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Kasimir und Karoline auf der Annakirmes
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Kasimir und Karoline auf der Annakirmes

Düren, den 16.04.2018

Düren. „Ernas Erben“, 14 Theaterbegeisterte zwischen 14 und 26 Jahren, haben unter Leitung der Theaterpädagogin Marion Kaeseler das klassische Theaterstück von Ödön von Horváth „Kasimir und Karoline“ sprachlich entstaubt und die Szenen auf den ihnen vertrauten Annakirmesplatz verlegt. Im Haus der Stadt ist das Ergebnis in mehreren Aufführungen hautnah zu erleben. Premiere ist am 1. Mai, 19:30 Uhr, weitere Gelegenheiten, das Stück zu sehen, sind am 2. Mai sowie am 17. und 18. Mai, jeweils 19:30 Uhr.

Ansteckende Spielfreude ist das Markenzeichen von „Ernas Erben“, die sich hier lachend zum Gruppenfoto zusammengestellt haben. Foto: Stadt Düren

Ansteckende Spielfreude ist das Markenzeichen von „Ernas Erben“. Fotos: Stadt Düren

Warum die 14 jungen Menschen seit Oktober einen Großteil ihrer Freizeit in die Erarbeitung des Theaterstücks gesteckt haben, muss man sie nicht erst fragen. Die Spiellaune der Gruppe ist ansteckend, der freundschaftliche Zusammenhalt untereinander spürbar. Dabei sind die jungen Darstellerinnen und Darsteller Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen aus Düren und Kreuzau sowie Studierende aus Köln und Aachen. Etwa die Hälfte von „Ernas Erben“ haben schon bei anderen Aufführungen in Düren mitgemacht, Mira beispielsweise ist schon seit drei Jahren dabei.
 
Andere sind neu hinzugekommen. Wie und warum? Meistens waren eine Freundin, ein Freund Auslöser, welche die restliche Clique mit dem Theaterfieber infiziert haben, wie die Mädchen vom Kreuzauer Gymnasium, die ihrer Freundin Eva in den Kreis von „Ernas Erben“ folgten.

Die Theatergruppe „Ernas Erben“ verbindet Theatertradition mit innovativen Einfällen und bringt so ganz im Sinne von Erna Schiefenbusch, die von 1938 bis 1944 Intendantin des Theaters Düren war, freies und junges Theater auf die Bühne im Haus der Stadt. So wurde in der ersten Probephase frei nach Ödön von Horváths Theaterstück aus dem Jahr 1929 improvisiert, die improvisierten Szenen gefilmt, erläutert Spielleiterin Marion Kaeseler. „Am gründlichsten wurde die Sprache verändert“, sagt Julius. „Alles Veraltete flog raus.“  Und Annika ergänzt: „Verschiedene Szenen haben wir modernisiert und die Handlung vom Münchener Oktoberfest auf die Dürener Annakirmes verlegt“. Die kennt jeder aus eigenem Erleben. Und so werden die Zuschauerinnen und Zuschauer aus Düren auch so manches wiedererkennen: Kirschkernweitspucken, Feuerwerk, Misswahl. Das handgemalte Bühnenbild und die raffinierte Umgestaltung des Zuschauerraums werden sie dabei geschickt ins Geschehen miteinbinden, so dass das Publikum selber zum Kirmesbesucher wird und mitten im Haus der Stadt in Kirmesatmosphäre eintaucht.

Ansonsten orientieren sich „Ernas Erben“ am Stück von Ödön von Horváth. Inhaltlich liegt der Fokus auf dem zeitlosen Eifersucht- und Liebesdrama. Die schillernde Karoline wird von mehreren Schauspielerinnen dargestellt. Der bühnenerfahrene Caspar spielt den Kasimir, der sich mit den Stimmungsschwankungen von Karoline auseinandersetzen muss.
Es spielen: Belana Carstens, Mira Christoffels, Judith Lange, Annika Leisten, Viktoria Pelzer, Marie Schmidt, Yasemin Sevinc, Eva Stallbaum, Mara Wienand, Caspar Gottschalk, Robin Natus, Daniel Peil, Patrick Fenske, Julius Stockheim. Spielleitung: Marion Kaeseler.


Karten: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, im iPUNKT, Markt 6, 52349 Düren, Tel.: 02421 25-2525, theaterkasse(at)dueren.de www.theatertickets.dueren-kultur.de
 

 

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