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Literatur in polnischer Sprache

Düren, den 30.10.2015

Düren. In der gegenwärtigen Situation ist es ausgesprochen wohltuend, eine Veranstaltung zu erleben, in der spürbar wird, dass der europäische Gedanke lebt und Früchte trägt. Eine solche Wohltat war der Abend in der Stadtbücherei zur Einweihung der neuen Abteilung mit polnischer Literatur, zu dem Stadtbüchereileiterin Alexandra Oidtmann viele Gäste begrüßen konnte. Über 200 literarische Werke klassischer und zeitgenössischer Autoren in polnischer Sprache hat der Verein „Polnische Frauen in Politik und Wirtschaft“ der Stadtbücherei zur Verfügung gestellt.

Patrycja Bartnowski begeisterte  mit ihrer Übersetzung eines Gedichtes von Julian Tuwim.

Patrycja Bartnowski begeisterte mit ihrer Übersetzung eines Gedichtes von Julian Tuwim.

Anna Herling, Vertreterin der Kölner Niederlassung des Vereins, hatte die Idee vor einem Jahr an die Stadtbücherei herangetragen. Inzwischen sind die über 200 Bücher erfasst und in der Bücherei zur Ausleihe bereitgestellt. „Viele fleißige Köpfe und Hände hier und in Polen haben mitgeholfen, den Bestand in Düren anzulegen“, sagte Alexandra Oidtmann.
Verena Schloemer, Kulturausschussvorsitzende der Stadt Düren, bedankte sich beim ehemaligen Schulrat Josef Lemoine, der die ersten Kontakte geknüpft hatte, und bei Anna Herling für ihr stetes Engagement. „Das trägt nun Früchte. Heute können wir die schönen Bücher vorstellen“, sagte Verena Schloemer. „Es ist wichtig, dass die Sammlung nicht in den Regalen verstaubt, sondern gelesen und vergrößert wird.“ Dass die Gefahr zu verstauben nicht groß ist, bewies das rege Interesse der vielen polnisch sprechenden Gäste, die sich nach der offiziellen Eröffnung sofort um die Regale mit der polnischen Literatur scharten. Neben Klassikern wie Böll, Adam Mickiewicz und Goethe gibt es jede Menge Unterhaltungsliteratur  zu entdecken.
Verena Schloemer verlas einen Brief des polnischen Konsulats an die Freunde der Literatur in Düren zur Eröffnung der polnischen Abteilung, in dem betont wurde, dass immer mehr polnische Staatsangehörige in Deutschland wohnen, deren Kinder zweisprachig aufwachsen wollen. Und auch die Älteren wollen ihre Muttersprache pflegen.
Anna Herling dankte der Stadt Düren für die Bereitschaft zur Errichtung der Abteilung, vor allem dem Team der Stadtbücherei: „Es hat uns Türen geöffnet. Für alle Menschen, die sich für polnisch-sprachige Literatur interessieren, ist das ein wichtiger Schritt nach vorne.“ Viele deutsche und polnische Vereine und Institutionen haben sich an der Finanzierung der Bücher beteiligt.
„Ich bin sicher, dass die polnischen Schülerinnen und Schüler auch die anderen Schätze der Stadtbücherei entdecken“, meinte Anna Herling. „Sie ist eine Schatzinsel. Reisen der Fantasie werden immer wichtiger!“
Ein Highlight des Abends in der Stadtbücherei war neben den musikalischen Beiträgen des Musikschul-Akkordeon-Duos  die Gedichtvorträge einiger Siegerinnen im polnisch-deutsch-luxemburgischen Wettbewerb „Jugend schreibt Gedichte“, zu denen auch drei junge Menschen aus Düren gehören. Eine davon ist Patrycja Bartnowski, als Dreijährige mit ihren Eltern aus Polen nach Düren gekommen, zweisprachig aufgewachsen und mit ihren 13 Jahren Gewinnerin in der Kategorie „Eigene Übersetzung eines Lieblingsdichters.“ Die Schülerin des Stiftischen Gymnasiums hat ein Gedicht des polnischen Dichters Julian Tuwim ins Deutsche übertragen und dabei Rhythmus und Tonfall genau getroffen.

 

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