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Gelungenes Dankeschön an die Dürener Frauen

Düren, den 12.03.2018

Düren. Ein „Dankeschön an die engagierten Frauen in Düren“ solle dieser Abend sein, sagte die Frauenbeauftragte der Stadt, Christina van Essen, und wies darauf hin, dass das Frauenwahlrecht in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, was dem kämpferischen Einsatz vieler engagierter Frauen zu verdanken ist. Deshalb hatte das Frauenbüro der Stadt Düren gemeinsam mit dem Dürener Frauenforum, unterstützt von der Sparkasse Düren, am Vorabend des Internationalen Frauentags zu einem ganz besonderen Vergnügen in das Haus der Stadt eingeladen. Theatermacherin Inka Meyer entlarvte humorvoll in ihrem temporeichen Stück „Kill me Kate“ so manches Klischee, denen Frauen auch heute noch überall begegnen.

Liesel Koschorreck, stellvertretende Bürgermeisterin, wünschte allen Frauen Kraft und Durchsetzungsvermögen.

Liesel Koschorreck, stellvertretende Bürgermeisterin, wünschte allen Frauen Kraft und Durchsetzungsvermögen.

Ob es das von Model-Wettstreiten in Gang gesetzte Schlankheitswahn ist oder die Frage, wer denn nun den Pastinaken-Möhren-Babybrei warm macht, Inka Meyer nahm mit spitzer Zunge alles aufs Korn. Als „Kabarett-Dramödie“ umschreibt sie die Form ihres Ein-Frauen- Programms, das von Shakespeare-Zitaten inspiriert ist, die dem Stück den roten Faden geben. Die 330 Frauen, die gemeinsam den Frauentag vorfeierten, hatten viel Vergnügen daran.
Der Internationale Frauentag ist der Tag im Jahr, an dem Frauen öffentlich für gleiche Rechte und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen weltweit eintreten. Es gibt viel zu feiern am Frauentag, aber auch noch viel einzufordern. Gewalt gegen Frauen sei kein Problem am Rande der Gesellschaft, sondern erschreckend verbreitet, betonte Christina van Essen. Im Berufsalltag sei der Aufstieg in Top-Führungspositionen den Frauen nach wie vor weitgehend versperrt, Frauen würden im Durchschnitt schlechter bezahlt als Männer, sagte die Frauenbeauftragte und unterstrich: „Der Blick auf die Situation von Frauen in unserer Umgebung darf nicht die Blickrichtung auf die weltweiten Verletzungen der Menschenrechte von Frauen verstellen. Wir müssen besonders heute die Solidarität und das Engagement für weltweite Frauenrechte wach halten und besonders auf die Not von Frauen auf der Flucht hinweisen.“
Die stellvertretende Bürgermeisterin Liesel Koschorreck erinnerte daran, dass Düren 1984 als erste Kommune in NRW die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten einrichtete und dankte der jetzigen Frauenbeauftragten Christina van Essen „für Ihren Einsatz und Ihre Initiativen, die dazu beitragen, unserer Gesellschaft ein Stück gerechter zu gestalten.“
Gleichzeitig wies Liesel Koschorreck daraufhin, dass erst dann das Ziel erreicht sei, wenn es keine Rollenklischees, keine Gehaltsunterschiede, keine Diskriminierungen mehr gibt und Frauen nicht mehr darum kämpfen müssen, respektiert zu werden. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mehr denn je gefordert sind, unsere Rechte auf Gleichstellung und Selbstbestimmung lautstark zu verteidigen.“, sagte sie und wünschte allen Frauen viel Kraft und Durchsetzungsvermögen.

 

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