amt für Stadtentwicklung das Handlungskonzept erarbeitet. Es ist auf 5 Jahre angelegt und umfasst ein Volumen von fast 10 Millionen Euro, für die auf Grundlage des Handlungskonzeptes Fördermittel beantragt werden sollen.
Besonders im Fokus steht der Kampf gegen missbräuchliche Immobilienvermarktung. So will die Stadt Düren eine förmliche Sanierungsgebietssatzung  erstellen, die ihr beispielsweise den Ankauf von Problemimmobilien ermöglicht sowie deren Sanierung, wenn machbar, oder Abriss, wenn nötig. Anknüpfend an die positiven Ergebnisse, die im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“ im Stadtteil bereits erzielt wurden, sind unter anderem der Schutz der Bewohner und der vorhandenen Bausubstanz sowie eine Aufwertung und Imageverbesserung des ganzen Quartiers Ziele des Handlungskonzeptes.

Dr. Inken Tintemann sprach viele einzelne Aspekte des Konzepts an, das die derzeitige Situation im Quartier analysiert, fünf Handlungsfelder benennt sowie Kostenkalkulationen und Entwürfe für Projektsteckbriefe umfasst, und wies auf Potentiale und Möglichkeiten des Stadtteils hin. Die Zuhörer griffen das auf und trugen eigene Anregungen und Ideen bei. Alle Hinweise und Vorschläge wurden von Stefan Wessels vom Amt für Stadtentwicklung ins Protokoll aufgenommen. „Wir sehen uns als Regulativ, damit Immobilien nicht in falsche Hände kommen.“, unterstrich Marcus Steffens, stellvertretender Amtsleiter. „Es ist unser städtebauliches Ziel, dass die Menschen, die hier leben, auch weiter hier leben können.“
Eine Vertreterin einer Ideenwerkstatt, die Vorschläge und Projekte für das Quartier entwickelt hat, wollte wissen, wie die Zeitschiene aussieht und ob die von den Ideenwerkstätten entwickelten Projekte weiter im Blick sind.
Marcus Steffens versicherte, dass versucht wurde, möglichst alle Ideen in das Handlungskonzept aufzunehmen und man sich auf dieser Grundlage eine Aufstockung des Verfügungsfonds, aus dem fortlaufend kleinere Projekte finanziert werden, erhofft.  Planung und Umsetzung, daran ließen die Fachleute keinen Zweifel, sind ein Marathonlauf und keine Kurzstrecke.
„Wir können es nicht allein. Wir hoffen, dass Sie mit von der Partie sind und uns unterstützen“, appellierte Paul Zündorf nach der Vorstellung des Konzepts, das in nur drei Monaten erstellt worden ist. Dafür gab es dickes Lob aus den Reihen der Bürgerinnen und Bürger an das Amt für Stadtentwicklung.

Offenlage des Integrierten Handlungskonzeptes
„Problemimmobilien Nord-Düren“
Bis zum 22.12.2017 + 02.01.2018 – 12.01.2018
Mo-Fr 8.00 - 12.00 Uhr
Mo-Mi 14.00 - 16.00 Uhr
Do 14.00 - 18.00 Uhr
Amt für Stadtentwicklung, Abteilung Planung
Rathaus Kaiserplatz 2-4
3.OG Raum R 327
Kontakt:
Dr. Inken Tintemann
i.tintemann@dueren.de
 
Auf der Homepage der Stadt Düren ist es unter Planen und Bauen, Aktuelle Beteiligungen zu finden.
 

 

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