
Düren. Ferien einmal anders erleben derzeit Janina Fackeldey und Nora Koschorreck aus Düren. Die beiden Schülerinnen des Berufskollegs St.-Nikolaus-Stift in Füssenich arbeiten während ihrer Schulferien in einem Hilfsprojekt der Thüringisch-Kambodschanischen Gesellschaft (TKG) und des Berufsförderungswerkes Düren für blinde und benachteiligte Kinder in Kambodscha. Bürgermeister Paul Larue empfing die jungen Frauen gemeinsam mit ihren Eltern, dem Klassenlehrer im Berufskolleg, Frank Milde und Projektbetreuer Dieter Micheel, Sozialpädagoge im Berufsförderungswerk Düren, kurz vor ihrer Abreise im Dürener Rathaus.

Ferien einmal anders erleben die beiden Schülerinnen Janina Fackeldey (2.v.l.) und Nora Koschorreck derzeit bei ihrem Praktikum in Kambodscha. Bürgermeister Paul Larue (Bildmitte) verabschiedete die beiden gemeinsam mit Klassenlehrer Frank Milde (li.) und Projektbetreuer Dieter Micheel.
Fünf Wochen lang werden die Schülerinnen im Rahmen des Hilfsprojektes COMPED Home vor Ort tätig sein. Während eines Praktikums im Dürener Berufsförderungswerk, das seit Jahren die Arbeit für blinde Kinder in Kambodscha unterstützt, entstand die Idee eines Auslandspraktikums. Dort erhielten die beiden auch eine Einführung für die Arbeit mit erblindeten Menschen, die TKG ermöglichte die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar in Berlin. "Humanitäres Engagement ist in unserer Stadt allgegenwärtig. Insofern passt ihr Einsatz für die benachteiligten Kinder in Kambodscha zu vielen ähnlichen privaten Initiativen", dankte Bürgermeister Paul Larue den Schülerinnen.
Vor Ort werden Janina Fackeldey und Nora Koschorreck unter anderem Interviews mit Kindern führen, die in das Hilfsprojekt aufgenommen werden sollen. Mit den Ergebnissen und dazu gehörenden Fotos werden anschließend in Deutschland Paten für die Kinder gesucht, mit deren Beiträgen die Betreuung und Bildung der Kinder abgesichert werden sollen. Zudem werden die Dürener Schülerinnen auch im zukünftigen Heim die Voraussetzungen für eine blindengerechte Betreuung der späteren Bewohnerinnen und Bewohner schaffen. So soll auch ein Spielfeld für Blindentorball errichtet werden.
Dennoch sind sich Janina und Nora sicher, dass trotz des umfangreichen Einsatzplans, ausreichend Gelegenheit bleibt, Kultur, Land und Leute kennen zu lernen. "Wir freuen uns sehr auf diese Reise, weil sich hier beides, Arbeit und Urlaub, gut miteinander verbinden lässt."
Die Kosten für eine Patenschaft für Blinde und Sehbehinderte in Kambodscha werden derzeit auf rund 400 Euro pro Jahr geschätzt. Informationen hierzu wie auch über das COMPED-Projekt gibt Dieter Micheel vom Dürener Berufsförderungswerk unter 02421 598-118. Auch per E-Mail ist der Sozialpädagoge zu erreichen: E-Mail senden.
Herr Göddertz
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