Kurzbeschreibung
des pädagogischen Konzepts
des Bildungshauses "Oelmühle"

Die Grafik zeigt das Logo des Bildungshauses Oelmühle.

Logo "Bildungshaus Oelmühle"

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. bietet den Kindern im Bildungshaus "Oelmühle" vielfältige Möglichkeiten, ihren Lebensraum zu erweitern. Das Bildungshaus "Oelmühle" ist eine Kindertageseinrichtung für zurzeit 25 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren und der angeschlossenen OGS Mutter Teresa für ca. 50 Kinder zwischen sechs und elf Jahren. Es besteht aus einer kleinen altersgemischten Gruppe und einer OGS-Gruppe. Zum Sommer 2008 veränderte sich das Angebot. Jetzt befindet sich die OGS Mutter Teresa mit ca. 50 Plätzen für Kinder des 1. bis 4. Schuljahres in unseren Räumen sowie eine Tagesstättengruppe mit 20 Kindern von zwei bis sechs Jahren. Ein gleitender Übergang der Kinder aus der Tagesstättengruppe in die OGS-Gruppe ist bei Schuleintritt möglich.

Durch unterschiedliche Lerninhalte werden die Kindergartenkinder auf die Schule vorbereitet. Als Schulkinder haben sie die Möglichkeit, in ruhiger Atmosphäre und unter Aufsicht ihre Hausaufgaben zu erledigen. Die Eltern erfahren feste Betreuungszeiten mit Übermittagsbetreuung und warmem Mittagessen für ihre Kinder. Sie erhalten durch intensive Kontakte zu Schulen und anderen Institutionen, Beratung und Unterstützung in der gemeinsamen Erziehung. Die Gestaltung des Alltags mit Freiräumen und Regeln, Selbstgestaltungsmöglichkeiten, gezielten Angeboten und Projekten, schafft den Kindern einen Rahmen, in dem sie sich in Gemeinschaft mit jüngeren, gleichaltrigen und älteren Kindern wohl fühlen, Kontakte knüpfen, Freunde finden und Angebote nutzen können, die von zu Hause aus mitunter nicht möglich sind. Dies schafft Möglichkeiten Neues kennen zu lernen, das Wissen sowie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erweitern. Sie können Erfahrungen sammeln, die die Selbständigkeit und Körperbeherrschung fördern. Gemeinsames Spielen und Lernen bietet Raum für die persönliche und individuelle Entwicklung. Die Kinder können Mut und Selbstvertrauen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Menschen und Dingen gewinnen. Sie erleben Unterstützung und Anregung im Umgang mit Konfliktsituationen und eine Erweiterung ihrer sozialen Fähigkeiten.

Betreuung

Zurzeit befinden sich in unserer Einrichtung eine kleine altersgemischte Gruppe mit 15 Kindern im Alter von 0,4 bis 6 Jahren und eine OGS Gruppe mit 25 Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren, so dass sich zum heutigen Zeitpunkt 40 Kinder in der "Oelmühle" befinden. Sie werden von 4 Erzieher/innen, einer Kinderpflegerin und einer Ehrenamtskraft familienunterstützend und ergänzend betreut.

Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr, das heißt für Kindergartenkinder von 7:30 Uhr bis 11:30 Uhr und von 13:00 Uhr bis 16:30 Uhr. Kinder, die Übermittagsbetreuung wahrnehmen sowie die OGS-Kinder werden durchgehend bis 16:30 Uhr bzw. 17:00 Uhr betreut und erhalten ein warmes Mittagessen.

Wir bieten betreuende und fördernde Maßnahmen für Kindergarten- und Schulkinder, deren rechtliche Grundlagen auf den Bestimmungen des Gesetzes für Tageseinrichtungen basieren sowie auf die Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Institutionen. Seit Sommer haben sich die Grundlagen geändert und es gilt das neue Kinderbildungsgesetz. Weiterhin bieten wir eine ganzheitliche Förderung im physischen und psychischen Bereich.

Jedes Kind bringt seine spezielle Problematik mit, zum Beispiel:

  • Entwicklungsverzögerungen in der Sprache
  • motorische Auffälligkeiten
  • negatives Sozialverhalten
  • Lernschwierigkeiten
  • geringes Selbstvertrauen

Folgende Schwierigkeiten zeigen sich bei den Kindergartenkindern:

  • lautes Sprechen, Schreien, undeutliche Sprache (Babysprache, Sprachfehler), geringer Wortschatz
  • im Schnullergebrauch, alles ausräumen, Zerstören der Spiele anderer Kinder
  • in Angst, Trotzreaktionen, Nichteinhalten von Regeln
  • in nicht sicherer Beherrschung von Blase und Darm

Bei den Schulkindern zeigen sich die Probleme vor allem in

  • einer geringen Frustrationstoleranz
  • sich schnell nicht genügend beachtet und ungerecht behandelt fühlen
  • sprachlicher und körperlicher Aggressivität sich bedroht fühlen/sich verteidigen und wehren müssen
  • sich selbst Ausschließen
  • mangelnder Initiative
  • Angst haben zu verlieren
  • Geltungsbestreben
  • Schwierigkeiten, Regeln einzuhalten
  • Konzentrationsmängeln
  • mangelnder Sorgfalt
  • extrem langsamer Arbeitsweise
  • und in Lernschwierigkeiten.

Nicht selten ergeben sich zusätzliche sprachliche, kulturelle und soziale Integrationsprobleme durch den Anteil ausländischer Kinder (65%). Problematisch ist auch die Phase der Vorpubertät, die die Kinder in dieser Zeit, mit ihrem Neuorientierungsbestreben und Trotzreaktionen, durchleben.

Die Kinder bleiben in der Regel zwischen 6 und 8 Jahren in der Einrichtung und verbringen so einen großen Teil ihrer Kindheit bei uns. In dieser Zeit wird der tägliche Besuch für sie selbstverständlich. Sie bauen Kontakte zu den Erzieherinnen aller Gruppen auf. Für die bedeutet dies, ein gutes Kennenlernen der Kinder, eine lange Zeit der Begleitung und des Umgangs mit allen Altersstufen. Sie können keine therapeutischen Hilfen geben, jedoch über das bestehende Netzwerk weitervermitteln. Den Kindern stehen sie als Spiel- und Gesprächpartner zur Verfügung. Sie bieten Anregungen und Hilfestellungen, achten auf Einhalten der Regeln, erfüllen die Aufsichtspflicht, nehmen Gruppenprozesse wahr und lenken sie gegebenenfalls. Ihr Bildungsauftrag liegt in der Erkennung und Entwicklung vielfältiger Fähigkeiten der Kinder und in der Förderung ihrer Persönlichkeitsentwicklung in vielfältigen Gebieten.

Bildung

Um uns in unserer Arbeit selbst zu kontrollieren und Eltern unsere Arbeit zu verdeutlichen, nahmen wir im Jahr 2001 an der Qualitätsentwicklung für Kindertagesstätten teil. Hier wurden die folgenden Schwerpunkte unserer Arbeit deutlich. Sie sind in einem externen Ordner WQM ausführlich beschrieben und zusammengefasst. Ein neuerliches QM durch Dr. Florian Strauß ist im SkF seit 2007 fester Bestandteil.

Schwerpunkte unserer Arbeit sind:

  • Elementare Erziehung
  • Sozialerziehung
  • Natur  und Umwelterziehung
  • Sachbegegnungen
  • Bewegungserziehung
  • Vernetzung

Beratung

Die Elternarbeit im Bildungshaus "Oelmühle" und im sozialen Umfeld des Einzugsbereichs Düren Süd ist Kontakt-, Kommunikations-, Beziehungs- und Beratungsarbeit. Den Menschen werden Hilfestellungen in folgenden Bereichen angeboten:

  • Amtsgänge
  • Ausfüllen von Formularen
  • Formulieren von Anträgen
  • Terminvereinbarungen
  • Familienproblematiken
  • persönlichen Lebensproblemen

Unsere Ziele sind, die Eltern zu entlasten, ihnen Hilfe und Unterstützung anzubieten, ihr Interesse an ihren Kindern zu aktivieren und ihnen Impulse für den Umgang mit ihren Kindern zu geben. Das Vertrauen der Eltern und ihr Mitwirken sind für die Arbeit unverzichtbar. Ebenso die Erwartungen von Kindern, Eltern, Lehrern und Erzieherinnen aufeinander abzustimmen, um allgemeine Überforderungen und Ängste abzubauen.

Zusammenfassung der Angebote unsere Einrichtung und unserer Kooperationspartner in Betreuung, Bildung und Beratung:

  • Tumen Nelly-Pütz-Schule
  • Kontakte zu anderen Einrichtungen, z.B. Seniorenheim, Berufsbildungswerk
  • Sport
  • Sportplatz und Sporthalle
  • Vermittlung von Angeboten der Dürener Tafel
  • St. Josef Hauptschule 1 Mutter Teresa
  • Ansprechpartner für Bewohner des sozialen Umfeldes
  • Schwimmen Jesuitenhof
  • Exkursionen außerhalb der Einrichtung zu Fuß oder mobil
  • Betreuung von 0,4 bis 12 Jahren
  • Warmes Mittagessen
  • Busangebote
  • Übermittagsbetreuung
  • Waldtag
  • Kochen und Backen
  • Spielplatz
  • Freispiel
  • Freiflächennutzung
  • Bewegungsraum
  • Pfarrbesuche
  • Ferlenprogramme
  • Kirche/Moschee
  • Ostem/Sommer/Herbst/Weihnachten
  • Fußball AG
  • Schwimm AG
  • Bastel AG
  • Religiöse Feste
  • Intemet AG
  • Gruppenübergreifende Feiern
  • Computer/Intemet
  • KuIturveranstaltungen
  • Printmedium
  • Elementare Aufgaben
  • Bücher/Zeitungen/Zeitschriften
  • Teamarbeit
  • Planungen
  • Stadtbücherei
  • Praktikantenanleitung
  • Medien
  • Elternratsversammlungen
  • Elternberatung
  • Fernseher/Video/DVD
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Eltemgespräche
  • Vorschule
  • Elternabende
  • Deutschkurse für türkische Kinder
  • Bastelabende
  • Ausflüge mit Eltern
  • Deutschkurs für türkische Mütter
  • Einladung der Eltern in die Gruppe (Feste, Feiern)
  • Gemeinsame Besuche von Elternsprechtagen
  • Lehrergespräch
  • Vernetzung innerhalb des SkF mit einem Reit- ,Tanz- und Trommelangebot
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, z.B. Gesundheitsamt, Jugendamt, Schulen, Ärzten

Skizzierung der Ideen zur Weiterentwicklungg zum Familienzentrum

Durch die Vernetzung innerhalb unseres Trägers SkF mit vielfältigen Angeboten, wie zum Beispiel:

  • Ergiehungsberatungsstelle
  • Sozialpädagogischen Familienhilfen
  • Schwangerenberatung Rat und Hilfe
  • Sozialpädagogischen Tagesgruppen
  • Jugendmigrationsdienst

befinden wlr uns in einem professionellen Umfeld, um möglichst alle Altersgruppen anzusprechen und verschiedene Angebote zu vermitteln.
Wie in unserer Angebotsliste zu erkennen ist, haben wir zu verschiedenen Einrichtungen und Institutionen Kontakte hergestellt, um auch jetzt schon innerhalb unseres Stadtteils Düren-Süd als Anlaufstelle zu fungieren. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Belieferung der Dürener Tafel mit Lebensmitteln, die wir an hilfsbedürftige Menschen in unserem Bereich weitergeben
  • Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt, Jugendamt, verschiedenen Schulen und Ärzten
  • OGS Muter Teresa: Betreuung (25 Kinder) in unserer Einrichtung
  • Kontakte zu Kirchen und Moscheen
  • Deutschunterricht für türkische Eltern, Mütter und Kinder
  • Kurzzeitige Aufnahme von Kindern, deren Eltern das Berufsbildungswerk besuchen
  • Besuchstage im Seniorenheim
  • Kontakte und Austausch zum stadtteilansässigen Fußballverein
  • Ansprechpartner für Bewohner der Siedlung "Oelmühle" und des sozialen Umfeldes

Weiterhin bieten wir zum Sommer 2008 eine Betreuung für Kinder ab dem 2. Lebensjahr in einer Tagesstättengruppe an. In unsere Einrichtung möchten wir ebenfalls Tagesmütter mit ihren Gruppen integrieren. Des Weiteren denken wir über einen Betreuungsrahmen für Jugendliche in Form von AGs nach - ein Bewerbungstraining wird bereits von Seiten des SkF durchgeführt.