
Die Stadt Düren nimmt seit 1999 mit dem Stadtteil Düren Süd-Ost - das ist der Bereich zwischen Kölner Landstraße und Miesheimer Weg, Euskirchener Straße und Grünzug-Ost mit ca. 11.000 Einwohner/-innen - am Landesprogramm 'Soziale Stadt NRW' teil.
Das Projekt hat bereits nachhaltige Erfolge erzielt:
Als herausragendes Projekt hat die Sanierung und Umnutzung der ehemaligen Fabrik Becker & Funck in die 'Stiftung Fabrik für Kultur und Stadtteil' in Trägerschaft einer Stiftung am Jahresanfang 2005 begonnen und wird - zusätzlich gefördert durch das Landesprogramm 'Initiative ergreifen' - Ende 2006 abgeschlossen sein.
Schwerpunkt und besonderes Profil der Umsetzung des Programms Soziale Stadt in Düren Süd-Ost lag in der Schaffung neuer demokratischer Strukturen auf Wohnquartiersebene: Aufbau und Beratung von Bewohnerorganisationen. Auf der Basis eines Kooperationsvertrages zwischen der Stadt Düren und der Evangelischen Gemeinde als Trägerin ist es dem Büro für Gemeinwesenarbeit gelungen, in städtebaulich und sozial benachteiligten Wohnquartieren folgende Bewohnerorganisationen durch intensive Aktivierungsarbeit aufzubauen und bei punktuellen Kooperationen zu begleiten:
Die begonnenen Organisationsprozesse brauchten und benötigen unterschiedliche Zeit und waren bis Ende 2004 noch nicht soweit stabilisiert, dass sie selbsttragend sind. Es bietet sich die besondere Chance, bestehende Ansätze einer Vernetzung der Bewohnerorganisationen aufzugreifen mit dem Ziel, dauerhafte Kooperationsstrukturen auf Stadtteilebene zu schaffen.
Die Aufgabenschwerpunkte der Gestaltung des Übergangs in die Selbständigkeit sind:
Um den Erfolg des Aufbaus von demokratischen Interessenvertretungen der Bewohner benachteiligter Wohnquartiere zu sichern, wird das Stadteilprojekt zeitlich und vom Personaleinsatz begrenzt fortgeführt. Projektbüro (zwei Mitarbeiterinnen) und GWA-Büro (vier Mitarbeiter/-innen) haben Beteiligung und Aktivierung, Projekt- und Stadtteilmanagement in den sechs Jahren des Stadtteilprojektes getragen. Für die auf zwei Jahre - 2005 und 2006 - begrenzte Fortführung wird der Einsatz von zwei Mitarbeiter/-innen des GWA-Büros ausreichen müssen.
Das Stadtteilprojekt Nord-Düren hat das Ziel 'Zusammenleben verbessern!' zum herausragenden Thema: Nord-Düren ist das 'Klein-Istanbul' von Düren!
Erfahrungen aus anderen Stadtteilprojekten zeigen, dass es schwierig und langwierig ist, eine nachhaltige Beteiligung von Migrant/-innen am Erneuerungsprozess zu erreichen, eine wirksame Beteiligung allerdings zwingende Voraussetzung ist, Negativtendenzen im Stadtteil zu stoppen und umzukehren.
Das Einstiegskonzept für das Stadtteilprojekt Nord-Düren konzentriert sich daher in den ersten eineinhalb Jahren darauf, die Ressourcen und Potenziale in der Vielzahl und Vielfalt der anders als in Düren Süd-Ost hier bereits vorhandenen in- und ausländischen Vereine und Einrichtungen zu ermitteln und zu bündeln. Parallel sollen Interessenvertretungen für die Bevölkerungsgruppen aufgebaut werden, die im Spektrum der vorhandenen Organisationen nicht oder nur marginal repräsentiert sind.
Aufbau von neuen Kooperationsstrukturen als Basis für ein integriertes Handlungskonzept!
Das Ziel dieser Einstiegsphase ist die Entwicklung und Konstituierung eines alle Akteure umfassenden Stadtteilgremiums, das Handlungskonzept und Arbeitsprogramm des Stadtteilprojektes entwickelt, entscheidet und umsetzt.
Mit der Schaffung neuer Kooperationsstrukturen im Stadtteil beginnt das Stadtteilprojekt mit der Schaffung nachhaltiger Strukturen, die auch nach Ende der geförderten Programmphase dauerhaft die Verantwortung für die Stadtteilentwicklung übernehmen.
In der Einstiegsphase liegt der Aufgabenschwerpunkt des Stadtteilmanagements darauf, diese neuen Kooperationsstrukturen im Stadtteil aufzubauen sowie eine tragfähige Zusammenarbeit mit der verwaltungsinternen Projektgruppe Soziale Stadtentwicklung Düren zu entwickeln.
Anknüpfend an die bereits bestehende Arbeitsgruppe Integration, die sich - hervorgegangen aus der unter Leitung des Jugendamtes durchgeführten Stadtteilkonferenz - aus Vertreter/-innen einzelner Vereine und Initiativen, Einrichtungen und Parteien zusammensetzt und im letzten Jahr bereits mehrfach getagt hat, sollen in der Einstiegsphase städtebauliche Maßnahmen durchgeführt werden, die in der Stadtteilöffentlichkeit das Signal geben: Es tut sich was!
Der Arbeitskreis hat in Kooperation mit der Fachverwaltung eine differenzierte Bestandsaufnahme der Spiel- und Aufenthaltsflächen und -anlagen im gesamten Stadtteil vorgenommen, Ideen zur Verbesserung entwickelt und vor allem Vorschläge zur Finanzierung und Trägerschaft entwickelt.
Um die Potenziale dieser Arbeitsgruppe zu nutzen, soll
das Stadtteilprojekt Nord-Düren einleiten.
Weitere städtebauliche Schwerpunkte in der Einstiegsphase sind
Die Stadt Düren wird die Aufgabe 'Soziale Stadtentwicklung' über die zeitlich und räumlich begrenzten Programmgebiete 'Soziale Stadt NRW' hinaus verstetigen und zu einem integrierten Schwerpunkt von Verwaltungshandeln und Kommunalpolitik machen.
Das ist Ergebnis der positiven Erfahrungen aus
Die bisherige Zusammenarbeit der Stadt Düren mit dem Büro für Gemeinwesenarbeit der Evangelischen Gemeinde zu Düren im Handlungsfeld Soziale Stadt soll verstetigt werden. Das Büro für Gemeinwesenarbeit ist in besonderem Maße qualifiziert und profiliert für die Aufgaben
Der Kooperationsvertrag erhält zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren mit der Option der Verlängerung. Er umfasst Ressourcen im Umfang von vier bzw. fünf ganzen Stellen inklusive Sachmittel.