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Ausstellung „Was glaubst du denn?!“ im Burgauer Gymnasium eröffnet
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Ausstellung „Was glaubst du denn?!“ im Burgauer Gymnasium eröffnet

Düren, den 16.04.2018

Düren. Für die Ausstellung „Was glaubst du denn?! – Muslime in Deutschland“ der Bundeszentrale für politische Bildung, die bis zum 4. Mai im Burgauer-Gymnasium zu sehen ist, haben sich verschiedene Schulen aus Stadt und Kreis angemeldet. Sie wollen das besondere Angebot nutzen, sich von eigens dafür ausgebildeten Schülerinnen und Schülern des Burgau- Gymnasiums durch die Ausstellung begleiten zu lassen. Wer das auch erleben möchte, kann sich über den Tourenkalender auf der Seite www.wasglaubstdudenn.de anmelden.

Es macht Spaß, sich in der Ausstellung aktiv mit den dort aufgeworfenen Fragen auseinanderzusetzen, wie das auf dem Foto eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern tut. Foto: Stadt Düren

Es macht Spaß, sich in der Ausstellung aktiv mit den dort aufgeworfenen Fragen auseinanderzusetzen. Foto: Stadt Düren

„Die Wanderausstellung ist ein wichtiger Baustein in der Erziehung zur Demokratie, ein großes Anliegen der Schule.“, erklärte Schulleiter Arno Schneider, der sich deshalb sehr darüber freut, dass sie ins Burgau-Gymnasium geholt werden konnte.

Ein Kernstück der Ausstellung sind die Biografien von sieben Jugendlichen, die von sich erzählen und zur Auseinandersetzung darüber anregen, was Identität ausmacht.  „Das wird Wirkung haben“, sagte Bürgermeister Paul Larue. „Konkrete Lebensgeschichten wirken eindringlicher als alles andere!“
Was löst es in den Betrachtern aus, wenn sie Fotos von Frauengesichtern sehen, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise von einem Kopftuch umrahmt sind?
Wonach beurteilen wir die Menschen? Diese Frage wirft eine Wand mit drehbaren Fotos auf. Sind die auf der Vorderseite abgebildeten Menschen Muslime? Man kann die Fotos drehen und erfährt auf der Rückseite, was für diesen Menschen wichtig ist. Der Betrachter muss sich damit auseinandersetzen, mit welchen Vorurteilen er eventuell anderen begegnet. Es gibt viel zu sehen, aber noch mehr Möglichkeiten zum Ausprobieren, viele herausfordernde Anstöße zum Nachdenken und zur Diskussion. Genau das will die Wanderausstellung leisten.
Zum Konzept gehört, dass Schülerinnen und Schüler vor Ort Schülergruppen von anderen Schulen durch die Ausstellung begleiten. 58 Schülerinnen und Schüler hatten sich auf den Aufruf gemeldet, sich zum „Peer Guide“, zum Begleiter durch die Ausstellung, schulen zu lassen, obwohl dafür auch zwei Osterferientage geopfert werden mussten. Da nur 30 Guides gebraucht wurden, musste das Los entscheiden. „Das hatten wir noch nie!“, stellte Jutta Spoden von der Bundeszentrale für politische Bildung fest. Froh über so eine engagierte Schülerschaft, die darauf brennt, die Ausstellung zu präsentieren, ist auch Lehrer Ben Gülden, der die Koordination vor Ort in Händen hat. Sabine Kieven, Integrationsbeauftragte der Stadt Düren, freut sich über den Eifer der Jugendlichen und die breite Unterstützung für die Ausstellung, die von der Bundeszentrale für Politische Bildung in Kooperation mit der Integrationsstelle der Stadt, dem Burgau-Gymnasium, dem Projekt NRWeltoffen -ein Gemeinschaftsprojekt vom SKF Düren und dem Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt-  organisiert wird. Als Pate konnte Prinz Albert-Henri von Merode gewonnen werden, der ein Gespräch mit einer Vertreterin der EU-Kommission für interreligiöse Kommunikation an der Schule in Aussicht stellte.

Insgesamt dauerte die Ausbildung durch zwei Trainer der Bundeszentrale für politische Bildung vier Tage. In den ersten beiden ging es um Grundlagenwissen in Sachen Islam. In den anderen beiden Tagen wurde in der Ausstellung gelernt, wie man am besten Gleichaltrige hindurch begleitet. Die Ausbildung hat den Jugendlichen offensichtlich Spaß gemacht. Stolz heften sie sich den Guide-Button an, den die beiden Trainer verteilen und freuen sich auf die Gruppen, die sich angemeldet haben und noch anmelden werden.
Bei der Eröffnung der Ausstellung lagen bereits Anmeldungen von einer Hauptschule, mehreren Gymnasien und einem Berufskolleg vor, berichtete Ben Gülden. Auch die Auszubildenden der Stadt Düren haben sich angemeldet. Bei der Begleitung steht das Eingehen auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe im Vordergrund. Sie dauert in der Regel 120 Minuten und ist für Gruppen mit bis zu 30 Personen ausgelegt. Anmeldungen über den Tourenkalender unter www.wasglaubstdudenn.de

Es gibt aber auch an den drei Montagnachmittagen von 14 bis 16 Uhr die Möglichkeit für Einzelpersonen, die Ausstellung zu besuchen und Ansprechpartner vor Ort vorzufinden.

 

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