Indesee – Rahmenplan und Zwischennutzungskonzept

Die Stadt Düren und besonders der Ort Merken werden in den kommenden Jahren die Auswirkungen der Braunkohleförderung im rheinischen Revier unmittelbar zu spüren bekommen: Der Tagebau Inden II wird bis auf wenige Meter von Norden und Westen an Merken heranrücken.
Nach dem derzeit geltenden Braunkohlenplan wird die aktive Kohleförderung dort etwa im Jahr 2030 abgeschlossen sein. Statt einer Verfüllung der Grube im Anschluss an die Auskohlung soll das „Loch“ nach derzeitigem Stand mit Wasser aus der Rur gefüllt werden und so ein großer Restsee entstehen. Dessen Befüllung soll voraussichtlich bis etwa 2060 dauern.
Merken wird dann neben der Gemeinde Inden mit den Ortsteilen Lucherberg und Schophoven direkter Anlieger des Sees sein.

Für die tagebaubedingten Belastungen in der Abbauphase sind für Merken zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen im Dorfentwicklungsplan vorgesehen.
Ein 2012 erstellter Rahmenplan beschreibt die planerischen Vorstellungen für die Zeit nach Erreichen des Zielwasserspiegels und die langfristigen Entwicklungsschwerpunkte am Restsee und im Bereich des Seeufers.
Davor liegt jedoch bis zum endgültigen Zustand des Sees zunächst der Zeitraum der Befüllung, der sich immerhin über gut 30 Jahre erstrecken wird.

Auch in dieser Phase soll den Orten am Tagebaurand ein attraktives und nutzbares Umfeld geboten werden. Bereits jetzt ist es daher wichtig, für die Phase der Seebefüllung Möglichkeiten der Nutzung und Gestaltung der sich ständig verändernden Böschungsbereiche auszuloten.

Hierzu wurde von der Indeland Entwicklungsgesellschaft unter Beteiligung der Stadt Düren und RWE Power das Planungsbüro RMP Stephan Lenzen beauftragt, ein Zwischennutzungskonzept zu erstellen.
Die Landschaftsarchitekten aus Bonn beziehen bereits von Beginn an die Einwohner der betroffenen Orte in den Planungsprozess mit ein. In einem ersten Schritt haben in den Ortschaften Bürgerwerkstätten stattgefunden, in denen erste Planungsansätze vorgestellt wurden. Interessierte Bürger hatte die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ihre eigenen Vorstellungen in den Planungsprozess mit einzubringen. Die Anregungen sollen in der weiteren Konzeptentwicklung berücksichtigt werden.