Soziale Stadtentwicklung Nord-Düren

Gebietscharakter und Ausgangslage

Die Grafik zeigt die Strukturkarte von Nord-Düren.

Strukturkarte Nord-Düren

Düren-Nord wird stadträumlich im Norden begrenzt durch die ehemalige Kreisbahntrasse, die als Freiraumband eine deutliche Abgrenzung zu Birkesdorf markiert. Der östliche Rand des Stadtteils wird fast vollständig durch die ausgedehnten in einer parkartigen Landschaft gelegenen Einrichtungen der Rheinischen Landesklinik eingenommen. Südlich stellen die Fritz-Erler- und Eisenbahnstraße sowie der Bahndamm und die Bahnanlagen sowohl eine harte Grenze als auch einen Übergangsbereich zur Innenstadt dar. Rur und Ruraue gestalten als naturräumliches Freiraumband die westliche Begrenzung des Stadtteils.

Die Baustruktur des Stadtteils Nord-Düren ist äußerst heterogen. Im Kernbereich befinden sich viele Häuser aus der Jahrhundertwende. In diesem Gebiet konzentriert sich auch die lokale Ökonomie und die meisten Migranten im Stadtteil. Im nördlichen Bereich des Stadtteils befinden sich viele Einfamilien- und Reihenhäuser, aber auch privater und sozial geförderter Geschoss- und Mietwohnungsbau. Das Gewerbegebiet wird durch neue Gewerbeansiedlungen, Erweiterungen der ehemaligen Industriegebäude und Fabrikanlagen  sowie durch brachliegende Flächen geprägt. Der Großteil des Gebiets wird jedoch durch eine Mischung von Alt- und Neu- sowie Wohn- und Gewerbebauten geprägt.

Insgesamt lag für den Stadtteil Nord-Düren der Anteil der "Sozialhilfeempfänger" zum 31.12.2003 bei 16,8 %. Der Anteil war doppelt so hoch, wie der Durchschnitt für die Gesamtstadt. Im Jahr 2003 waren 492 von 5.416 Einwohner/innen in Nord-Düren arbeitslos gemeldet, was 9,3 % entspricht. Damit war nahezu jede/r 10. Bewohner/in des Stadtteils arbeitslos. Der gesamtstädtische Vergleichswert lag bei 5,8 %.

Von den 5.741 gemeldeten Personen in August 2005 hatten 1.770 einen nichtdeutschem Pass. Dies entspricht einem Anteil von 31 % und ist damit etwa 2,5 mal höher als der gesamtstädtische Durchschnittswert (13 %). Die geschätzte Zahl aller Personen mit Migrantionshintergrund im Stadtteil ist deutlich höher.