
Männliche Puppe, die als Elferratsmitglied ausgestattet wurde.
Die Narrenzunft 1891 Düren hat aus Anlass ihres Jubiläums das Rathaus-Schaufenster im Monat Januar gestaltet.
Der katholische Gesellenverein Düren - später Kolpingfamilie - bestand schon fast 40 Jahre, als man sich im November 1891 entschloss, die Geselligkeit im Verein zu fördern. Unter der Leitung des damaligen Seniors, Schreinermeister Peter Haas, wurde im alten katholischen Gesellenhaus der Altstadt Düren, Steinweg 36, der Elferrat des Gesellenvereins gegründet.
Der Sitzungskarneval beschränkte sich vor dem Ersten Weltkrieg hauptsächlich auf die Zeit von Fastnachts-Samstag bis Veilchendienstag. Die närrischen Abende, von Anfang an mit eigenen Kräften gestaltet, waren zunächst nur für die Mitglieder des Gesellenvereins gedacht, fanden aber im Laufe der Zeit wachsenden Zuspruch der Dürener Bürgerschaft.
Für Gesellenvereinsmitglieder war es damals ein große Ehre, in den Elferrat aufgenommen zu werden. In der Session 2011/2012 feiert die Gesellschaft ihr karnevalistisches 11x11jähriges Bestehen. Als "Kolpingfamilie Düren" ist das ehemalige Kolpinghaus, heute "Dürens Posthotel" beständige Heimat der Narrenzunft.
Im Januar gestaltet die älteste Karnevalsgesellschaft der Stadt Düren das Rathausschaufenster.
Neben einer männlichen Puppe, die als Elferratsmitglied ausgestattet wurde, dekoriert eine Kinderpuppe in der Uniform der "Blauen Husaren", der Garde der Narrenzunft, den Raum unter der Rathaustreppe. Die Stellwände schmücken fünf Bildertafeln mit Fotos und Schriftstücken aus den Jahren 1925 bis 1960.
Diverse Utensilien aus frühen Jahren des letzten Jahrhunderts können in der Auslage bewundert werden. Eine Elferratsmütze und eine Präsidentenmütze, beide vor dem zweiten Weltkrieg getragen, sowie ein holzgeschnitztes Narrenzepter (Narrenkopf) aus dem Jahr 1935, als die Karnevalsgesellschaft verboten war und man sich noch "Freunde für Frohsinn und Scherz" nannte. Durch eine Präsidenten- und Elferratsmütze und eine Präsidentenkette aus den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg sowie eine Ratsmütze, wie sie noch heute an die Ehrenmützenträger verliehen wird, gewinnt man einen schönen Einblick in die Karnevalszeit früherer Jahre.
Abgerundet wird die Ausstellung durch Clownbilder, die Jean Schmitz für die Narrenzunft 1891 zum 9x11 jährigen Bestehen malte.
Die Termine des Vereins finden Sie unter: www.narrenzunft-dueren.de.
Weitere Vereine oder gemeinnützige Einrichtungen, die daran interessiert sind, sich und ihre Tätigkeit im Rathaus-Schaufenster kostenlos vorzustellen, können sich bei Frau Paillon, CityMa e.V. Düren, unter 02421 486770 oder bei Frau Briscot-Junkersdorf, Stadt Düren, unter 02421 25-2235 melden.