
Logo Stadtmuseum Düren
In den Räumen der ehemaligen Sparkassen-Filiale in der Arnoldsweilerstraße 38 gibt es seit November 2009 endlich wieder ein Dürener Stadtmuseum.
Der eigens dazu gegründete Trägerverein hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt: In den nächsten Jahren soll auf ehrenamtlicher Basis in verschiedenen Abschnitten eine möglichst lückenlose, vor allem aber anschauliche Darstellung der Geschichte Dürens erarbeitet werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv werden dazu Urkunden, Dokumente, Karten, Fotos und natürlich dreidimensionale Zeugnisse zur Stadthistorie, so weit noch vorhanden, zusammengestellt. Parallel dazu sollen ausstellungsbegleitende Publikationen entstehen für jene Abschnitte der Dürener Geschichte, die noch nicht zusammenhängend beschrieben worden sind.
Das Dürener Stadtmodell nach dem Wenzel Hollar-Stadtplan von 1634 kann im Stadtmuseum bewundert werden.
Der erste Teil der Ständigen Ausstellung - von den Anfängen bis zum Ende der Franzosenherrschaft - konnte am 1. Advent 2009 mehr als 500 "Premierengästen" vorgestellt werden. Seitdem haben einige tausend Besucher die Öffnungszeiten (sonntags 11-17 Uhr) genutzt oder sich auf einer der zahlreichen Führungen für Klassen, Organisationen oder Vereine exklusiv die Exponate zeigen und erläutern lassen.
Das zweite Standbein des Konzepts für das Dürener Stadtmuseum bilden Wechselausstellungen, die jedoch zurzeit aus räumlichen und zeitlichen Gründen noch nicht im angestrebten Maße realisiert werden können.
Ein dritter, wesentlicher Aspekt besteht in der Offenheit des Stadtmuseums für alle, die sich für die Dürener Stadtgeschichte interessieren. Der regelmäßige Dienstags-Treff ab 18 Uhr hat sich mittlerweile zu einem Anlaufpunkt entwickelt für alle, die Fragen haben, etwas bringen wollen, ein Foto identifizieren oder sich einfach nur locker und zwanglos über die Stadt unterhalten möchten.
Bereits begonnen haben auch zwei Veranstaltungsreihen: Fachvorträge zu Themen der Ausstellung und zur Stadtgeschichte sowie die lockere Talkshow "Dürener auf der Couch", in der "Eingeborene" aus ihrem Leben erzählen und sich den Fragen des Publikums stellen.
Daneben werden in offenen Workshops Fragen der historischen Arbeit diskutiert wie etwa das Lesen alter Handschriften oder der Umgang mit und die Klassifizierung unterschiedlicher Quellen.
Nicht zuletzt haben die Genealogen mit ihren regelmäßigen Sprechstunden ein zahlreiches Publikum gefunden.
Am letzten November-Sonntag, so die Planung, soll der zweite Abschnitt der Ständigen Ausstellung, der den Zeitraum von 1815 bis 1871 behandelt, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In diesem halben Jahrhundert bereitete sich Düren unter dem Preußenadler auf seine große Zeit als Industriestadt vor, fand den Anschluss an die Welt durch die Eisenbahn und sprengte mit Macht die Begrenzung durch den alten Stadtmauerring. Es verspricht also, spannend zu werden ...
Wer jetzt "Appetit" bekommen hat und sich aktiv einbringen möchte durch Mitarbeit oder auch uns etwas zeigen, übergeben oder leihweise zur Verfügung stellen möchte, ist herzlich eingeladen jeden Dienstag ab 18 Uhr in die Räume des Stadtmuseums (bitte Seiteneingang benutzen).