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Fotografie trifft Malerei und Objektkunst

Düren, den 09.01.2020

Düren. Am Sonntag, dem 19. Januar 2020, um 15 Uhr wird auf Schloss Burgau die Ausstellung „Stierkreiszeichen – Karl von Monschau und Bernd Radtke“ eröffnet. Die Künstler werden zur Vernissage anwesend sein.

BRadtke_Weißensee_2 Digigraphie auf AluDibond, 2009, 50x50 cm

BRadtke_Weißensee_2 Digigraphie auf AluDibond, 2009, 50x50 cm

Karl von Monschau ist in der Kunstszene der Euregio eine Institution. 1944 als Karl H. Winter geboren, entdeckte er schon als Schüler seine Liebe zur Kunst. Nach der Schulzeit wurde er Schaufenstergestalter in Aachen. Dort kreierte er Schaufenster von Modeboutiquen, die bei der Bevölkerung Aufsehen erregten. In seiner Freizeit schuf er Kunstwerke, die er im Schaufenster seines eigenen Ateliers ausstellte. Entdeckt wurde er 1972 durch den damaligen Direktor des Ludwig Forums für internationale Kunst in Aachen, der ihm seine erste große Ausstellung ermöglichte. Es folgten viele weitere nationale und internationale Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Einer größeren Öffentlichkeit wurde Karl von Monschau 1979/80 bei der Documenta 7 in Kassel bekannt, bei der er zusammen mit Willy Gallinowski den „Ersten offiziellen Kunstautomaten in Deutschland“ vorstellte. 1985 gehörte Karl von Monschau zu den Gründungsmitgliedern des Neuen Aachener Kunstvereins, war maßgeblich bei der Einrichtung der Regionalgruppe Aachen/Euregio des Bundesverbandes Bildender Künstler beteiligt und gründete vor 20 Jahren das „Mobile Büro für Kunstaffären“. 

Der Künstler sucht die Grenzbereiche der Kunst. Seinen Ursprung nahm seine Kunst in Happenings, Performances und in der fluxus-Bewegung, einer Kunstrichtung, in der es nicht auf die Kunstwerke selbst ankommt, sondern auf die dahinterstehende künstlerische Idee. Er lässt sich aber nicht auf eine der üblichen „Ismen“ in der Kunst festlegen, sondern seine Malerei und Objektkunst ist sehr vielseitig, und er liebt das Experiment. Teils übernimmt er Werke der Kunstgeschichte als Fragmente und Zitate in seine Werke, um  sie zu überarbeiten, zu verfremden oder in einen anderen Kontext zu integrieren. Wieder andere Arbeiten sind kryptographisch, abstrakt, lassen freien Raum für die Interpretation des Betrachters. Dabei entstehen faszinierende Arbeiten, die die Sehgewohnheiten herausfordern. Bei der Ausstellung auf Schloss Burgau ist ein breites Spektrum seines künstlerischen Schaffens zu sehen.

Der zweite Künstler der Ausstellung auf Schloss Burgau ist Bernd Radtke. Den 1960 geborenen Fotografenmeister und Gründer der Werbestudios „Studio 9“ faszinieren in seinen Fotografien die „Leere“, der Zerfall und abblätternde Farben. Seine Sujets sind Bauwerke, Räume, Architekturfragmente und Landschaften. Dabei täuscht er die Wahrnehmung des Betrachters, lenkt den Blick auf Dinge, an  denen wir ansonsten achtlos vorbeigehen würden. Er spielt mit Rhythmus, Kontrasten, Licht und Schatten und Formen. In wieder anderen Fotografien experimentiert er mit alten Techniken. So benutzt er eine hölzerne Kamera aus dem 19. Jahrhundert, um damit Porträtaufnahmen auf Kollodium-Nass-Platten anzufertigen. Der besondere Fototräger erzeugt besondere, ungewohnte Kontraste und Hell-Dunkel-Abstufungen. Durch die lange Belichtungszeit verwischen die Gesichter und werden verfremdet.  

Diese Ausstellung von Karl von Monschau und Bernd Radtke wird bis einschließlich 23. Februar 2020 auf der Hauptburg von Schloss Burgau zu besichtigen ist. Die Öffnungszeiten sind: Mittwoch von 14-18 Uhr, Samstag von 14-18 Uhr sowie Sonntag von 11-18 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

 

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