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Soziale Stadtentwicklung Düren

1. Soziale Stadt Düren Süd-Ost - Den Erfolg zu Ende führen!

Die Stadt Düren nimmt seit 1999 mit dem Stadtteil Düren Süd-Ost - das ist der Bereich zwischen Kölner Landstraße und Miesheimer Weg, Euskirchener Straße und Grünzug-Ost mit ca. 11.000 Einwohner/-innen - am Landesprogramm 'Soziale Stadt NRW' teil.
Das Projekt hat bereits nachhaltige Erfolge erzielt:

  • Stabilisierung und Verbesserung benachteiligter Wohnquartiere durch Wohnumfeldverbesserung sowie Schaffung privater und öffentlicher Infrastruktur (Einkaufszentrum, Bürger-, Jugend- und Vereinstreff Lütticher Straße, Öffnung neu gestalteter Schulhöfe zum Stadtteil, Wohnumfeldverbesserung und Verkehrsberuhigung in vielen Wohnquartieren, ...)
  • Etablierung eines neuen Dialogs zwischen Rathaus und Stadtteil: Kooperativ planen, entscheiden, umsetzen unter Beteiligung von Bewohnerorganisationen, Wohnungseigentümern, Fachämtern, Professionellen im Stadtteil, ...
  • Abbau von sozialer und kultureller Benachteiligung und Förderung von Integration und Engagement durch eine Vielzahl von Initiativen und Maßnahmen: Sprachförderung, Aktionsbündnis Gesundheitsförderung, Frauentreff, Arbeitskreis Sport & Spiel, Arbeitskreis Stadtteilbudget, MUS-E-Projekte, ...

Als herausragendes Projekt hat die Sanierung und Umnutzung der ehemaligen Fabrik Becker & Funck in die 'Stiftung Fabrik für Kultur und Stadtteil' in Trägerschaft einer Stiftung am Jahresanfang 2005 begonnen und wird - zusätzlich gefördert durch das Landesprogramm 'Initiative ergreifen' - Ende 2006 abgeschlossen sein.

Schwerpunkt und besonderes Profil der Umsetzung des Programms Soziale Stadt in Düren Süd-Ost lag in der Schaffung neuer demokratischer Strukturen auf Wohnquartiersebene: Aufbau und Beratung von Bewohnerorganisationen. Auf der Basis eines Kooperationsvertrages zwischen der Stadt Düren und der Evangelischen Gemeinde als Trägerin ist es dem Büro für Gemeinwesenarbeit gelungen, in städtebaulich und sozial benachteiligten Wohnquartieren folgende Bewohnerorganisationen durch intensive Aktivierungsarbeit aufzubauen und bei punktuellen Kooperationen zu begleiten:

  • Die Arbeitsgruppen “Einkaufsmöglichkeiten und Infrastruktur”, "Treffpunkt für Alle” und “Verkehrsentwicklung”;
  • die “Interessengemeinschaft Euskirchener Straße 128 - 142”,
  • die “Interessengemeinschaft Düppel-/Eberhard-Hoesch-Straße e.V.”,
  • die “Mieterinteressengemeinschaft Weworden-/Viandenerstrasse”
  • und die “Mieterinitiative Altbaublitz”.
  • Darüber hinaus wurden die BIBS e.V. (Bürgerinitiative ehemalige Belgiersiedlung”) und die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen bei den Ferienspielen Süd-Ost gegründet.
  • Die bestehenden Organisationen “Interessengemeinschaft Miesheimer Weg e.V.”, “Nachbarschaftsverein Rotterdamer Straße e.V.”, “Siedlergemeinschaft Am Muttergotteshäuschen”, BIFF e.V. (Bürgerinitiative für Freiflächen) und “Bürgerverein Satellitenviertel e.V.” haben sich vielfältig in die Prozesse des Programms eingebracht.

Die begonnenen Organisationsprozesse brauchten und benötigen unterschiedliche Zeit und waren bis Ende 2004 noch nicht soweit stabilisiert, dass sie selbsttragend sind. Es bietet sich die besondere Chance, bestehende Ansätze einer Vernetzung der Bewohnerorganisationen aufzugreifen mit dem Ziel, dauerhafte Kooperationsstrukturen auf Stadtteilebene zu schaffen.

Die Aufgabenschwerpunkte der Gestaltung des Übergangs in die Selbständigkeit sind:

  • Stabilisierung der Selbstorganisationskräfte im Stadtteil
  • Begleitung und Beratung in der Übergangsphase
    Entwicklung von Finanzierungskonzepten und Weiterentwicklung der durch freie Mittel entstandenen Angebote und Kooperationen: Stichwort 'Stadtteilbudget'
  • Vernetzung im Stadtteil
    Schaffung neuer dauerhafter Kooperationen, die klare Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen beinhalten; Verstetigung des Dialogs zwischen Rathaus und Stadtteil'

Um den Erfolg des Aufbaus von demokratischen Interessenvertretungen der Bewohner benachteiligter Wohnquartiere zu sichern, wird das Stadteilprojekt zeitlich und vom Personaleinsatz begrenzt fortgeführt. Projektbüro (zwei Mitarbeiterinnen) und GWA-Büro (vier Mitarbeiter/-innen) haben Beteiligung und Aktivierung, Projekt- und Stadtteilmanagement in den sechs Jahren des Stadtteilprojektes getragen. Für die auf zwei Jahre - 2005 und 2006 - begrenzte Fortführung wird der Einsatz von zwei Mitarbeiter/-innen des GWA-Büros ausreichen müssen.

2. Soziale Stadt Nord-Düren - Mit Nachhaltigkeit beginnen!

Das Stadtteilprojekt Nord-Düren hat das Ziel 'Zusammenleben verbessern!' zum herausragenden Thema: Nord-Düren ist das 'Klein-Istanbul' von Düren!
Erfahrungen aus anderen Stadtteilprojekten zeigen, dass es schwierig und langwierig ist, eine nachhaltige Beteiligung von Migrant/-innen am Erneuerungsprozess zu erreichen, eine wirksame Beteiligung allerdings zwingende Voraussetzung ist, Negativtendenzen im Stadtteil zu stoppen und umzukehren.
Das Einstiegskonzept für das Stadtteilprojekt Nord-Düren konzentriert sich daher in den ersten eineinhalb Jahren darauf, die Ressourcen und Potenziale in der Vielzahl und Vielfalt der anders als in Düren Süd-Ost hier bereits vorhandenen in- und ausländischen Vereine und Einrichtungen zu ermitteln und zu bündeln. Parallel sollen Interessenvertretungen für die Bevölkerungsgruppen aufgebaut werden, die im Spektrum der vorhandenen Organisationen nicht oder nur marginal repräsentiert sind.

Aufbau von neuen Kooperationsstrukturen als Basis für ein integriertes Handlungskonzept!

Das Ziel dieser Einstiegsphase ist die Entwicklung und Konstituierung eines alle Akteure umfassenden Stadtteilgremiums, das Handlungskonzept und Arbeitsprogramm des Stadtteilprojektes entwickelt, entscheidet und umsetzt.

Mit der Schaffung neuer Kooperationsstrukturen im Stadtteil beginnt das Stadtteilprojekt mit der Schaffung nachhaltiger Strukturen, die auch nach Ende der geförderten Programmphase dauerhaft die Verantwortung für die Stadtteilentwicklung übernehmen.

In der Einstiegsphase liegt der Aufgabenschwerpunkt des Stadtteilmanagements darauf, diese neuen Kooperationsstrukturen im Stadtteil aufzubauen sowie eine tragfähige Zusammenarbeit mit der verwaltungsinternen Projektgruppe Soziale Stadtentwicklung Düren zu entwickeln.

Städtebauliche Einstiegsprojekte

Anknüpfend an die bereits bestehende Arbeitsgruppe Integration, die sich - hervorgegangen aus der unter Leitung des Jugendamtes durchgeführten Stadtteilkonferenz - aus Vertreter/-innen einzelner Vereine und Initiativen, Einrichtungen und Parteien zusammensetzt und im letzten Jahr bereits mehrfach getagt hat, sollen in der Einstiegsphase städtebauliche Maßnahmen durchgeführt werden, die in der Stadtteilöffentlichkeit das Signal geben: Es tut sich was!

Der Arbeitskreis hat in Kooperation mit der Fachverwaltung eine differenzierte Bestandsaufnahme der Spiel- und Aufenthaltsflächen und -anlagen im gesamten Stadtteil vorgenommen, Ideen zur Verbesserung entwickelt und vor allem Vorschläge zur Finanzierung und Trägerschaft entwickelt.
Um die Potenziale dieser Arbeitsgruppe zu nutzen, soll

  • die Neu- und Umgestaltung bestehender Spiel-, Aufenthalts- und Freiflächen als städtebauliches Einstiegsprojekt

das Stadtteilprojekt Nord-Düren einleiten.

Weitere städtebauliche Schwerpunkte in der Einstiegsphase sind

  • Entwicklung und Umsetzung eines Konzepts zur sozialverträglichen Wohnungsmodernisierung und Wohnumfeldverbesserung in den besonders vernachlässigten Altbaubeständen des Stadtteils
  • Gestaltung der ehemaligen 'Kreisbahntrasse' - einer Feiraumzäsur zwischen Nord-Düren und dem angrenzenden Stadtteil Birkesdorf - als Grünzug und Stadtteilpark durch Integration von Grabeländern, dem Außengelände der Schule, Kleingartenanlage, Spiel- und Aufenthaltsflächen

3. Soziale Stadtentwicklung Düren - Stadt Düren übernimmt dauerhaft Verantwortung für eine Soziale Stadtentwicklung

Die Stadt Düren wird die Aufgabe 'Soziale Stadtentwicklung' über die zeitlich und räumlich begrenzten Programmgebiete 'Soziale Stadt NRW' hinaus verstetigen und zu einem integrierten Schwerpunkt von Verwaltungshandeln und Kommunalpolitik machen.

Das ist Ergebnis der positiven Erfahrungen aus

  • Stadtteilprojekt Düren Süd-Ost
  • Quartiersmanagement Mariaweiler-Olefstraße - Projekt Treffpunkt 'Initiative ergreifen!'
  • Reaktivierung der Sozialraumorientierung im Jugendamt: Sozialraum-Teams, Stadtteilkonferenzen
  • Einstiegskonzept Nord-Düren

Was hat sich bewährt?

  • Konzentration auf Stadtteile, Wohnquartiere und andere Gebiete mit sozialer und städtebaulicher Benachteiligung
  • Aktivierung und Bündelung der Potenziale und Ressourcen aller Akteure sowohl innerhalb der Quartiere wie auch innerhalb von Stadtverwaltung und Kommunalpolitik
  • Stadtteil- und Quartiersmanagement zum Aufbau dauerhafter Kooperationsstrukturen wie zur Umsetzung integrierter Handlungskonzepte und Projekte

Kooperationsvertrag mit dem Büro für Gemeinwesenarbeit

Die bisherige Zusammenarbeit der Stadt Düren mit dem Büro für Gemeinwesenarbeit der Evangelischen Gemeinde zu Düren im Handlungsfeld Soziale Stadt soll verstetigt werden. Das Büro für Gemeinwesenarbeit ist in besonderem Maße qualifiziert und profiliert für die Aufgaben

  • Gemeinwesenbezogene Analysen
  • Aufbau und Beratung von Bewohner-/Bürgerorganisationen
  • Gemeinwesenorientierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Projektbezogene Aktivierung und Beratung
  • Beratung und Aufbau von lokalen Gruppen
  • Koordination von Beteiligungsprozessen auf Stadtteilebene

Der Kooperationsvertrag erhält zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren mit der Option der Verlängerung. Er umfasst Ressourcen im Umfang von vier bzw. fünf ganzen Stellen inklusive Sachmittel.

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