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Die Chancen des demografischen Wandels nutzen
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Die Chancen des demografischen Wandels nutzen

Düren, den 10.08.2017

Düren. Berthold Becker ist der erste Demografie-Beauftragte der Stadt Düren. Was sich hinter dem Begriff verbirgt, worin er seine Aufgaben und Ziele sieht und wie er vorgehen will, erläuterte er gemeinsam mit Bürgermeister Paul Larue.

Bürgermeister Paul Larue und der neue Demografie-Beauftragte Berthold Becker (links)

Bürgermeister Paul Larue und der neue Demografie-Beauftragte Berthold Becker (links)

Das Thema ist vielschichtig und sperrig, der Begriff „Demografischer Wandel“, der so häufig in letzter Zeit als Schlagwort in aller Munde ist, meist negativ besetzt. Und genau an diesem Punkt will Berthold Becker ansetzen. Er will die Chancen dieses Wandels benennen und im Bewusstsein der städtischen Öffentlichkeit verankern. Das schwierige Thema soll in konkrete Aufgaben aufgegliedert werden, um so mehr Akzeptanz in der Verwaltung aber auch in der Öffentlichkeit dafür zu schaffen. Berthold Becker ist sich sicher: Wenn es gelingt, handfeste Themen zu formulieren, zum Beispiel „Nahversorgung“ oder „Mobilität für alle“, sei auch ein Bürgerdialog erfolgreich zu gestalten.
„Für alle“ ist ein weiteres Stichwort für Berthold Becker. Er möchte alle Generationen der Stadt in den Blick nehmen von den Kindern bis zu den Hochaltrigen mit dem Ziel, die Stadt für alle Altersgruppen lebenswert zu erhalten. Das setzt langfristige Planung voraus, die Erstellung eines Konzeptes, das „das Heute und Morgen mit dem Blick auf übermorgen“ plant, wie Berthold Becker es formuliert. Dass er Konzepte erstellen und mit Leben füllen kann, hat er in seiner mehr als dreißigjährigen Tätigkeit im städtischen Jugendamt hinlänglich bewiesen.
Besonders verblüfft hat ihn bei der Beschäftigung mit Daten, Statistiken und Prognosen in Bezug auf die demografische Entwicklung der Stadt Düren, dass einerseits der Anteil der über 80-Jährigen 2030 fast dreimal so hoch sein wird wie 2014 , andererseits die Geburtenzahlen weiterhin ansteigen werden. „Insgesamt ist die Lage in der Stadt stabil: Steigender Altersquotient, aber nur unwesentlich niedriger Jugendquotient und steigende Geburtszahlen. Dem muss gleichermaßen Rechnung getragen werden.“
„Das Amt des Demografie-Beauftragten ist eine Querschnittsaufgabe. Er steht an der Schnittstelle von Verwaltung, Politik und Gesellschaft“, erläutert Paul Larue. Deshalb ist der Demografie-Beauftragte als Stabsstelle direkt beim Bürgermeister angebunden, was kurze Wege zu Verwaltung und politischen Gremien bedeutet.
 „Sich innerhalb der Verwaltung für das Thema stark zu machen, aber auch nach außen - das ist eine Mammutaufgabe.“, meint der Bürgermeister.
Berthold Becker geht zuversichtlich an diese Mammutaufgabe heran: „Wir fangen nicht bei Null an“, sagt er. „Meine Stelle ist Teil der Strategie, mit der auf das Thema demografischer Wandel von Seiten der Stadt reagiert wird. Eine meiner Aufgaben ist es, vorhandene Demografie-Profile zu sammeln und auszuwerten.“ Damit hat Berthold Becker bereits begonnen, ebenso wie mit dem Aufbau eines Netzwerks durch Kontaktpflege mit allen, die mit dem Thema befasst sind. Es gibt innerhalb der Stadtverwaltung schon seit einiger Zeit eine Arbeitsgemeinschaft quer durch die Ämter, die sich mit dem Thema in vielen Bereichen auseinandersetzt. Um die Öffentlichkeit mitzunehmen, will Berthold Becker bestehende Strukturen und die vielen Instrumente der Bürgerbeteiligung in der Stadt nutzen, wie zum Beispiel Ausschüsse und Stadtteilkonferenzen, und weitere auf den Weg bringen. Darüber hinaus sucht er den Austausch mit anderen Städten. „Ein Demografie-Beauftragter muss überall Ankerplätze haben“, ist sein Credo.
Eine Systematik zwischen planender und gestaltender Arbeit zu entwickeln, sei eine seiner vordringlichsten Aufgaben, sagt Berthold Becker. „Ich muss zunächst die Werkzeuge ausarbeiten, mit denen man in der Kommune vorgehen will, und auf ihre Praxistauglichkeit testen.“ Ein wichtiges Werkzeug sieht er darin, die Generationen zusammenzuführen.
Bis Ende des Jahres möchte Berthold Becker eine Rahmenstruktur geschaffen haben. Im Frühjahr 2018 wird mit einer für alle offenen Auftaktveranstaltung  das Thema offensiv in die Öffentlichkeit gebracht. Bis Frühjahr 2019 soll das Handlungskonzept vorliegen und ab dem Sommer 2019 umgesetzt werden.

 

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