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Pilotprojekt
"Modellkommune E-Government"

Die Grafik zeigt das Signet "Innovative Verwaltung".

Behördengänge nicht mehr im Amt erledigen zu müssen, sondern ganz bequem und ohne Zeitdruck über das Internet vom heimischen Computer aus, das versteht man unter "E-Government". Die Stadt Düren hat am 12. Dezember 2013 einen Bundeswettbewerb des Bundesministeriums des Innern gewonnen und wurde aus 44 Bewerbern als "Modellkommune E-Government" ausgewählt. Sie erhält 100.000 Euro, um damit E-Government-Anwendungen zu konzeptionieren und umzusetzen.

Gemeinsam mit ihrem IT-Dienstleistungspartner, der regio iT, wird die Stadt Düren in den Jahren 2014 und 2015 bespielhaft aufzeigen, welche Potenziale das E-Government auf kommunaler Ebene besitzt. Ziel ist es insbesondere, die Verwaltung einfacher, bürgerfreundlicher und effizienter zu machen. Den Bürgerinnen und Bürgern sollen die Anreise und lange Wartezeiten im Amt weitgehend erspart bleiben. Selbstverständlich bleibt aber der herkömmliche Weg über den persönlichen Kontakt im Bürgerbüro und den weiteren Dienststellen erhalten.

Die Stadt Düren hat seit Juli 2012 bereits ein Bürgerportal eingerichtet, welches die Möglichkeit bietet, medienbruchfrei Onlinedienste abzurufen. Seit August 2013 ist der neue Personalausweis (nPA) ebenfalls eingebunden. Zudem hat sie erfolgreich an der ersten E-Government-Initiative des Bundesministeriums des Innern im Jahr 2012/2013 teilgenommen.

Während der Laufzeit des Projektes können sich die Bürgerinnen und Bürger auf dieser speziell dafür eingerichteten Internetseite über den aktuellen Projektstand informieren (www.egov-modellkommune.dueren.de).

Ermittlung der Interessen und Bedarfe in der Bürgerschaft und der Verwaltung

Für das deutschlandweite Pilotprojekt wurden im April 2014 in einem ersten Schritt zunächst die Interessen und Anforderungen der Bürgerschaft mittels einer Umfrage mit dem Ziel abgefragt, die bisherigen Erfahrungen und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger mit den Online-Angeboten der Stadtverwaltung (und mit dem neuen Personalausweis) in Erfahrung zu bringen.
Derzeit werden die Ergebnisse der Umfrage zusammengetragen und ausgewertet. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden diese auch auf dieser Seite veröffentlicht.

Genutzt wird auch das Wissen und die Erfahrung der Fachleute in der Verwaltung selbst: Diese hatten in zwei "Ideenmärkten" die Möglichkeit, Anregungen und Vorstellungen zu dem Projekt beizusteuern.

Hier zu den Ergebnissen der Umfrage und Ideenmärkte Auswertung.

Auswahl geeigneter Dienstleistungen für die Neukonzeption und Weiterentwicklung von E-Government-Anwendungen

Der so ermittelte Bedarf soll anschließend in einem zweiten Schritt mit dem bereits vorhandenen Ideenpool abgeglichen werden. Ermittelt werden sollen die Dienstleistungen, die aufgrund von Fallzahl und Entlastungswirkung für die Bürgerinnen und Bürger und die Verwaltung am meisten Nutzen bringen. Dabei möchte die Stadt Düren ihre Stellung als bürgerfreundliche Stadt mit umfangreichen Online-Angeboten noch weiter stärken und gleichzeitig die Marke "innovative Verwaltung" weiter ausbauen. Außerdem sollen möglichst viele Elemente des E-Government-Gesetzes des Bundes umgesetzt werden. Es gilt zwar für die Kommunen bislang nur in den (wenigen) Fällen, in denen diese Bundesrecht ausführen. Geplant ist aber, einen (freiwilligen) Zugang für die "De-Mail" entsprechend den Vorgaben des E-Government-Gesetzes zu eröffnen. Zudem soll geprüft werden, inwieweit weitere Bezahlservices wie z.B. "ePayBL" und "Paypal" für Online-Zahlungen im Bürgerportal eingebunden werden können.


Hier zu der Projektliste der Stadt Düren Projektliste.

Erhöhung des Bedarfs und der Nachfrage nach E-Government-Anwendungen

In einem dritten und letzten Schritt möchte die Stadt Düren den Bedarf und die Nachfrage nach E-Government-Anwendungen erhöhen. Viele Online-Dienste der Stadt werden schon rege nachgefragt. So beantragt schon jeder zehnte Bürger seinen Bewohnerparkausweis bequem am eigenen PC. Mit dieser "Print@Home"-Funktion hat die Stadt Düren bundesweit für Aufsehen gesorgt; sie ist mittlerweile auch bei deutlich größeren Städten im Einsatz. Eine noch höhere Online-Quote von knapp 50 % gibt es bei der Hundesteuer: Bereits jeder zweite Hundehalter in Düren meldet seinen Hund elektronisch zur steuerlichen Veranlagung an; Tendenz steigend. Trotz dieser regionalen Erfolge spielen elektronische Verwaltungsdienste deutschlandweit mit einer durchschnittlichen Online-Quote von 36 % noch nicht die prominente Rolle, die sie bei unseren europäischen Nachbarn, etwa in Österreich, haben. Dort nutzen bereits 65 % der Bürgerinnen und Bürger entsprechende Dienste. Die Stadt Düren hat sich zum Ziel gesetzt, die Inanspruchnahme der Online-Dienste um 10 Prozentpunkte zu steigern. Den neuesten Standards im Datenschutz soll dabei selbstverständlich Rechnung getragen werden.

Neben einer stärkeren Vermarktung der Online-Dienste und einer Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit des Bürgerportals sollen insbesondere Videotutorials erstellt werden. In kleinen Videoclips soll den Bürgerinnen und Bürgern "Klick für Klick" gezeigt werden, wie sie sich etwa im Bürgerportal registrieren und wie sie einzelne Dienste am heimischen PC in Anspruch nehmen können. Überdies sollen im Bürgerbüro mehrere Terminals für den neuen Personalausweis (nPA) aufgestellt werden. An diesen können die Bürgerinnen und Bürger, die noch kein eigenes Lesegerät haben, Onlinedienste der Stadt Düren ausprobieren.

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