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Einladung zur Pressekonferenz Eröffnungen der Winterausstellungen im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren am Sonntag, den 6.12.2015, 12 Uhr
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Einladung zur Pressekonferenz Eröffnungen der Winterausstellungen im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren am Sonntag, den 6.12.2015, 12 Uhr

Düren, den 20.11.2015

1. Figure on Display. Stephan Balkenhol & Jeff Wall
6.12.2015 – 21.2.2016
Basierend auf einem kunsthistorischen Katalogbeitrag aus dem Jahr 1988, verfasst von dem Kanadier Jeff Wall (*1946) anlässlich einer Einzelausstellung von Stephan Balkenhol(*1957), thematisiert die erstmalige Gegenüberstellung der bildhauerischen Arbeiten Stephan Balkenhols und der Großbilddias Jeff Walls die Frage nach dem dialektischen Verhältnis von Identifikation und referenzieller Distanz bei der Erzeugung von bildnerischer Wirklichkeit. Stephan Balkenhol gehört als Schüler von Ulrich Rückriem zur ersten Nachkriegsgeneration von Bildhauern, die einen figurativen Werkansatz verfolgen. Seine farbig gefassten Holzplastiken erzeugen Verbindlichkeit durch die Offenlegung der ihnen zugrunde liegenden gestalterischen Prinzipien, gleichzeitig entziehen sie sich der Zuordnung zu einem spezifischen, identifizierbaren Kontext. Auch Jeff Wall, dessen Leuchtkästen ebenfalls einem gegenständlichen Bildverständnis verpflichtet sind, knüpft mit seinen Straßen- und Innenraumszenen an das kollektive Bildgedächtnis an, belässt ihnen dabei aber eine geheimnisvolle Rätselhaftigkeit, die den Betrachter zum Komplizen der künstlerischen Beobachtung macht. Damit repräsentieren beide Positionen die Integration von Medium, Inhalt und Werkaussage und vermitteln auf anschauliche Art und Weise deren ihnen innewohnende gegenseitige Bedingtheit. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in Deutsch / Englisch im Distanz Verlag Berlin. Rahmenprogramm: So / 21.2.2016 / 12 Uhr Finissage mit Katalogpräsentation in Anwesenheit von Stephan Balkenhol und Dr. Felix Krämer, Sammlungsleiter, Kunst der Moderne, Städel Museum, Frankfurt am Main
2. Jan Kubíček. Ein Prager Konstruktivist
6.12.2015 – 21.2.2016
Jan Kubíček, (1927 – 2013) gehörte zu den bedeutenden konstruktiven Künstlern in der Tschechoslowakei. Die relativ kleine Gruppe von Künstlern, die sich dieser stilistischen Richtung verpflichtet fühlte, hatte in Prag unter der repressiven Kunstpolitik ebenso zu leiden wie unter dem seit dem Kriegsende vorherrschenden Kunst-Stil, einer Mischung aus Post-Surrealismus und Realismus. Die „Konstruktivisten“ schlossen sich zwar nie zu einer Gruppe zusammen, stellten aber gelegentlich zusammen aus. Ende der sechziger Jahre, als sich das politische Klima in der CSSR gewandelt hatte, erregte eine Ausstellung in Frankfurt und St. Gallen aufsehen, an der auch Kubíček beteiligt war. Mit der erneuten Ideologisierung der Politik in Prag endete der verheißungsvolle Auftakt in der westeuropäischen Kunstszene. Kubíček arbeitete trotz seiner Isolation konsequent an der Erweiterung seiner Konstruktionssysteme, die zunächst aus der Isolierung einzelner Buchstaben bestand. Das „L“ wurde da zu einer der Grundfiguren und vielfältig variiert. Über Teilungen, etwa des Quadrates, gelangte Kubicek schließlich zu einer Serie „geteilter Kreise“, die sowohl ästhetischer Höhepunkt als auch künstlerischer Abschluss seines vielfältigen Werkes bildete. Unter den tschechischen „Konstruktivisten“ ist Kubíček der formal konsequenteste Künstler, der seine formalen Experimente streng an den Gesetzmäßigkeiten der Geometrie entwickelt hat. In Prag durfte er kurz vor seinem Tod noch erleben, dass sich das Interesse der vor allem jüngeren Kunsthistoriker seinem Werk zugewendet hat. Zu einer Retrospektive kam es aber – leider auch wegen seiner eigenen Zögerlichkeit – zu Lebzeiten nicht mehr. Erst 2014 richtete die „Galerie der Stadt Prag“ dem Künstler eine solche umfassende Ausstellung aus, die auf großes Interesse gestoßen ist und der konstruktiven Kunst in der Tschechischen Republik eine breite Anerkennung verschafft hat. Kurator der Ausstellung ist Hans-Peter Riese, Berlin. Rahmenprogramm: So / 17.1.2016 / 12 Uhr Begrüßung Konsul Robert Otepka, Konsulat der Tschechisch Begrüßung Konsul Robert Otepka, Konsulat der Tschechischen Republik, Düsseldorf Kuratorenführung Hans-Peter Riese zu Jan Kubíček (1927–2013)

 

3. Hoesch Talents – Eine Ausstellung der Werkloge
6.12.2015 – 21.2.2016
Die Werkloge, Raum für Kunstvermittlung, präsentiert künstlerische Arbeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in Workshops und Aktionen entstanden sind. Die Ausstellung zeigt die kreativen Ergebnisse aus Veranstaltungen, regionalen und euregionalen Projekten und Kooperationen mit Kitas und Schulen. Die jungen Talente, wie z. B. die „Malspezialisten”, orientieren sich an den Werken aus der Sammlung des Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren und an den vielfältigen Sonderausstellungen. Neben der spielerischen Vermittlung der Kunstgeschichte durch das Team der Werkloge erarbeiten sich die Kinder und Jugendlichen, unter Mitwirkung von externen Künstlerinnen und Künstlern, Anschlüsse zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Ein besonderes Highlight der diesjährigen Präsentation ist ein Ausstellungskonzept von Jugendlichen, welches innerhalb des Workshops „Kulturrucksack NRW Düren“ in Zusammenarbeit mit den Künstlern Volker Saul und Bastian Hoffmann im Sommer entstanden ist. Des Weiteren wird ein Schulprojekt, durchgeführt von dem Künstler Arjan Stockhausen im Rahmen des Orgelherbstes Düren 2015 zu sehen sein. Außerdem werden Modelle des neuen Papiermuseums Düren gezeigt, die anlässlich des Weltkindertagfestes 2015 von Kindern im Alter von 4 bis 15 Jahren kreiert wurden.


4. Jahresgaben Museumsverein Düren 2015
6.12.2015 – 21.2.2016
Das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren blicken auf ein erfolgreiches und vielseitiges Ausstellungsjahr 2015 zurück. Mit den Jahresgaben erhalten die Mitglieder des Museumsverein Düren e.V. exklusiv die Möglichkeit, ausgewählte Arbeiten der Künstler zu erwerben, welche im Jahr durch Projekte und Ausstellungen, Künstlergespräche und Atelierbesuche eng mit dem Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren und dem Museumsverein Düren e.V. verbunden gewesen sind. Für 2015 befinden sich darunter Arbeiten des Preisträgers des Kunstpreises des Kreises Düren, Ulrich Rückriem, sowie Jorinde Voigt, Dahlmann Preis 2015. Außerdem werden Arbeiten von Volker Saul, Martin Gerwers, u.a. vertreten sein. Der Erlös kommt den Ausstellungen und dem Rahmenprogramm des Museums zu Gute.

 

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