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Otto von Bismarck
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Otto von Bismarck

Das Foto zeigt Fürst Bismarck.

Fürst Bismarck. Gemälde von Prof. Artur Kampf, Düren.

Kanzler des Norddeutschen Bundes
und des Deutschen Reiches

* 01.04.1815 in Schönhausen
† 30.07.1898 in Friedrichsruh bei Hamburg

Verleihung der Ehrenbürgerrechte: 21.03.1895

Otto Eduard Leopold von Bismarck wurde am 1. April 1815 zu Schloß Schönhausen im preußischen Regierungsbezirk Magdeburg geboren. Während seiner juristischen Ausbildungszeit war er Regierungsreferendar in Aachen; von dort aus besuchte er auch die Stadt Düren - in späteren Jahren sprach und schrieb er von dieser des öfteren als der "wohlgelegenen, lebenskräftigen Stadt". Am 16. September 1865 wurde er in den erblichen Grafenstand erhoben. Seit 14. Juli 1867 Kanzler des Norddeutschen Bundes, wurde er nach der Kaiserproklamation (Versailles, 18. Januar 1871) erster Kanzler des Deutschen Reiches. Am 21. März 1871 wurde er in den erblichen Fürstenstand erhoben. Da Bismarck eine Arbeiterschutzgesetzgebung ablehnte, geriet er aus diesen wie anderen Gründen mit Kaiser Wilhelm II. in Meinungsverschiedenheiten.
Am 1. März 1890 reichte er sein Abschiedsgesuch ein; am 20. März erhielt er unter Ernennung zum Herzog von Lauenburg und Generalobersten der Kavallerie seine Entlassung. Fürst Bismarck zog sich nach Friedrichsruh zurück, wo er am 30. Juli 1898 verstarb.

Auf Anregung des Bürgermeisters Werners und unter dessen Vorsitz bildete sich in Düren ein Ausschuss - bestehend aus den Herren Kommerzienrat Bücklers, W. Dietzler, Eduard Hoesch, Geheimer Kommerzienrat Leopold Hoesch, Direktor Mecker, Leopold Peill, Benno Schoeller, Kommerzienrat Felix Heinrich Schoeller und Richard Schüll -, um dem Fürsten in der Kreisstadt ein Denkmal zu errichten.

Nachdem in kurzer Frist über 50.000 Mark gesammelt worden waren - die Gesamtkosten beliefen sich auf 72.000 Mark -, wurde am 28. Januar 1891 die Zustimmung zur Ausführung dieses Vorhabens seitens des Ausschusses eingeholt. Nachdem Fürst Bismarck seine Einwilligung gegeben hatte, wurde die Ausführung Bildhauer Uphues am 7. Februar 1891 übertragen.
Am 7. Juli 1892 übergab Philipp Schoeller das von ihm in den Jahren 1890/91 erworbene Gelände der Bismarck- und Moltkestraße (soweit letztere in seinem Grundeigentum) durch notariellen Vertrag in das ausschließliche Eigentum der Stadt Düren, welche sich verpflichtet, beide Straßen mit dem Namen "Bismarck-" bzw. "Moltkestraße" zu benennen.

Am 25. September 1892 fand die feierliche Enthüllung des Bismarck-Denkmals statt. Herr Philipp Schoeller übergab im Auftrag des Denkmalausschusses das Monument in die Obhut der Stadt Düren, der erste Beigeordnete Richard Schüll hielt die Festrede.

Auf Anregung des Rheinischen Städtebundes und nach dem Vorbilde vieler anderer deutscher Städte beschloss die Stadtverordnetenversammlung Dürens am 21. März 1895 (mit 15 Stimmen der Mitglieder der ersten und zweiten Steuerklasse), den Fürsten Bismarck aus Anlass der Vollendung des 80. Lebensjahres zum Ehrenbürger der Stadt Düren zu ernennen.
Bei einer gemeinsamen Huldigung der rheinischen Städte vor dem Fürsten von Bismarck in Friedrichsruh am 19. Mai 1895 wurde der Ehrenbürgerbrief der Stadt Düren durch Bürgermeister August Klotz und den ersten Beigeordneten Richard Schüll überreicht.

Als Fürst Bismarck am 30. Juli 1898 verstorben war, berief Bürgermeister Klotz eine Trauersitzung der Stadtverordneten mit dem einzigen Gegenstand: "Ehrung für den verewigten Ehrenbürger der Stadt, Seine Durchlaucht den Fürsten Bismarck" und widmete dem genialen Baumeister des Deutschen Reiches einen Nachruf.
In der ersten allgemeinen Sitzung der Stadtverordneten nach dem Tode des Fürsten, am 16. September 1898, wurde die im Jahre 1894 erbaute neue Rurbrücke auf Wunsch von Eberhard Hoesch, der zum Bau dieser Brücke 50.000 Mark geschenkt hatte, "Bismarckbrücke" benannt.
Eine weitere Ehrung des Fürsten, die Errichtung eines Bismarckturmes, sollte nur Projekt bleiben. Als um die Jahrhundertwende in vielen deutschen Städten Bismarcktürme errichtet wurden, bildete sich auch in Düren unter dem Vorsitz von Prof. Schürmann ein "Verein zur Errichtung eines Bismarckturmes". Zur Aufstellung war die Bismarckhöhe an der Südostecke des Wibbelrusches bestimmt. Das Projekt kam allerdings nicht zur Ausführung.

Quellennachweis

Entnommen aus

Jakob von Laufenberg, Die Ehrenbürger der Stadt Düren,
in: Adreßbuch von Stadt und Kreis Düren 1932/33.

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