
Düren. "Vorbeugen ist besser als bohren!" Diesen in der Zahnmedizin bekannten Slogan haben die Mitglieder der Regionalen Initiative Dürener Zahnärzte, kurz RIDZ, auf eine bemerkenswerte und sehr erfolgreiche Aktion übertragen. Seit 2002 sammeln die Zahnärzte nicht mehr benötigtes Zahngold mit Hilfe ihrer Patienten und spenden den Erlös alljährlich sozialen und karitativen Zwecken.

Mitglieder der Regionalen Initiative Dürener Zahnärzte überreichen die Spende an Vertreter des Stadtjugendamtes und verschiedener Einrichtungen freier Träger.
In diesem Jahr fließen aus der Zahngoldsammelaktion insgesamt 15.000 Euro in Präventionsprogramme, die den Jugendschutz fördern sollen. Im Dürener Rathaus überreichten jetzt der Vorsitzende und zugleich Sprecher der RIDZ, Dr. Werner Zywzok, und weitere Mitglieder der Initiative einen Scheck an die Vertreterinnen und Vertreter des Stadtjugendamtes und verschiedener Einrichtungen freier Träger.
Bürgermeister Paul Larue dankte im Namen der Spendenempfänger für die finanzielle Unterstützung. Die Stadt Düren habe derzeit einen schwierigen Spagat zu überwinden: die Beibehaltung der Handlungsfähigkeit durch intensive Sparbemühungen einerseits und die Unterstützung vieler freiwilliger, aber wichtiger Maßnahmen, unter anderem in der Jugendarbeit, andererseits, so Paul Larue. "Da ist es besonders schön, dass man sich auf diese nachhaltigen Initiativen, wie die der RIDZ, verlassen kann."
Mit der Spendensumme erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jugendfreizeitstätten und der Mobilen Jugendarbeit die Möglichkeit, für die Umsetzung von Projektideen im Bereich der Prävention zu den verschiedensten Themenfeldern einen Zuschuss abzurufen, erläuterte Stadtjugendpfleger Berthold Becker die weiteren Planungen. Auch sei die Einbeziehung von Netzwerkpartnern wie etwa der Schule, anderer sozialer Einrichtungen, der von Bürgervereinen und Interessensgruppen möglich.
Ob Musik, Theater, Sprayen oder Skaten, Kreativität ist gefragt. Auch in den Bereichen Klettern, Performance, Soccer, Tanz, Film oder Break Dance gibt weitere denkbare Angebotsformen, so Berthold Becker. Die Ergebnisse sollen in eine "Nacht der Jugendkultur" eingebracht werden, welche erstmals im nächsten Jahr durchgeführt werden soll.
Seit Sammlungsbeginn der Regionalen Initiative im Jahr 2002 konnten bereits 212.000 Euro an Einrichtungen in Stadt und Kreis Düren überreicht werden, berichtet stolz Dr. Werner Zywzok. Er und die Mitglieder der Initiative sind sich sicher, dass auch zukünftig viel Gutes mit der Zahngold-Aktion unterstützt werden kann. Dies zeige sich auch immer wieder an den positiven Reaktionen der Patientinnen und Patienten, die gerne ihr Zahngold für einen guten Zweck zur Verfügung stellen.
Herr Göddertz
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