Leitseite
Dürener Theaterwerkstatt: „Es ist ein großes Werden!“
Verwaltung & Politik
Leben & Wohnen
Familie & Bildung
Wirtschaft & Handel
Kultur & Tourismus

Dürener Theaterwerkstatt: „Es ist ein großes Werden!“

Düren, den 27.03.2018

Düren. Jede Woche treffen sich zwei Gruppen der neuen Dürener Theaterwerkstatt mit ihrer Leiterin Svenja Niekerken und üben für die Aufführungen des Stücks, das sie gemeinsam aus ihren Erzählungen und Erinnerungen entwickeln und das die „Annakirmes“ als roten Faden hat. Geprobt wird im Ballettsaal im Haus der Stadt und in der Aula der VHS Rur-Eifel. Die Theaterwerkstatt von Düren Kultur wird unterstützt vom Lions Club Düren Marcodurum und von der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft.

Probe einer Gruppe des Theaterworkshops in der Aula der VHS Rur-Eifel. Foto: Stadt Düren

Probe einer Gruppe des Theaterworkshops in der Aula der VHS Rur-Eifel. Foto: Stadt Düren

„Es gehört zu unseren Aufgaben, besondere künstlerische Projekte zu fördern“, begründet Vorstandsvorsitzender Peter Baur das Engagement des gemeinnützigen Vereins. Ein besonderes künstlerisches Projekt ist der Theaterworkshop zweifellos. Monika Rothmaier-Szudy, Leiterin des Theaters Düren, war angenehm überrascht von der Resonanz auf die Idee, in einem generationsübergreifenden Workshop mit Laienschauspielern aus der Region ein Stück auf die Bühne zu bringen, das von den Workshop-Mitgliedern selber entwickelt wird. Das Interesse war so groß, dass zwei Gruppen mit einmal zehn und einmal neun Mitgliedern gebildet wurden.

In größeren Abständen treffen sich die beiden Workshops zu gemeinsamer Probearbeit, zum Beispiel zu einem intensiven Wochenende in Kerpen, wo alle ihre ganz persönlichen Geschichten rund um die Kirmes erzählten. Mareike Niekerken schreibt die Geschichten auf, führt sie zusammen. So entsteht ein Gerüst aus sehr verschiedenen Geschichten, das aber noch Platz für weitere Szenen lässt und vom roten Faden „Annakirmes“ zusammengehalten wird.
Die Gründe, warum die Teilnehmer zum Theaterworkshop gefunden haben, sind sehr vielfältig. Viele haben davon gelesen oder haben sich nach dem Gastspiel des Altentheaterensembles der Freien Werkstatt Köln „Ein Lieben lang“ im Haus der Stadt spontan angemeldet. „Das Stück der Kölner Gruppe hat uns beide sehr angesprochen“, sagt das Ehepaar, das gemeinsam bei den Proben im Ballettsaal im Haus der Stadt dabei ist. Gisela hat sich in der Kaca-Celan-Theaterschule auf Schloss Burgau mit dem Theatervirus infiziert, hat anschließend bei „Ernas Erben“ mitgemacht und ist immer noch verblüfft darüber, „wieviel man lernen kann.“ Auch Ulla ist begeistert davon, wie das Altentheaterensemble das Stück „Ein Lieben lang“ auf die Bühne gebracht hat und wie man durch das Theaterspiel über die eigenen Grenzen hinaus wächst. „Es gibt eine Seite in mir, die gerne spielt und vielleicht zu kurz gekommen ist“, findet auch Hermine.
Norbert ist neu in der Region Düren, ebenso wie Yvonne, die „etwas Quirliges suchte als Gegenentwurf zum Alltag.“ Beide sind glücklich, im Workshop Gleichgesinnte kennenzulernen. Norbert hat vor vielen Jahren im Schultheater gespielt, anschließend Kabarett und freut sich jetzt über das „Revival von etwas, das mir einmal sehr viel Spaß gemacht hat.“ Gerta kam durch ihre Enkelin, die selber Theater spielt, zum Workshop. „Ich wollte was Neues ausprobieren“, sagt sie, und ihre Enkelin findet das cool. Bei Patricia war es die Tochter, die sie neugierig auf das Projekt machte.
Nicole hat ihr ganzes Leben lang mit viel Leidenschaft in verschiedenen Amateurtheatern gespielt, zum Beispiel im legendären Dürener „Theater A“. Da es derzeit keines mehr gibt, ergriff sie mit beiden Händen die Chance, mal wieder Theater zu spielen. „Es macht einfach Spaß“, sagt Bärbel, die ebenso wie Günter und Marlou gerne schauspielert.
„Ich möchte meinem Leben durch das Spiel etwas mehr Leichtigkeit geben“, so formuliert es Gisela in der Aula der VHS Rur-Eifel.
Alle haben das Gefühl, gefördert und gefordert“ zu werden, und Workshop-Leiterin Svenja Niekerken erhält dickes Lob für ihre didaktischen Fähigkeiten. Claudia findet die Proben sogar entspannend.

Das Theaterstück, das den Arbeitstitel „Wir und die Annakirmes“ trägt, wird am 27. Juni im Haus der Stadt Premiere feiern, sozusagen eine Welturaufführung. 

 

Weitere Meldungen aus der Kategorie: Kultur

zurück zu: Pressemeldungen

 Drucken © Stadt Düren