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Dr. Renate Goldmann schließt ihre Amtszeit als Direktorin des Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren am 31.12.2017 ab
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Dr. Renate Goldmann schließt ihre Amtszeit als Direktorin des Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren am 31.12.2017 ab

Düren, den 05.09.2017

Düren. Die Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann wird ihre achtjährige Tätigkeit am Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren zum 31.12.2017 mit einer äußerst positiven Bilanz erfolgreich abschließen.

Zu Beginn ihrer Direktorentätigkeit wurde das Leopold-Hoesch-Museum mit dem großflächig angebauten Peill-Forum im Jahr 2010 mit einer neuen Konzeption wiedereröffnet. Anlässlich der Neueröffnung hat Otto Piene (1928–2014) einen einzigartigen Lichtraum dauerhaft inszeniert, Claus Föttinger (*1960) das Museumscafé gestaltet und Ulrich Rückriem (*1938) auf dem neugestalteten Hoeschplatz eine monumentale Außenskulptur installiert.

Für die Sammlung der Museen gelang es Dr. Renate Goldmann, die bedeutende Kölner Sammlung Frerich mit 453 Selbstporträts von Künstlern, wie u.a. Max Liebermann (1847–1935), Otto Dix (1891–1969), Max Beckmann (1884–1950), Andy Warhol (1928–1987) und Thomas Bayrle (*1937), ein großes Werkkonvolut des berühmten deutschen Bildhauers Ulrich Rückriem (*1938) und die Skulptur „Crazy Bird“ von Niki de Saint Phalle (1930–2002) neben weiteren zahlreichen Schenkungen ans Haus zu holen. Die Sammlungsbestände wurden erstmals digital erfasst und als vielbeachtete Bestandskataloge (vier Bände „Unsere Werte“) publiziert.

Darüber hinaus hat sie am Haus erstmals die wissenschaftliche Provenienzforschung proaktiv initiiert, die mit der Ausstellung „Unsere Werte? Provenienzforschung im Dialog. Leopold-Hoesch-Museum Düren und Wallraf-Richartz-Museum Köln“ nationale und internationale Aufmerksamkeit fand. Insgesamt ergaben sich 183 Restitutionsfälle, die wissenschaftlich aufgearbeitet und geklärt werden konnten.

Dr. Renate Goldmann verantwortet 150 thematische und monographische Ausstellungen zur Kunst der Moderne und Gegenwart. Zu den wichtigsten Präsentationen und Kooperationen zählen: I hate Paul Klee. Papierarbeiten und Künstlerbücher aus der Sammlung Speck (2011); Mary Bauermeister. Die 1950er Jahre (2013); Von Lucas Cranach bis Wilhelm Trübner. Meisterwerke der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau (2013); Paper is part of the picture. Europäische Künstlerpapiere von Albrecht Dürer bis Gerhard Richter (2015); Saâdane Afif. Ici / Là-bas (2014); Figure on Display. Stephan Balkenhol und Jeff Wall (2015/2016). Begleitend hat sie 34 Publikationen herausgegeben. Es gelang ihr in außerordentlichem Maße nachhaltige Beziehungen zu namhaften und jungen Künstlern, Sammlern, Galeristen und Kollegen für die Dürener Museen aufzubauen.


Zudem hat Dr. Renate Goldmann den wesentlichen Impuls gegeben, das Papiermuseum Düren neu zu konzipieren und erweitern zu lassen. Mit ihrem Amtsantritt wurde ein duales Museumskonzept eingeführt, was die Geschichte und Unternehmertradition der Papierstadt Düren spiegelt.

Für die euregionale Kulturpolitik im Länderdreieck Deutschland, Niederlande, Belgien und die nationalen und internationalen Aktivitäten der hauseigenen Stiftungen wie der Hubertus Schoeller Stiftung, der Günther-Peill-Stiftung, der Dahlmann Stiftung und des Museumsvereins Düren e.V. hat sie sich überragend engagiert und als ständig ansprechbares Mitglied in verschiedenen Ausschüssen und Vorständen profiliert.

Ermöglicht wurden diese vielfältigen Projekte und Maßnahmen wesentlich auch durch das hervorragende Netzwerk von Dr. Renate Goldmann zu privaten Mäzenen, Sponsoren und Investoren sowie zu öffentlichen Geldgebern, so dass Millionenbeträge in die Museumsarbeit der Stadt Düren aus Drittmitteln eingeworben werden und einfließen konnten. Nicht zuletzt hat die exzellente Museumsarbeit der vergangenen acht Jahre zu einer touristischen Hinweistafel an der Autobahn A4 (Köln-Aachen) geführt, um die Bedeutung des Leopold-Hoesch-Museums eindrucksvoll zu dokumentieren und den regionalen Kulturtourismus auszubauen und zu fördern.

Die Kunsthistorikerin und Kuratorin, die auch seit zwanzig Jahren für das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa, Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland) international tätig ist, freut sich auf neue spannende Herausforderungen im Kunst- und Kulturbereich.

Die Stadt Düren und das Museumsteam bedauern den Weggang von Dr. Renate Goldmann sehr und danken ihr herzlichst für das tatkräftige und überdurch-schnittliche Engagement als Direktorin am Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren. Ihr Team und sie haben einen intensiven inklusiven und integrativen Dialog mit der Bevölkerung weit über die Grenzen der Stadt und des Kreises Düren hinaus ermöglicht und das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren für die Zukunft erfolgreich aufgestellt.

 

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