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Annamarkt-Projekte

Ausstellungen und Projekte machen Lust auf den Annamarkt

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Die Vorbereitungen für den Historischen Annamarkt, der von 19. bis zum 21. Juni die Stadt Düren in ein historisches Gewand kleidet und Szenen aus der Stadtgeschichte zu Beginn des 16. Jahrhunderts wieder lebendig werden lässt, laufen auf Hochtouren.

So bereiten sich derzeit Schülerinnen und Schüler verschiedener Dürener Schulen auf unterschiedliche Projekte vor. Museen aus Stadt und Region sind dabei, und ganz viele Gruppen aus der Dürener Bevölkerung haben sich bei Sabine Roth, Ge-
wandmeisterin der Arbeitsgemeinschaft Dürener Historienfeste, angemeldet, die seit Wochen ein Gewand nach dem anderen fertigt.

Eine von Jennifer Rayh, ebenfalls Mitglied in der AG Historienfeste, gemeinsam mit der Firma Werbe-
service Kötsch organisierte Ausstellung im Bürgerbüro am Markt 2, warf einen Blick zurück auf den letzten Annamarkt 2010 und machte dadurch Appetit auf das kommende Historienfest.

In diesem Zusammenhang war auch eine von Fred Oepen zusammengestellte Ausstellung mit Kostümen, Fahnen und vielen Fotos im Rathaus-Schaufenster zu bewundern.

Zum fünften Mal findet der Historische Annamarkt in Düren statt. Mit buntem Markttreiben, Lagerleben, Landsknechtstruppen, Ritterspielen, historischem Umzug und viel Spectaculum werden wieder tausende von Besucherinnen und Besucher in die Rurstadt gelockt.

Scriptorium

Unter sachkundiger Anleitung von Rolf Lock lernten die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen des Schreibens mit der Feder.

Im Vorfeld des diesjährigen Annamarktes hatte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Stiftischen Gymnasiums Gelegenheit, an einem Kalligraphie-Workshop mit dem Dürener Künstler Rolf Lock teilzunehmen.
Da am 20. Juni 2015 in der Nähe der Annakirche ein Scriptorium eingerichtet werden soll, in dem unter anderem gezeigt wird und gelernt werden kann, wie noch im 16. Jahrhundert mit der Feder geschrieben wurde, bestand lebendiges Interesse daran, in die Kunst des schönen Schreibens eingeführt zu werden. Außer den Teilnehmern der Stadtmauer AG nutzten interessierte Schüler der Klassen 8a und 8d die Chance, kompetent in die Welt der kunstvollen Schrift eingeführt zu werden. Der Kalligraf und Maler Rolf Lock, der von Dr. Achim Jaeger eingeladen worden war, machte die Schüler zunächst mit der Unziale bekannt. Dies ist eine wahrscheinlich im 4. Jahrhundert entstandene Majuskelschrift, deren Großbuchstaben mit einer Feder auf Pergament geschrieben wurden. In dieser Unzialschrift sind bis heute wertvolle (früh-) mittelalterliche Handschriften erhalten.

Damit ein Buchstabe seine vollkommene Wirkung erzielt, muss der Schreiber akribisch darauf achten, die Proportionen genau zu wahren und die Feder immer wieder so anzusetzen, dass spezielle Effekte zur Geltung kommen. Eben diese Kunstfertigkeit des „Federführens“ erlernten die Teilnehmer des spannenden Workshops, den die AG Dürener Historienfeste e.V. unterstützte. Bei den aktiven Schreibübungen halfen auch knappe lateinische Merkverse, die möglichst viele unterschiedliche Buchstaben beinhalten. Wie früher die Schreiber in den mittelalterlichen Schreibwerkstätten, hatten sich auch die heutigen Schüler bei der Arbeit zu konzentrieren. Aber auch viel Kreativität war gefragt, etwa, wenn schwungvolle Buchstaben in bunten Wasserfarben mit Pappstreifen aufs Papier gezaubert wurden.

Den jungen Kalligraphie-Schülern hat der Workshop viel Spaß gemacht. Während des historischen Annamarktes wird nun für Interessierte die Möglichkeit bestehen, selbst einmal auszuprobieren, wie die (Stahl-)Feder in der Hand liegt. Die inzwischen kundigen Schülerinnen und Schüler werden dabei das von dem renommierten Künstler Rolf Lock vermittelte Wissen an andere weitergeben.

„Ernas Erben“ entwickeln Theaterstück zum Leben der Agatha Niffs

Die Theatergruppe „Ernas Erben“ unter Leitung der Theaterpädagogin Marion Kaeseler setzt sich intensiv mit der Geschichte von Agatha Niffs auseinander, entwickelt Theaterszenen zu deren Leben.

Die Theatergruppe "Ernas Erben", unter der Leitung von Theaterpädagogin Marion Kaeseler, spielt die historisch belegte Geschichte der Dürenerin Agatha Niffs. 1510 wurde Agatha Niffs als Hexe verbrannt. Wie es dazu kam, zeigen die jungen Leute zwischen 16 und 22 Jahren als umherziehende Gauklergruppe auf dem Annamarkt.

Sie entwickeln selber Theater-Szenen anhand der geschichtlichen Zeugnisse, die es über das Alltagsleben der Waidfärber gibt, in deren Milieu sich das Drama um Agatha Niffs ereignete. Der wurde von einem Waidfärber Zauberei vorgeworfen. Nach Prozess, Gefängnisaufenthalt und Folter verurteilte man sie zum Feuertod.

Die Farben der Renaissance, Wappen der Region

Die Schülerinnen sind bereits eifrig mit Entwürfen von Wappen beschäftigt, die teilweise von Vorlagen aus dem Stadtarchiv angeregt wurden oder aus der Fantasie heraus entstanden sind.

Schülerinnen der St. Angela-Realschule der Klassen 5 bis 7 begeben sich in Workshops unter der Leitung ihres Kunstlehrers Reinhard Schultz-Hock auf die Spuren der Farben der Renaissance. Wie wurden sie hergestellt, welches Material war dazu nötig? Künstler Reinhard Schultz-Hock leistet zu dem Thema ein Stück Detektivarbeit und spürt in der Region Quellen auf, wo es „Zutaten“ für die Farben gibt. Gemeinsam mit den Schülerinnen will er dann versuchen, ein paar dieser Farben herzustellen.
Außerdem fertigen die Schülerinnen nach Vorlagen aus dem Stadt- und Kreisarchiv Düren und nach eigenen kreativen Einfällen Wappen und Fahnen auf Papier und Stoff.
Das Ergebnis des Workshops in der Schule wird auf dem Historischen Annamarkt präsentiert.

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Der Verein "AG Dürener Historienfeste" dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Ideen, ihr Interesse und ihr Engagement.

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