
Lage: | Gelegen am Fuße der Karpaten |
Einwohnerzahl: | 62.000 Einwohner |
Entfernung: | 1.553 km |
Bürgermeister: | Roman Schramowjat |
Ausschnitt des Bahnhofsgebäudes von Stryj
Landschaftlich reizvoll gelegen am Fuße der Karpaten bietet Stryj zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. Freilichtmuseen und Heilwasserquellen in den nahe liegenden Kurorten Morshyn und Truskavic locken immer mehr Touristen in diese Region. Die Stadt Lwiw (Lemberg), etwa 80 km entfernt von Stryj, bietet mit ihrem historischen Zentrum, welches in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde, auf engem Raum Architektur aus dem Barock, der Renaissance, dem Jugendstil und dem Klassizismus.
Stryj wurde im Jahr 1385 gegründet und war im 15. und 16. Jahrhundert eine blühende Handelsstadt. 1772 wurde sie österreichisch, 1919 polnisch und 1939 ukrainisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Land zur Sowjetunion. Mit der Wende in Europa schlug 1990 wieder die Geburtsstunde einer unabhängigen Ukraine.
Seit dem 15. September 2001 hat Düren eine Städtepartnerschaft mit Stryj. Bürgermeister Paul Larue und sein ukrainischer Amtskollege Roman Schramowjat unterzeichneten die entsprechende Urkunde im Sitzungssaal des Dürener Rathauses.
Die Wurzeln dieser Städtepartnerschaft liegen im Engagement des St. Augustinus-Krankenhauses. Der Dürener Chirurg Dr. Wolfgang Spithaler und Geschäftsführer Gabor Szük leisteten mit ihrem Team viele Jahre in Polen medizinische und humanitäre Hilfe. Auf Initiative des Dürener Orthopäden Michael Markowicz verlagerten die Mediziner 1999 ihr Wirken in die Ukraine und operierten seither in Lwiw und Stryj viele Male Patienten. Michael Markowicz besitzt eine große Bildersammlung ukrainischer Künstler und wurde für sein Engagement um ukrainische Kunst und Kultur 2007 von der Akademie der Künste in Lwiw zum Honorarprofessor ernannt.
Seit der Gründung der Städtepartnerschaft haben sich zahlreiche Begegnung ergeben, die Zusammenarbeit wurde erheblich intensiviert. Es gibt mittlerweile regelmäßige Kontakte in den Bereichen von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Medizin, Sozialwesen, Schule, Sport und Kultur. Ein besonderer Akzent sind die Praktika junger Leute aus Stryj in den Betrieben und Einrichtungen der Kreisstadt an der Rur. So ist es gelungen, im zusammenwachsenden Europa den Blick verstärkt nach Osten zu richten und Wege des Verstehens und des Miteinanders zu gehen.